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Grevenbroich | RP ONLINE · Aug 27, 2026

Durch Brand beschädigte Sportstätte : Halle am BBZ in Grevenbroich wird noch immer saniert

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Christian Kandzorra · RP ONLINE

Durch Brand beschädigte Sportstätte Halle am BBZ in Grevenbroich wird noch immer saniert

27.08.2026 · 04:50 Uhr

Der Brand in der Sporthalle am BBZ hatte am Abend des 10. April 2024 einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Bei dem Feuer entstand erheblicher Sachschaden.

Der Brand in der Sporthalle am BBZ hatte am Abend des 10. April 2024 einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Bei dem Feuer entstand erheblicher Sachschaden.

Foto: Patrick Schüller

Grevenbroich · Auch mehr als zwei Jahre nach dem Brand ist die große Sporthalle am Berufsbildungszentrum nicht nutzbar. Die Sanierung dauert noch – ein Grund sind die Folgen eines Wasserschadens. Wir verraten, was aus der Suche nach dem Brandstifter geworden ist.

Wenn es um die Verfügbarkeit von Sportstätten im Stadtgebiet geht, ist die Lage nach wie vor angespannt. Das Schlossstadion wird saniert, Kostenpflichtiger Inhalt zwei Kunstrasenplätze sind wegen Hitzeschäden gesperrt – und auch die große Dreifach-Sporthalle am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Grevenbroich steht weiterhin nicht für Schulen oder Vereine zur Verfügung. Die Halle wurde Mitte April 2024 geschlossen, nachdem Unbekannte in das Gebäude eingebrochen und darin einen Brand gelegt hatten. Der Schaden soll im sechsstelligen Bereich liegen.

In den vergangenen Monaten ist es ruhig geworden um die Halle am BBZ. Wie ist der Sachstand? Betrieben wird die Halle vom Rhein-Kreis Neuss. Sprecher Andreas Buchbauer sagt, dass neben der Sanierung des Brandschadens weitere Arbeiten angegangen wurden. So war beispielsweise eine Komplett-Sanierung des Hallendachs erforderlich. „Zusätzlich wurde die Sanierung der Sanitäranlagen und des Umkleidebereichs in Angriff genommen“, sagt Buchbauer: „Die Arbeiten dauern noch an.“

In der Halle sollen konkret noch Restarbeiten fehlen, die laut Kreis größtenteils aber schon terminiert sind. „Es bestehen noch Lieferverzögerungen für Materialien wie Prallschutz und Sporthallentüren“, sagt Buchbauer. Eine Verzögerung des Zeitplans insgesamt habe sich in Folge eines Wasserschadens ergeben: Dieser Schaden soll während der Dacharbeiten bei einem heftigen Regen entstanden sein. Dabei wurde auch der Hallenboden in Mitleidenschaft gezogen.

Mittlerweile ist die aufwendige Trocknung des Bodens abgeschlossen. Allerdings steht auch hier noch eine großflächige Reparatur aus. Sie soll erfolgen, wenn alle übrigen Arbeiten erledigt sind – damit der dann neue Boden keinen Schaden nehmen kann. Wie lang wird das dauern? Wie unsere Redaktion erfuhr, gilt es als wahrscheinlich, dass die Halle zum Ende dieses Jahres wieder freigegeben werden kann. Einen genauen Termin nennt die Kreisverwaltung bisher nicht.

Es gibt Sportler im Stadtgebiet, die die Wiedereröffnung der Turnhalle ersehnen. Dazu zählen Mitglieder des Turnklubs (TK), dessen Badminton-Abteilung in die benachbarte, aber deutlich kleinere Sporthalle umziehen musste. „Die Spieler würden gern wieder zurückkehren“, sagt TK-Vorsitzender Simon Diel. Mit 45 Sportlern könne es in der kleinen Halle eng werden. Auch andere Vereinsmitglieder (etwa aus der Leichtathletik-Abteilung) müssten auf alternative Sportstätten im Stadtgebiet ausweichen. Diel spricht zwar von einer guten Zusammenarbeit mit dem städtischen Sportamt. Allerdings macht er sich auch Sorgen: Sollte die sanierungsbedürftige Dreifach-Sporthalle in der Südstadt auch noch wegfallen, bevor die große Halle am BBZ wieder nutzbar ist, könne es „supereng“ werden.

Zurück zur Halle am BBZ: Die millionenschwere Sanierung des Baukörpers hatte bereits vor dem Brand 2024 begonnen. Umso ärgerlicher waren die Schäden, die wenige Monate später durch das Feuer entstanden. Durch die Flammen und die Rauchablagerungen wurden damals mitunter der Prallschutz an der Wand im hinteren Bereich der Halle sowie Teile des Bodens schwer beschädigt. Da die Ermittlungen zu den Brandstiftern zunächst ins Leere liefen, entschloss sich der Kreis, eine Belohnung für Hinweise auszuloben, die zur Ergreifung der Täter führen würden. Um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, wurde diese Belohnung nach einigen Tagen auf 5000 Euro erhöht und damit mehr als verdoppelt.

Wie Polizeisprecherin Claudia Suthor sagt, sind Hinweise auf mögliche Tatverdächtige eingegangen. Daraus hätten sich in der Folge auch Ermittlungsansätze ergeben, „denen unser zuständiges Kriminalkommissariat 11 nachgegangen ist“. Die Beweislage sei nach Abschluss der Ermittlungen jedoch nicht ausreichend gewesen, um einen konkreten Tatverdacht zu erhärten. Der Fall landete letztlich bei der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Deren Sprecher Florian Scheffel sagt: „Ein Verdächtiger konnte nicht ermittelt werden. Das Verfahren ist infolgedessen eingestellt worden.“

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