Neue Fahrbahn beschädigt Keltenstraße in Jüchen muss vor dem Frost saniert werden
19.08.2026 · 04:50 Uhr
Mehrere kleine Krater im Asphalt könnten im Winter zu Problemen auf der Keltenstraße führen.
Foto: Jan StingJüchen · Die Keltenstraße von der L 31 bis Gierath wurde erst vor vier Jahren erneuert. Nun drohen durch Frost größere Schäden. Wer für die Scharten verantwortlich ist, bleibt offen.
Der Belag der Keltenstraße in Kelzenberg hat einige Kratzer, die die Verwaltung nun dazu veranlasst haben, Strafanzeige zu stellen. Bereits Mitte Juli war aufgefallen, dass die Asphaltdecke auf einer Länge von 120 Metern eingeritzt und so stark beschädigt wurde, dass sie saniert werden muss. Wie die Stadtverwaltung Jüchen mitteilt, muss der Schaden noch vor dem Winter behoben werden, damit eindringendes Wasser bei Frost nicht dazu führt, dass größere Schäden auftreten.
Wie der Landesbetrieb Straßen.NRW auf seiner Homepage erläutert, entstehen Frostschäden an Straßen im Winterhalbjahr in Form blasenförmiger Aufwölbungen, wenn Wasser durch eine defekte Oberfläche ins Innere eindringt. „Bei Frost vergrößert sich das Volumen des Wassers um bis zu zehn Prozent. Schmilzt das Eis beim nächsten Sonnenschein, hinterlässt es einen Hohlraum. Wiederholen sich diese Temperaturwechsel, werden schließlich Teile des Materials durch "Frostsprengung" abgetrennt“, so Straßen.NRW auf der Homepage des Landesbetriebs.
Eine Rille im Asphalt fügt sich in Schäden auf 120 Meter Länge. Die Stelle muss saniert werden.
Foto: Jan StingIst die Oberfläche erst einmal aufgebrochen, schreitet der Zerstörungsprozess schnell voran, weil nun noch mehr Wasser eindringen und gefrieren kann. Dazu kommt die mechanische Beanspruchung, insbesondere der Bruchränder, durch den Verkehr. „Daher vergrößert sich ein Frostaufbruch von einer Aufwölbung oder einer breiteren Spalte bis hin zu einem größeren Loch, indem die offenen Ränder wegbrechen und sich neue Risse im Material öffnen“, erklärt Straßen.NRW
Die Keltenstraße von der L 31 bis zum Ortsausgang Gierath war erst vor vier Jahren mit einer neuen Fahrbahndecke versehen worden. Die Straße legte danach wieder ihren alten Charme an den Tag. Übereinstimmend hatten Mitarbeiter der Stadt und Anwohner erklärt, dass die Sanierung der Keltenstraße ein Gewinn für den hübschen Ortsteil sei.
Ein Jahr lang forderte die Dauerbaustelle bei den Anwohnern eine Menge Geduld. Die Straße, die früher einem Flickenteppich gleichkam, wurde ebenso wie die Bürgersteige neu angelegt. Prunkstück des mit 250.000 Euro aus Landesmitteln geförderten rund eine Million Euro teuren Projekts ist der komplett gepflasterte Platz an der Einmündung in die L 31.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen „Das Verkehrskommissariat 1 hat die Ermittlungen aufgenommen“, erklärt Pressesprecherin Michelle Holz. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 02131 3000 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden. Was es mit den Schäden auf sich hat, darüber rätselt die Polizei. Laut Holz gibt es bislang noch keinen Verdächtigen. Die Scharten wirkten wie hineingeschnitten – „durch irgendetwas.“ Ein Hobbydetektiv in den sozialen Medien meint, auf der richtigen Fährte zu sein. „Die Spur kann man doch sehr gut nachverfolgen.“ Wer an der Keltenstraße entlangläuft, gewinnt den Eindruck, dass ein schwerer Gegenstand über die Straße geschleift wurde.
Möglich wäre auch, dass ein Bau- oder Landwirtschaftsgerät über die Straße gefahren ist, von dem ein Metallteil herunterhing, das die Scharten in die Asphaltdecke geritzt hat. „Wir hoffen, dass der Verursacher ermittelt wird“, sagt Pressesprecherin Ursula Schmitz. Es sei voraussichtlich ein Fall für die Versicherung.
Meistgelesen
Aktuell wichtig

Comments
Nothing yet. Say the first thing.
Sign in to join the conversation.