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Geldern | RP ONLINE · Aug 19, 2026

Von Issum nach Duisburg: Polizeihund spürt jugendliche Autodiebe nach wilder Verfolgungsjagd auf

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Sebastian Latzel · RP ONLINE

Von Issum nach Duisburg Polizeihund spürt jugendliche Autodiebe nach wilder Verfolgungsjagd auf

19.08.2026 · 15:07 Uhr

Ein Polizeihund spürte die Jugendlichen in der Dunkelheit auf (Symbolfoto).

Ein Polizeihund spürte die Jugendlichen in der Dunkelheit auf (Symbolfoto).

Foto: Christoph Reichwein/dpa/Christoph Reichwein

Issum/Duisburg · Das erleben auch gestandene Beamte nur selten. Sie wollen drei Jugendliche kontrollieren, doch die geben Gas und rasen nachts ohne Licht über rote Ampeln. Ein Spürhund konnte sie schließlich entdecken.

Eine spektakuläre Verfolgungsjagd von Sevelen nach Duisburg hat Polizeibeamte aus dem Kreis Kleve auf Trab gehalten. Die ganze Sache passierte in der Nacht zu Dienstag.

Den Anfang nahm der Vorfall eher harmlos. Einsatzkräfte der Polizei Kleve wollten gegen 1.20 Uhr in Issum-Sevelen ein Auto kontrollieren. Zuvor hatten die Beamten nämlich entdeckt, dass an dem Lada gestohlene Kennzeichen montiert waren. Die Polizei wollte den Wagen daraufhin stoppen. Der Fahrer reagierte jedoch nicht auf die Anhaltezeichen der Beamten und gab stattdessen Gas. Mit überhöhter Geschwindigkeit raste der Wagen davon. Der Fahrer nahm unterwegs keine Rücksicht. Er missachtete rote Ampeln und schaltete sogar in der Dunkelheit das Licht aus. „Er gefährdete andere Verkehrsteilnehmer“, berichtet die Polizei.

Der Wagen fuhr an der Auffahrt Kerken auf die A40 und raste in Richtung Duisburg. Am Kreuz Moers täuschte der Fahrer vor, dass er auf die A57 abbiegen wollte. Im letzten Moment zog er dann aber dann doch noch wieder auf die A40. So wollte er wohl die Verfolger abschütteln, was nicht gelang.

Die Beamten aus Kleve folgten dem Wagen bis nach Duisburg, wo der Wagen an der Abfahrt Duisburg Häfen die Autobahn verließ, bevor sich seine Spur erst einmal verlor.

Gegen 1.45 Uhr entdeckten Polizisten das gesuchte Auto an einem Stromverteilerkasten auf der Hochfeldstraße in Duisburg. Der Wagen war gegen den Kasten gekracht. Die Insassen waren zu diesem Zeitpunkt bereits geflüchtet, der Fahrzeugschlüssel steckte noch im Wagen. Durch den Crash war der Stromverteilerkasten vollständig aus seiner Verankerung gerissen worden. Eine Zeugin hatte beobachtet, wie insgesamt vier Jugendliche vom Unfallort wegrannten. Daraufhin suchten die Beamten die Umgebung ab.

Neben Einsatzkräften der Polizei Kreis Kleve, der Polizei Duisburg und der Autobahnpolizei waren auch ein Polizeihubschrauber sowie ein Diensthund im Einsatz.

Gegen 3.20 Uhr hörten Polizisten verdächtige Geräusche aus einem leerstehenden Gebäude an der Wörthstraße. Jetzt schlug die Stunde des Polizeihundes. Er spürte drei junge Männer in einem Toilettenraum auf und schlug vor den verschlossenen Kabinen lautstark an.

Die drei Jugendlichen öffneten schließlich die Türen und wurden durch die Einsatzkräfte fixiert. Die Beamten brachten das Trio aus Dortmund zur Wache des Polizeipräsidiums. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sollten die Jugendlichen eigentlich wieder nach Hause. Doch die Eltern waren nicht bereit, ihren Nachwuchs auf der Wache abzuholen. Daraufhin überstellten die Einsatzkräfte das Trio dem Jugendamt. Der Lada wurde sichergestellt.

Das Verkehrskommissariat der Polizei Kleve hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wer den Wagen gefahren hat. Offen ist auch noch, wem das Fahrzeug gehört sowie woher die als gestohlen gemeldeten Kennzeichen stammen. Einen Führerschein hatte keiner der Jugendlichen, die 14, 16 und 17 Jahre alt waren. Ob tatsächlich ein vierter Jugendlicher im Auto saß, ist offen.

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