RSS Amplifier

Langenfeld | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Jetzt noch bewerben: 708 Ausbildungsplätze im Kreis Mettmann noch unbesetzt

0
Sign in to vote or save

Frihtjof Bublitz · RP ONLINE

Jetzt noch bewerben 708 Ausbildungsplätze im Kreis Mettmann noch unbesetzt

20.08.2026 · 12:44 Uhr

Maurer sind die Profis, die die Wohnungen im Kreis Mettmann bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs: Freie Ausbildungsplätze gibt es.

Maurer sind die Profis, die die Wohnungen im Kreis Mettmann bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs: Freie Ausbildungsplätze gibt es.

Foto: IG BAU/Florian Göricke

Kreis Mettmann · Im Kreis Mettmann sind noch 708 Ausbildungsstellen frei. Besonders Bau und Handwerk suchen Nachwuchs. Die Gewerkschaft IG BAU rät zum direkten Kontakt mit den Betrieben.

Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, hat im Kreis Mettmann weiterhin gute Chancen: Insgesamt sind derzeit 708 Ausbildungsstellen unbesetzt. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Düsseldorf unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin. Allein im Baugewerbe gibt es demnach noch 23 freie Ausbildungsplätze. Im Garten- und Landschaftsbau warten sechs Stellen auf Bewerber. Acht Ausbildungsplätze sind noch für angehende Maler und Lackierer frei. Auch Dachdeckerbetriebe suchen Nachwuchs: 13 Ausbildungsstellen sind dort noch unbesetzt.

„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen“, sagt Tino Brüning, Vorsitzender der IG BAU Düsseldorf. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung seien die beruflichen Perspektiven in der Regel besser und die Verdienstmöglichkeiten deutlich höher. Brüning appelliert deshalb insbesondere an junge Menschen ohne Berufsabschluss, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen.

Der Bedarf ist groß: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Nordrhein-Westfalen rund 642.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Im Kreis Mettmann haben laut Arbeitsagentur 74 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss. Dabei sei der Zug noch längst nicht abgefahren. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, erklärt Brüning.

Wer sich beruflich orientieren möchte, kann sich Unterstützung bei einer Berufsberatung holen. Die IG BAU empfiehlt unter anderem die Jugendberufsagentur (www.servicestelle-jba.de). Auch die Arbeitsagentur bietet Beratung und Informationen rund um Ausbildung und Beruf an – sowohl vor Ort als auch digital unter arbeitsagentur.de/bildung. Die Gewerkschaft rät Jugendlichen außerdem, selbst aktiv auf Betriebe zuzugehen. Eine direkte Nachfrage könne nicht nur zu einem Praktikum, sondern manchmal auch unmittelbar zu einem Ausbildungsplatz führen. Bei der Suche sollten Bewerber allerdings nicht allein auf den Beruf achten. Auch die Qualität der Ausbildung, eine faire Bezahlung und die beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss seien wichtige Kriterien.

„Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, sagt Brüning. Für Jugendliche, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, lautet die Botschaft der IG BAU daher: Auch im Spätsommer ist es noch nicht zu spät. Die 708 offenen Stellen im Kreis Mettmann zeigen, dass es weiterhin Möglichkeiten für einen Einstieg ins Berufsleben gibt.

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig

Read the original on rp-online.de

Comments

Nothing yet. Say the first thing.

    Sign in to join the conversation.