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Startseite | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Die Stimmen zum DFB-Pokalspiel: „Darauf kann man sich nicht vorbereiten, da wirst du einfach überrannt“

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Marvin Wibbeke · RP ONLINE

Die Stimmen zum DFB-Pokalspiel „Darauf kann man sich nicht vorbereiten, da wirst du einfach überrannt“

21.08.2026 · 21:15 Uhr

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So emotional war die DFB-Pokalparty des SC St. Tönis gegen Eintracht Frankfurt

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Foto: Ralph Görtz

Krefeld · Die Oberliga-Spieler des SC St. Tönis werden diesen Tag nie vergessen – unabhängig vom Ergebnis. Gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt auf dem Platz stehen zu dürfen, sei überfordernd gewesen. Das sagen die Protagonisten zum Spiel.

Für das größte Spiel der Vereinsgeschichte hatten sich die Spieler des SC St. Tönis sicher einen anderen Verlauf gewünscht. Der Bundesligist aus Frankfurt hatte den Amateuren in der ersten Runde des DFB-Pokals klar ihre Grenzen aufgezeigt und maximal dominant mit 11:0 gewonnen. Dennoch überwiegt bei Spielern und Fans der St. Töniser der Stolz über das Erreichen der ersten Pokalrunde. Nach dem Schlusspfiff hatte SC-Trainer Bekim Kastrati seine Mannschaft auf dem Rasen versammelt. Nach ein paar Worten schickte er seine Spieler Richtung Südtribüne, um sich trotz der Niederlage gebührend von den eigenen Fans feiern zu lassen. Übertönt wurde das allerdings von den Frankfurtern auf der Nordtribüne.

Im Kreis hatte Kastrati seinen Spielern tatsächlich wenig zu sagen gehabt, da durfte Dominik Dohmen sprechen. Der langjährige Kapitän habe sich bei seinen Mitspielern für die gemeinsame Zeit bedankt, es sei ein toller Abschluss seiner Karriere gewesen, dass er dieses Spiel noch miterleben durfte, berichtete der eingewechselte Niklas Withofs nach dem Spiel. Eigentlich habe Dohmen gedacht, dass seine Karriere mit der abgelaufenen Saison auch zu Ende sei. „Dann hat der Verein mir mitgeteilt, dass ich nicht im Rahmen des letzten Heimspiels verabschiedet werden soll, sondern hier tatsächlich ein paar Minuten bekomme“, sagte Dohmen. Ein letztes Mal Kabine, ein letztes Mal mit der Mannschaft, diese Geste des Sportclubs sei großartig gewesen. Zum Spiel hob er hervor, wie groß die Wucht der Frankfurter gewesen sei. Niklas Withofs ergänzte: „Das alles aufzusaugen war schon extrem. Das war ein geiles Erlebnis, das keiner von uns je vergessen wird“, sagte er. Die Schnelligkeit und die Dynamik der Bundesliga-Kicker sei absolut beeindruckend gewesen. „Darauf kann man sich nicht vorbereiten, da wirst du einfach überrannt.“

Stolz mischt sich in die Enttäuschung

In der Mixed Zone hatte Kastrati dafür umso mehr zu sagen. In gewohnter Lautstärke führte er mehrere TV-Interviews. Es sei ein bisschen schade gewesen, kein eigenes Tor erzielen zu können. „Wir sind brutal stolz, trotz der Lehrstunde. Auch wenn es heute schwerfällt“, sagte Kastrati. Sein Spieler Lenni Castrop, Bruder des Gladbach-Profis Jens, sagte im Anschluss an das Spiel, dass er sich sehr auf das Spiel gefreut habe. „Wir hätten gerne länger die Null gehalten“, sagte er. Luca Esposito, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, äußerte sich zur Wucht der Frankfurter: „Da waren wir einfach überfordert. Im letzten Drittel haben die jede Unaufmerksamkeit von uns bestraft.“ Nach der Pause agierte sein Team kompakter, auf die zweite Halbzeit könne man aufbauen.

Mario Götze, einer der Torschützen der Eintracht, äußerte sich nach dem Spiel nicht nur zu seiner eigenen Mannschaft, sondern auch zum Austragungsort. Für eine Bundesliga-Mannschaft sei die erste Pokalrunde immer etwas Besonderes. Die Grotenburg habe die Möglichkeit geboten, von vielen Fans begleitet zu werden – und habe so eine tolle Kulisse ermöglicht.

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