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How To Lead · Aug 27, 2021

Eine neue Sicht auf Probleme & ein Song

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Elena Mertel · How To Lead

Den Blick auf die Dinge zu richten, die du selbst beeinflussen kannst, ist häufig gar nicht so einfach. Der Job füllt mich nicht aus, aber wie gehe ich die nächsten Schritte? Mein Bauch sagt mir, ich sollte was verändern, aber wie? Wo fängt meine Verantwortung an und wo hört sie auf?

In meinen letzten Rollen war ich in Schnittstellen-Positionen. Als Bindeglied zwischen Geschäftsführung, HR, New Business & Co. bestand meine Aufgabe häufig darin, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu verhandeln. In der Praxis hieß das: Ein kontinuierlicher Drahtseilakt zwischen Zuhören und Handeln. Den Zielen der einen Gruppe und den Bedenken der anderen. Ein ständiges Austarieren zwischen den vorhandenen Rahmenbedingungen und Ressourcen, dem Druck von Außen und meinen eigenen Ideen, Visionen und Vorstellungen, wie es besser ginge.

Ohne den Circle of Influence (auf deutsch etwa: dein Einflussbereich, Wirkkreis), hätte ich diese Zeit vermutlich nicht so gut überstanden. Das Modell von Stephen Covey lenkt den Blick auf die Dinge, die du selbst proaktiv beeinflussen kannst. Zum Beispiel deine Haltung, dein Handeln oder deine Reaktion.

Wenn du beginnst daran zu glauben, dass du für alles, was in deinem Leben geschieht die Verantwortung hast, tust du alles, um die Umstände so zu ändern, dass du gut mit ihnen leben kannst. Auch wenn deine Kolleg:innen noch so doof sind, deine Chef:in dir nicht die Anerkennung gibt, die du verdienst, liegt es in deiner Verantwortung wie du diese Ereignisse interpretierst, wie du darauf reagierst oder ob du dir Unterstützung suchst. Ob du es magst oder nicht, du spielst immer eine aktive Rolle bei allem, was dir widerfährt.

Eigentlich ein ziemlich befreiender Gedanke, findest du nicht?

Auch die britische Ökonomin Kate Raworth, von der viele von euch schon bestimmt schon gehört haben, wirft einen neuen Blick auf Probleme. Mit ihrer Donut-Ökonomie entwirft sie eine neue Erzählung darüber, was “gutes Wirtschaften” ist. Der Kerngedanke: Statt weiterhin die Idee zu verfolgen, dass mehr = besser ist, attestiert Raworth, dass wir als Gesellschaft und Individuen eine Wirtschaft brauchen, die unser Wohlergehen fördert – unabhängig davon, ob sie wächst oder nicht. Demnach ist eine ideale Wirtschaft aufgebaut wie ein Donut: Der innere Ring steht für das Minimum an Grundrechten (Zugang zu Nahrung, Teilhabe an politischen Entscheidungen, sozialer Frieden). Der äußere Ring steht für die Grenzen der Natur, die wie bewahren müssen, um als Spezies überhaupt überlebensfähig zu sein. Ideal wäre nun ein Zustand im “Teigbereich”. Also ein ein Zustand, der das Wohlergehen der Menschen sichert und dabei den Rahmen unserer Ressourcen anerkennt.

Auf welches Problem wirfst du heute mal einen neuen Blick?

Ein Gute-Laune-Song, der mir in Uni-Zeiten und nach durchzechten Nächten immer eine neue Sicht auf meine (Liebes-)Probleme ermöglicht hat, ist von Lovebirds. Diese Woche wiedergefunden.

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Wer macht mit?

Habt ein schönes Wochenende.

Eure Elena

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