Wegen Sprengung Energiestraße in Grevenbroich wird am Samstag gesperrt
26.08.2026 · 16:15 Uhr
Steht nackt auf weiter Flur: Der Schornstein auf der Nordfläche wird gesprengt.
Foto: Kandzorra, ChristianGrevenbroich · Am Samstag soll’s am stillgelegten Kraftwerk Frimmersdorf erneut knallen: Der 200 Meter hohe Schornstein wird per Sprengung in die Knie gezwungen. Die Stadt hat nun bekannt gegeben, welche Straßen gesperrt werden. Ein Augenmerk gilt dem Dorf Neuenhausen.
Am Samstag wird eine der wichtigsten Verkehrsadern im Stadtgebiet gesperrt: Von 9.30 Uhr an wird die Energiestraße zwischen Gindorf und Frimmersdorf nicht befahrbar sein, und das voraussichtlich für zwei Stunden. Grund ist die Sprengung eines 200 Meter hohen Schornsteins auf dem Gelände des stillgelegten Kraftwerks Frimmersdorf.
Wie die Stadt mitteilte, wird die L361 konkret zwischen den Einmündungen „Zur Wassermühle“ und „Am Stüßges End“ abgeriegelt. In diesem Bereich liegt auch die Zufahrt zur Deponie Neuenhausen, die nach Angaben des Kreises am Samstag geschlossen bleibt.
Wie die Stadt Grevenbroich am Mittwoch informierte, ist die Energiestraße nicht die einzige Verbindung, die wegen der Sprengung gesperrt wird. Zu Einschränkungen wird es auch in Neuenhausen kommen. So sollen die Straße „Am Welchenberg“ sowie die Sauerbruchstraße ganz oder in Teilen gesperrt werden. Zudem nimmt die Stadt die Hauptstraße im Dorf ins Visier: Weil mit einem hohen Besucheraufkommen zu rechnen ist, sollen dort temporär Halteverbote eingerichtet werden. „Diese dienen insbesondere dazu, die Verkehrs- und Rettungswege freizuhalten und einen möglichst geordneten Verkehrsablauf zu gewährleisten“, heißt es im Rathaus.
Schaulustigen wird empfohlen, Aussichtspunkte am Rand des Sperrbereichs nach Möglichkeit mit dem Fahrrad oder zu Fuß aufzusuchen. „Von einer Anreise mit dem Auto wird aufgrund der eingeschränkten Parkmöglichkeiten und der zu erwartenden Verkehrsbelastung abgeraten.“ Die Stadt ruft dazu auf, die örtliche Beschilderung sowie Absperrungen zu beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort Folge zu leisten. Bei der Sprengung des Naturzug-Kühlturms auf demselben Areal im Februar waren Ordnungsamt, Polizei und ein Security-Dienst mit starken Kräften vor Ort, um für geregelte Verhältnisse zu sorgen.
Die Sprengung am Samstag soll gegen 11 Uhr erfolgen; der Schornstein von Block „Paula“ soll, das hatte RWE bereits bekannt gegeben, Kostenpflichtiger Inhalt beim Einsturz in der Mitte zusammengefaltet werden. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen den in Sichtweite gelegenen Welchenberg ansteuern werden, um das Spektakel zu verfolgen.
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