Sondersendung Lieblingsstücke „Bares für Rares“ – Händler begeistert von Gemälde aus Kevelaer
27.08.2026 · 09:31 Uhr
Kevelaer · Viele Jahre lagerte ein Gemälde eher unbeachtet in einem Zimmer in Kevelaer. Dann bot eine junge Frau aus Kevelaer es bei „Bares für Rares“ an und begeisterte damit die Händler.
Abend für Abend zieht „Bares für Rares“ ein Millionenpublikum an. Die Sendung im ZDF ist Kult. Vor allem weil viele eben davon träumen, auf dem Dachboden das ganz besondere Bild zu finden, das plötzlich ganz viel wert ist. So ging es auch Anni Platzer aus Kevelaer, die vor einiger Zeit ein Landschaftsbild bei „Bares für Rares“ anbot.
Das Gemälde war bereits in der fünften Generation in Familienbesitz. Es hatte lange bei ihrer Ururgroßmutter im Flur gehangen. Später wanderte es bei der Oma auf den Dachboden, die es schließlich Anni Platzer schenkte, die es im Kinderzimmer aufbewahrte. Nachdem das Bild dort mehrere Jahre ungenutzt gelagert hatte, versuchte die Kevelaerin bei „Bares für Rares“ ihr Glück mit dem fast vergessenen Kunstwerk.
Seine Sendung „Bares für Rares“ ist Kult: Jetzt verkaufte eine junge Frau aus Kevelaer hier ein besonderes Gemälde.
Foto: dpaIn einer Folge der Sondersendung „Lieblingsstücke“ ist zu sehen, wie „Bares für Rares“-Händler Jan Cizek von dem Stück ganz begeistert ist. Er sprach von einem „schönen Stück“, von „Meisterqualität“.
Worum es sich bei dem Gemälde genau handelte, das konnte Expertin Bianca Berding der jungen Frau aus Kevelaer und Moderator Horst Lichter erklären. Das Bild stamme von Edmond de Schampheleer, so die Kunstexpertin. Der lebte im 19. Jahrhundert und war ein recht bekannter belgischer Landschaftsmaler. Seine Landschaften zeigen zumeist niederländische Motive und belgische Flachlandschaften und zeichnen sich durch die Feinheit des Tons und die flüssige, malerische Behandlung aus, heißt es.
Das Bild aus Kevelaer sei vermutlich sogar draußen in der Natur entstanden, vermutete Bianca Berding. Dies sei daran zu erkennen, dass das Werk sehr zügig gemalt worden sei. Es seien sogar noch Pinselhaare in der Farbe zu erkennen. Titel des Werks: Kühe, bevor es donnert.
Die Kevelaererin hoffte auf 200 bis 300 Euro für das Gemälde. Die Expertin von „Bares für Rares“ taxierte es sogar auf 500 bis 700 Euro. Der Zustand des Bildes sei wirklich gut, meinte sie.
Am Ende bekam Jan Cizek den Zuschlag und zahlte 500 Euro. Auch die anderen Händler hatten mitgeboten. Kulthändler Waldi war sogar gleich mit 280 Euro eingestiegen, der beste Beweis, wie gefragt das Bild war.
Für die Frau aus Kevelaer ein gutes Geschäft. „Ich bin natürlich total zufrieden, auch wenn es die untere Grenze der Expertenschätzung war. Aber es ist viel mehr, als ich erwartet habe. Ich freue mich einfach riesig, jetzt mit 500 Euro nach Hause zu gehen“, sagte Anni Platzer.
Auch Händler Jan Cizek war mit seinem Kauf mehr als zufrieden. Er habe wegen des Bildes viele Anfragen bekommen, es sei sofort weggewesen, erzählte er. „Es haben sich viele gemeldet.“
Kühe aus Kevelaer sind offenbar gefragt.
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