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Hückeswagen | RP ONLINE · Aug 22, 2026

Medizinstipendienprogramm des Oberbergischen Kreises: Immer mehr Ärzte wollen auf dem Land praktizieren

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Joachim Rüttgen · RP ONLINE

Medizinstipendienprogramm des Oberbergischen Kreises Immer mehr Ärzte wollen auf dem Land praktizieren

22.08.2026 · 08:00 Uhr

Gruppenfoto auf dem Baumwipfelpfad im Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl. Der Kreis fördert derzeit neun angehende Ärztinnen und Ärzte im Zuge der Studienbeihilfe sowie zwölf Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.

Foto: OBK

Oberberg · Der Kreis fördert derzeit neun angehende Ärzte im Zuge der Studienbeihilfe sowie zwölf Ärzte in Weiterbildung. Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist dabei ein wesentlicher Baustein der Daseinsvorsorge. Der Erfolg des Programmes überrascht die Verantwortlichen.

Viele Jahre war es schwierig, den Nachwuchs dazu zu bewegen, sich als Arzt im ländlichen Raum niederzulassen. Zu weit die Entfernung zur nächsten Großstadt, zu viele Patienten, zu unattraktiv das Lebens- und Wohnumfeld. Dabei ist die ärztliche Versorgung auf dem Land ein wesentlicher Standortvorteil für Städte und Gemeinden.

Als der Oberbergische Kreis das Medizinstipendienprogramm 2025 ins Leben rief, um damit die Bereitschaft angehender Ärzte zu erhöhen, sich im ländlich geprägten Raum des Oberbergischen Kreises als Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin oder Pädiatrie niederzulassen oder in diesen Fachbereichen tätig zu sein, bestand die berechtigte Hoffnung, dass das Programm gut angenommen werden würde. „Die Menge an Bewerbungen hat uns dann aber doch überrascht. Wir fördern neun angehende Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Studienbeihilfe sowie zwölf Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist ein wesentlicher Baustein der Daseinsvorsorge“, sagt Landrat Klaus Grootens. Er freue sich über die gute Resonanz.

„Mit dem Medizinstipendienprogramm investieren wir gezielt in die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Oberbergischen Kreis. Das große Interesse bestätigt, dass wir mit diesem Angebot den richtigen Weg eingeschlagen haben“, meint Gesundheitsdezernent Ralf Schmallenbach. Und Kaija Elvermann, Amtsleiterin des Gesundheitsamtes, fügt hinzu: „Wir haben von Anfang an erfreulicherweise einen stetigen Zulauf an Bewerbungen erhalten. Da sich die Studenten und Weiterbildungsassistenten verpflichten, anschließend für die Dauer der Förderung im Kreisgebiet in den genannten Fachbereichen ärztlich tätig zu sein, sind mit der Anzahl an Förderzusagen viele Monate und Jahre ärztlicher Tätigkeit für den Oberbergischen Kreis gewonnen worden.“

Gefördert werden Studenten ab dem Physikum, Weiterbildungsassistenten und Famulanten. Die Förderplätze mit einer monatlichen Förderung von 600 Euro für die Studenten und Weiterbildungsassistenten sind derzeit alle vergeben. Für Famulanten gibt es nach wie vor noch ein paar Förderplätze, diese erhalten eine einmalige Förderung von 600 Euro.

Neben der finanziellen Unterstützung soll den jungen Menschen auch Zugang zu einem für sie wichtigen Netzwerk eröffnet werden. Aus diesem Grund sind zweimal pro Jahr Netzwerkveranstaltungen geplant. Die erste fand jetzt statt.

Los ging es mit einer Führung über den Baumwipfelpfad im Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl. Im Anschluss konnten sich alle ungezwungen beim Grillen zusammenfinden, untereinander kennenlernen und austauschen. „Wir freuen uns über die vielen Teilnehmer, zu denen neben den Stipendiaten und Kreisangehörigen auch einige niedergelassene Ärzte, der Hausärzteverband sowie die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein gehören“, sagte Projektleiterin Dr. Jessica Möltgen.

Sobald die ersten Stipendiaten in den nächsten Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen haben und somit wieder Fördermittel frei werden, will die Kreisverwaltung dazu informieren. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet.

www.medizinstipendium-obk.de

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