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Krefeld | RP ONLINE · Aug 25, 2026

Gefäßtag in Krefeld: Mit 40 gesund? Diese Risiken bleiben oft unbemerkt

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Martin Röse · RP ONLINE

Gefäßtag in Krefeld Mit 40 gesund? Diese Risiken bleiben oft unbemerkt

25.08.2026 · 16:10 Uhr

„Wir können nicht beeinflussen, wie alt wir werden. Aber wir können einiges dafür tun, wie wir älter werden“, sagt Professorin Feride Kröpil, Chefärztin und Initiatorin des Gefäßtages.

„Wir können nicht beeinflussen, wie alt wir werden. Aber wir können einiges dafür tun, wie wir älter werden“, sagt Professorin Feride Kröpil, Chefärztin und Initiatorin des Gefäßtages.

Foto: Alexianer Krefeld GmbH

Krefeld · Bluthochdruck tut nicht weh, erhöhte Blutfette spürt man ebenfalls nicht. Trotzdem können sie über Jahre Herz und Gefäße schädigen. Warum Vorsorge schon in der Lebensmitte wichtig ist – und was Besucher beim ersten Krefelder Gefäßtag über ihr persönliches Risiko erfahren können.

Das Auto muss regelmäßig zum TÜV. Beim eigenen Körper können dagegen problemlos Jahre vergehen, ohne dass jemand Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin kontrolliert. Gerade zwischen 30 und 50 erscheint das vielen vermutlich wenig dringlich: Man fühlt sich gesund, Herzinfarkt und Schlaganfall scheinen Erkrankungen für später zu sein. Doch einige der wichtigsten Risikofaktoren machen sich zunächst gar nicht bemerkbar.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO nennt unter anderem erhöhten Blutdruck, erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte sowie Übergewicht. Hinzu kommen beeinflussbare Faktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung und hoher Alkoholkonsum. Gerade Bluthochdruck kann lange unentdeckt bleiben. Nach Angaben der WHO haben viele Betroffene keinerlei Symptome. Gewissheit bringt letztlich nur die Messung.

Vorsorge beginnt lange vor der 60

Dass Vorsorge deshalb keineswegs erst mit 60 beginnt, zeigt auch der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Versicherte zwischen 18 und 34 Jahren haben einmalig Anspruch auf einen allgemeinen Gesundheits-Check-up. Ab 35 übernimmt die Krankenkasse die Untersuchung alle drei Jahre. Dabei werden unter anderem der Blutdruck und individuelle Herz-Kreislauf-Risikofaktoren erfasst. Ab 35 gehören zudem Untersuchungen von Blutzucker und Cholesterin sowie des Urins dazu.

Für Menschen in der Lebensmitte sind damit vor allem einige grundlegende Fragen interessant: Kenne ich meinen Blutdruck? Wann wurden zuletzt Blutzucker und Blutfette bestimmt? Gibt es in meiner Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Und wie sieht es mit Bewegung, Rauchen, Ernährung und Gewicht aus? Einzelne Messwerte allein ergeben dabei noch keine Diagnose. Entscheidend ist das persönliche Gesamtrisiko.

Gefäßtag bietet die Möglichkeit zu Gesundheits- und Gefäßchecks

Genau an diesem Punkt setzt der erste Gefäßtag des Alexianer Krankenhauses Maria-Hilf am Samstag, 12. September, an. Von 10 bis 14 Uhr können Besucher im Veranstaltungszentrum am Dießemer Bruch 77a verschiedene Gesundheits- und Gefäßchecks machen lassen. Die Ergebnisse sollen in einem persönlichen „Gesundheitspass“ festgehalten werden. Hinzu kommen kurze Vorträge und Gespräche mit Fachleuten.

„Wir können nicht beeinflussen, wie alt wir werden. Aber wir können einiges dafür tun, wie wir älter werden“, sagt Professorin Feride Kröpil, Chefärztin und Initiatorin des Gefäßtages. Sie will Besucher vor allem dazu bringen, das eigene Risiko zu hinterfragen: „Was davon kann ich selbst beeinflussen? Und was kann ich heute schon verändern?“

150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche

Die Antworten darauf sind meist weniger spektakulär, als manche unter dem Schlagwort „Longevity“ vermarkteten Programme versprechen. Regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und eine ausgewogene Ernährung gehören zu den bekannten Möglichkeiten, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern. Die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten Bewegung mit moderater Intensität pro Woche – oder 75 Minuten mit höherer Intensität.

Und wer wissen möchte, wie es um Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterin steht, muss nicht bis zum Gefäßtag warten. Gerade ab 35 bietet der reguläre Gesundheitscheck beim Arzt dafür eine Möglichkeit.

Der Aktionstag im Alexianer Veranstaltungszentrum ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dr. Lucian Koushan-Bota, Leiter des Endovaskulären Zentrums und Sektionsleiter Gefäßchirurgie, fasst den Präventionsgedanken so zusammen: „Das Beste, was wir für unsere Gefäße tun können, ist, an sie zu denken, bevor sie sich bemerkbar machen.“

Info Der erste Alexianer-Gefäßtag findet am Samstag, 12. September, von 10 bis 14 Uhr im Alexianer Veranstaltungszentrum, Dießemer Bruch 77a, statt. Der Eintritt ist gratis, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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