RSS Amplifier

Kleve | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Duell der Absteiger gegen SV Biemenhorst: Darum nimmt der 1. FC Kleve einen Abschied auf Zeit von seinem Wohnzimmer

0
Sign in to vote or save

Joachim Schwenk · RP ONLINE

Duell der Absteiger gegen SV Biemenhorst Darum nimmt der 1. FC Kleve einen Abschied auf Zeit von seinem Wohnzimmer

21.08.2026 · 11:45 Uhr

 Der 1. FC Kleve, hier Innenverteidiger Timo Sanders (links), trifft bei der Heimpremiere auf Mitabsteiger SV Biemenhorst.

Der 1. FC Kleve, hier Innenverteidiger Timo Sanders (links), trifft bei der Heimpremiere auf Mitabsteiger SV Biemenhorst.

Foto: Monika Gajdzik

Kleve · Der Fußball-Landesligist hat beim Neuaufbau weitere Schritte nach vorne gemacht. Doch das Personal ist unverändert knapp. Das ist der Stand der Dinge bei den Leistungsträgern Philipp Divis und Luca Thuyl. Und das sagt Trainer Umut Akpinar zur Situation.

Die Heimpremiere des 1. FC Kleve in der Saison 2026/27 ist zugleich ein Abschied auf Zeit von seinem Wohnzimmer. Wenn der Fußball-Landesligist am Sonntag, 15 Uhr, in der Eroglu-Arena im Duell der Absteiger auf den SV Biemenhorst trifft, wird dies für einige Wochen sein letzter Auftritt im Stadion sein. Anschließend rücken dort die Bagger an.

Neuer Rasen und Beregnungsanlage für das Stadion

Der Rasen und der Unterbau in der Arena werden ausgetauscht. Zudem wird die Drainage erneuert und eine Beregnungsanlage installiert. Der 1. FC Kleve hat von der Stadt die Auskunft erhalten, dass die Arbeiten in zweieinhalb bis drei Monaten erledigt sein sollen. Bis dahin trägt der Landesligist seine Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz aus.

Das interessiert Akpinar aber nicht weiter. „Daran denken wir nicht mehr zurück. Wir spielen natürlich lieber auf Naturrasen in unserem Stadion. Doch wir haben zu Hause und auswärts auch auf Kunstrasen schon gute Leistungen gezeigt und wichtige Spiele gewonnen“, sagt der Coach.

Daran arbeiten Umut Akpinar und sein Trainerteam

Derweil gehen die Bauarbeiten am stark veränderten Kader zügig voran. „Wir haben in dieser Woche wieder Schritte nach vorne gemacht“, sagt Akpinar. In Sachen Fitness ist der Coach mit dem Stand der Dinge ohnehin zufrieden. „Wir sind zwar noch nicht ganz da, wo wir sein wollen. Doch die Mannschaft ist fit. Das hat sie zum Auftakt im Spiel beim VfL Rhede gezeigt“, so der Coach. Der 1. FC Kleve hatte sich beim 1:1 mit enormem läuferischem Einsatz und großem Kampfgeist einen Punkt gesichert, obwohl er nach einer Gelb-Roten Karte für Matteo Cagnazzo eine Halbzeit in Unterzahl war.

Doch in fußballerischer Hinsicht gibt es noch einiges zu tun für Akpinar und sein Trainerteam. In dieser Woche wurde bei den Übungseinheiten deshalb in erster Linie daran gearbeitet, dass die Abläufe stimmen. Das ist nötig, weil wieder einige junge Akteure neu im Team sind.

Philipp Divis und Luca Thuyl trainieren individuell

Erschwerend kommt aktuell hinzu, dass weiter einige Spieler fehlen. „Deshalb müssen Akteure auf Positionen eingesetzt werden, auf denen sie normalerweise nicht spielen würden. Das macht sich natürlich auch bei der Abstimmung bemerkbar“, sagt Akpinar.

Er geht davon aus, dass das Personal auch gegen Biemenhorst wieder knapp sein wird. Besonders schmerzt das Fehlen von Abwehrchef Philipp Divis (Schambeinentzündung) und Luca Thuyl (Patellasehnenentzündung), dem Ideengeber im Mittelfeld. Luca Thuyl rechnet damit, „dass er in zwei bis vier Wochen“ wieder auf dem Rasen helfen kann. Philipp Divis wird wohl noch wenigstens vier Wochen pausieren.

„Beide Spieler trainieren derzeit individuell. Wir wissen, dass sie unser Spiel auf ein anderes Niveau heben werden, wenn sie wieder dabei sind. Trotzdem werden wir nichts überstürzen. Sie sollen ihre Verletzungen in Ruhe auskurieren“, so Akpinar.

Stammkeeper Ahmet Taner ist zurück, aber noch keine Option für die Startelf

Nilakshan Thevanayagam, der in Rhede gefehlt hatte, ist am Sonntag wieder dabei. Stammkeeper Ahmet Taner ist zurück aus dem Urlaub, wird aber wegen seines Trainingsrückstands noch keine Option für die Startelf sein. Maxim Schäfer (Knieprellung) wird wie der gesperrte Matteo Cagnazzo fehlen. Der Einsatz von Fabian Berntsen und Steve Dzoupiap (beide Zerrung) sowie Emil Oerding, der erst am Sonntag aus dem Urlaub zurückkehrt, ist fraglich.

Trotz der Personalprobleme geht Umut Akpinar zuversichtlich in das erste Landesliga-Heimspiel seit acht Jahren. „Wir treffen zwar auf einen starken Gegner, der noch einige Akteure mit Oberliga-Erfahrung im Kader hat. Trotzdem wollen wir unbedingt einen Sieg schaffen“, sagt der Coach.

Er hofft, dass die jungen Spieler im Klever Kader da weitermachen, wo sie in Rhede aufgehört haben. „Man hat da gesehen, dass die Jungs Qualität haben. Ich hoffe, dass sie weiter so mutig spielen“, sagt Umut Akpinar.

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig

Read the original on rp-online.de

Comments

Nothing yet. Say the first thing.

    Sign in to join the conversation.