Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Ausgabe von Post von DARI.
Diesmal aus dem John & Will Hotel in Bremen. Nicht mehr aus irgendeiner Stadt auf der Arena-Tour, sondern aus der Heimatstadt meiner Frau – auf dem Weg zurück nach Köln. Wir waren auf der Insel Usedom zu einem Event eingeladen und haben die über achtstündige Autofahrt einfach in zwei entspannte Etappen aufgeteilt. Tut auch mal gut :-)
WAS GEHT?
Wie du wahrscheinlich mitbekommen hast, war ich knapp vier Wochen mit Ben Zucker auf Arena-Tour durch Deutschland unterwegs. 18 Shows in 24 Tagen – und ich habe zum ersten Mal in einem Nightliner gelebt.
Ich nehme dich einfach mal mit durch einen typischen Tourtag, damit du ein Gefühl bekommst, wie das Ganze wirklich abläuft. Der erste Tag war im Grunde der Blueprint für alle anderen Shows.
Wir sind am Abend vor der ersten Show in den Nightliner gestiegen, haben geschlafen – und wurden währenddessen von unserem Busfahrer Juan nach Lüneburg gefahren. Morgens angekommen ging’s direkt raus aus dem Bus und rein in die Arena. Erstmal alles anschauen, ankommen, frühstücken und dann unseren Anhänger mit Equipment und Merch ausladen.
Danach hatten wir meistens ein bisschen Zeit für uns, bevor es um 12:30 Uhr in die Teambesprechung ging. Von 13 bis 15 Uhr gab es Mittagessen – wirklich richtig gutes Catering – und danach begann so langsam die Vorbereitung auf Soundcheck und Show.
Steffen hat in Ruhe sein Schlagzeug hinter der Bühne aufgebaut, Dominik seine Instrumente vorbereitet. Ich habe mich um meine Stimme gekümmert, Banner mit QR-Codes für meine Tickets vorbereitet und dann immer wieder Zeit mit Ben verbracht. Wir haben viel gequatscht, ein bisschen gefachsimpelt und sehr oft einfach über Fußball geredet :-)
Gegen 16:30 Uhr ging es dann für uns auf die Bühne zum Soundcheck. Alles aufbauen, verkabeln, durchspielen – das Ganze hat meistens 45 bis 60 Minuten gedauert.
Mit dabei waren immer:
Peter, mein Monitormann, der für unseren Sound auf der Bühne verantwortlich war
und Fabian, mein Produzent und Songwriting-Partner, der vorne am FOH (also am Mischpult) den Sound fürs Publikum gemacht hat.
Nach dem Soundcheck bin ich entweder nochmal zu Ben in die Kabine und wir haben ein bisschen entspannt oder ich bin direkt zum Abendessen gegangen – das hing immer davon ab, wie schnell wir durch waren.
Abendessen gab es zwischen 18 und 20 Uhr. Ich habe meistens direkt um 18 Uhr eine Kleinigkeit gegessen, damit es zur Show gut passt.
Danach wurde es langsam ernst: duschen, fertig machen, Bühnenoutfit anziehen.
Und dann kommt einer meiner Lieblingsmomente: Ich hole mir nochmal Umarmungen und ein paar Worte vom Team – und um 19:15 Uhr treffen wir uns als kleine Crew hinter der Bühne, bilden einen Kreis und pushen uns gemeinsam. (Und nur zur Einordnung: Mit „wir“ meine ich immer meine eigene Band und Crew.)
Um 19:25 Uhr war dann Stagetime. Eine Band startet das Intro – und dann gehe ich raus. 35 Minuten Vollgas.
Nach der Show ging alles super schnell. Wir hatten oft nur 5–7 Minuten, um alles von der Bühne zu räumen, weil der Zeitplan ziemlich eng war. Das lag auch daran, dass Ben mir die Möglichkeit gegeben hat, möglichst spät zu spielen, damit wir vor vollem Haus auftreten können. Dafür mussten wir danach einfach extrem effizient sein.
Während Ben dann gespielt hat, bin ich meistens schon Richtung Merchstand gegangen. Und dort ging’s jedes Mal richtig ab. Viele Menschen, viele Gespräche, Fotos, Autogramme – und ganz viele, die sich Tickets, Merch oder CDs mitgenommen haben. Das war jedes Mal ein sehr besonderer Moment für mich.
Danach ging’s zurück in den Bus. Noch ein bisschen snacken, runterkommen und dann einfach ins Bett fallen. Und meistens so gegen 2 Uhr nachts sind wir dann schon wieder zur nächsten Stadt weitergerollt.
Und am nächsten Tag ging alles wieder von vorne los.
WAS IST NEU?
Eigentlich alles.
Der Ablauf.
Das Reisen.
Die Intensität der Shows.
Die wenigen freien Tage.
Die Verantwortung gegenüber meiner Crew.
Und ja – auch der Druck, jeden Abend abzuliefern.
Ist mir das gelungen? Ich glaube schon.
Jedes Konzert hatte eine unglaublich besondere Energie. Die Stimmung war krass, die Hallen voll – und am Merchstand standen jeden Abend Menschen, die sich wirklich für meine Musik interessiert haben.
Wir haben Tickets für meine erste eigene Tour verkauft, das Team war happy, Ben war happy – und ich stand jeden Abend auf der Bühne und hatte dieses Gefühl: Genau hier gehöre ich hin.
Ich bin unendlich dankbar für diese Chance und werde das alles niemals vergessen.
WAS IST SPANNEND?
Die letzten 32 Shows habe ich vor mindestens 2.000 Menschen gespielt – meistens vor deutlich mehr. Das ist nicht normal für einen Künstler meiner Größe.
Und jetzt wird es spannend.
Jetzt geht es wieder zurück in meine eigene Realität:
Weniger Shows.
Weniger Publikum.
Dafür längere Sets.
Und genau das ist die Herausforderung.
Im Herbst spiele ich meine erste eigene „Better Love“ Headliner-Tour. Das bedeutet: Menschen kommen nur wegen mir. Nicht als Support, nicht als Teil von etwas anderem – sondern nur für meine Musik.
Das ist eine komplett neue Situation und bringt natürlich auch eine andere Erwartung mit sich.
Aber ich freue mich total darauf.
Und ich weiß, dass ich das mit deiner Unterstützung schaffen werde.
Wenn du noch kein Ticket hast, dann schnapp dir gerne eins. Ich brauche dich :-)
WAS KOMMT?
Wir planen gerade noch ein kleines, nachträgliches Arena-Special für dich.
Außerdem wird es in absehbarer Zeit neue Musik geben und wir arbeiten schon an neuem Merch.
Und wenn du mein Album „Better Love“ inklusive Magazin noch nicht hast, dann schau da unbedingt mal rein. Da ist extrem viel Liebe reingeflossen und auf Tour kam das richtig gut an. Ein paar Restexemplare haben wir noch im Shop.
Das war’s erstmal.
Ich hoffe, dir hat’s gefallen – und wir lesen und hören uns in 14 Tagen wieder.
Bleib gesund und pass auf dich auf.
Dein DARI

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