Pokalspiel in Krefeld Warum es vor der Grotenburg chaotisch wurde – und danach friedlich blieb
22.08.2026 · 06:41 Uhr
Tausende Fans, chaotischer Verkehr
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Krefeld · Vor dem Pokalspiel waren die Sicherheitsvorkehrungen groß, auf den Straßen rund um die Grotenburg wurde es zeitweise chaotisch. Doch nach dem 11:0 von Eintracht Frankfurt zog die Polizei eine überraschend eindeutige Bilanz.
Fast 11.000 Zuschauer, rund 6000 Frankfurter Fans und ein Bundesligist erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert wieder zu Gast in der Grotenburg: Polizei, Veranstalter und Stadt hatten sich beim Pokalspiel von Oberligist SC St. Tönis gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt am Freitagabend (21. August) auf einen außergewöhnlichen Fußballabend eingestellt. Am Ende fiel die Bilanz zumindest aus Sicht der Polizei bemerkenswert unspektakulär aus. „Es kam zu keinen Zwischenfällen, Störungen oder sonstigen Straftaten“, teilte die Polizei mit. Allerdings brach der Verkehr rund um das Stadion zeitweise zusammen.
10.893 Zuschauer hatten am Freitagabend die Erstrundenbegegnung im DFB-Pokal zwischen SC St. Tönis und Eintracht Frankfurt im Grotenburgstadion verfolgt. Sportlich waren die Kräfteverhältnisse deutlich: Der Bundesligist gewann mit 11:0. Auf den Rängen und rund um das Stadion blieb es dagegen friedlich.
Das war keineswegs selbstverständlich. Rund 6000 Anhänger der Eintracht waren nach Krefeld gekommen. Die Polizei hatte deshalb einen Sondereinsatz vorbereitet und wurde von Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt. Einsatzkräfte einer Hundertschaft standen an den Zuwegen zum Stadion, zudem wurde die Lage aus der Luft mit einer Drohne beobachtet. Der Mannschaftsbus der Eintracht erreichte das Stadion unter Polizeibegleitung.
Bereits vor der Partie war die Stimmung rund um die Grotenburg nach Beobachtungen vor Ort friedlich. Schwierigkeiten gab es dagegen beim Verkehr. Obwohl die Polizei im Vorfeld dazu geraten hatte, mit Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zumindest nicht bis unmittelbar ans Stadion zu fahren, kamen zahlreiche Besucher mit dem Auto. Dabei zeigte sich die Verkehrsführung zeitweise problematisch.
Am Nachmittag fuhren zahlreiche Autofahrer in die Violstraße und mussten dort wieder wenden. Eine entsprechende Verkehrsführung war für Ortsunkundige offenbar nicht überall frühzeitig erkennbar. Je näher der Anpfiff rückte, desto angespannter wurde die Verkehrssituation. Gegen 17 Uhr staute sich der Verkehr insbesondere auf dem Glockenspitz. Fahrzeuge wurden in Richtung Schönwasserstraße abgeleitet, während auch dort weitere Sperrungen eingerichtet wurden. Die Polizei sperrte im Umfeld des Stadions zusätzliche Straßen.
Trotz des Verkehrschaos endete Krefelds größtes Fußballspiel seit Jahren außerhalb des Rasens so, wie sich Polizei, Stadt und Veranstalter das erhofft hatten: friedlich.
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