Tag des offenen Denkmals Düsseldorfs Geschichte an einem Tag erfahren
24.08.2026 · 14:12 Uhr
Die katholische Kirche St. Andreas zählt zu den bedeutendsten barocken Sakralbauten im Nordwesten Deutschlands.
Foto: AP/Martin MeissnerDüsseldorf · Vom Jan-Wellem-Mausoleum bis zum Bilker Bunker, über die Geschichte Nordrhein-Westfalens oder dem ältesten Trinkwasserbrunnen der Stadt – am 13. September werden Führungen und Veranstaltungen an zahlreichen historischen Orten und Bauwerken in Düsseldorf geboten.
In einer geschichtsträchtigen Stadt wie Düsseldorf findet man sie zuhauf: Denkmäler, die als Zeugnisse vergangener Epochen, Ereignisse oder Menschen stehen, die die Stadt in vielfältiger Weise geprägt haben. Am Sonntag, 13. September, stehen sie nicht nur in Düsseldorf im Mittelpunkt. Denn zum Tag des offenen Denkmals öffnen bundesweit historische Gebäude ihre Pforten und laden Interessierte zur Erkundung ein.
Für die Landeshauptstadt hat das Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege im Bauaufsichtsamt ein Programm zusammengestellt, bei dem haupt- und ehrenamtliche Akteure an 40 Orten, Gebäuden oder Wegen überall in Düsseldorf spannende Führungen und interessante Einblicke bieten, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen sollen. Die Teilnahme ist kostenlos, oftmals ist jedoch eine Anmeldung nötig. Wir stellen einige Highlights aus dem Programm vor.
Die zwischen 1622 und 1629 errichtete Dominikanerkirche St. Andreas in der Altstadt ist allein schon aufgrund ihrer prächtigen Stuckdekoration einen Besuch wert. Sie zählt zudem zu den bedeutendsten barocken Sakralbauten im Nordwesten Deutschlands. Zwischen 12 und 15 Uhr kann die Kirche am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden, dabei steht auch die Grablege des Hauses Pfalz-Neuburg mit dem Prunksarkophag von Kurfürst Jan Wellem offen. Kirchenführer zeigen zwischen 13 und 15 Uhr zudem die Schatzkammer von St. Andreas. Und wer möchte, kann um 16 Uhr noch ein Orgelkonzert in der Kirche genießen.
Andreasstraße 10, geöffnet von 12 bis 15 Uhr
Bis 1999 diente die Villa Horion am Johannes-Rau-Platz als offizieller Sitz der Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens.
Foto: Bretz, Andreas (abr)Vor 80 Jahren wurde Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Entwicklung des Bundeslandes, von den Anfängen 1946 bis zur Gegenwart, wird unter anderem in der Villa Horion thematisiert. Im ehemaligen Sitz der Ministerpräsidenten am Johannes-Rau-Platz können Besucher bei einer Führung durch die Ausstellung in vier Räumen die Geschichte Nordrhein-Westfalens nachvollziehen. Angeboten wird diese jeweils um 12 und 15 Uhr und ist auf 20 Personen begrenzt, weshalb um eine Anmeldung per E-Mail an besucherservice@hdgnrw.de gebeten wird. Darüber hinaus können Interessierte um 11 Uhr und 14 Uhr an einem Spaziergang entlang des Mannesmannufers an zentralen politischen Gebäuden der Landesgeschichte teilnehmen. Ausgangspunkt des Spaziergangs ist der Behrensbau.
Treffpunkt ist am Johannes-Rau-Platz 1
Im historisch erhaltenen Schumannhaus an der Bilker Straße 15 lebten einst Clara und Robert Schumann. Heute wird dort das Leben und Wirken des berühmten Musikerehepaars gezeigt.
Foto: Bretz, Andreas (abr)In den ersten beiden Etagen an der Bilker Straße 15 lebten Clara und Robert Schumann. Das Gebäude ist in seiner historischen Bausubstanz bis heute erhalten geblieben und beherbergt seit 2023 ein Museum, das sich mit der Geschichte und dem Wirken des berühmten Musikerehepaares befasst. Mehr darüber erfahren können Interessierte bei einer Führung um 15 Uhr, zu der um eine Anmeldung an schumannhaus@duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211 89 24280 gebeten wird. Geöffnet hat das Schumann-Haus am Tag des offenen Denkmals von 12 bis 18 Uhr.
Bilker Straße 15, von 12 bis 18 Uhr geöffnet
Der Hochbunker an der Aachener Straße 39 wurde einst für den zivilen Luftschutz errichtet. Heute dient er unter anderem als Kulturort in Bilk.
Foto: Marc Ingel1942 wurde er errichtet, um den Bilkern Schutz vor den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs zu bieten. Immer wieder sollte er abgerissen werden, was eine Bürgerinitiative verhinderte. Heute dient der Hochbunker an der Aachener Straße 39 vor allem als Kulturort und hat sich zu einem dynamischen Zentrum im Stadtteil entwickelt. Zwischen 14 und 18 Uhr kann der Bilker Bunker besichtigt werden, um 14 und 16 Uhr werden Führungen angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung unter www.rausgegangen.de/events/fuhrung-zum-tag-des-offenen-denkmals-4/ ist nötig.
Aachener Straße 39, von 14 bis 18 Uhr geöffnet
Die historische Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth diente in der Vergangenheit auch immer wieder als Ort für besondere Events (Archivfoto).
Foto: Anne Orthen (orth)Eines der ältesten Denkmäler der Stadt liegt ganz im Norden: Die Kaiserpfalz in Kaiserswerth diente ab 1174 als Residenz von Kaiser Friedrich Barbarossa, wenn dieser im Rheinland weilte. Zum Tag des offenen Denkmals laden der Förderverein „Kaiserpfalz Kaiserswerth“ und die Düsseldorfer Stadtführer dazu ein, die Pfalz wie auch das Diakonische Werk und den historischen Ortskern Kaiserswerths zu erkunden. Die Führungen finden jeweils um 11, 13 und 15 Uhr statt. Treffpunkt ist am didaktischen Modell nahe dem Eingang zum Burghof.
Burgallee 1, von 10 bis 18 Uhr geöffnet
Das Rathaus in Eller war einst Sitz der eigenständigen Gemeinde. Heute tagt dort die Bezirksvertretung 8.
Foto: Marc IngelAb 1900 wurde das Rathaus Eller als Verwaltungssitz der damals selbstständigen Gemeinde errichtet. Diese Funktion hat es noch heute, wenngleich Eller seit 1909 Teil der Stadt Düsseldorf ist. Die Bezirksvertretung 8 lädt bei zwei Führungen dazu ein, den historischen Backsteinbau zu besichtigen. Angeboten werden diese um 14 und 15 Uhr.
Gertrudisplatz 8, von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet
In Urdenbach steht der älteste erhaltene Trinkwasserbrunnen der Stadt – und soll zum Tag des offenen Denkmals geöffnet werde.
Foto: Wolfgang KeilIm Süden der Stadt befindet sich der älteste erhaltene Trinkwasserbrunnen Düsseldorfs. Zum Tag des offenen Denkmals wird er vom Allgemeinen Bürgerverein Urdenbach geöffnet.
Das ermöglicht einen Blick in rund 7,60 Meter Tiefe, aus der die Bewohner Urdenbachs einst durch Ton und Sand gefiltertes Wasser schöpften. Wegen seiner bauhistorischen und volkskundlichen Bedeutung ist der runde Backsteinbau seit vielen Jahren in der Denkmalliste eingetragen.
Angerstraße 69, von 11 bis 16 Uhr geöffnet
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