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PC-WELT · Aug 20, 2026

Schnelltest: Wurde Ihr Paypal gehackt?

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Florian Kastner · PC-WELT

Unbekannte Abbuchung oder gesperrter Zugang? So erkennen Sie in Minuten, ob Ihr Paypal-Konto gehackt wurde (und was in diesem Fall zu tun ist).

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Rund 11 Prozent der Internetnutzer in Deutschland waren laut BSI-Cybersicherheitsmonitor 2026 allein im Vorjahr von einer Straftat im Internet betroffen – 14 Prozent davon durch Fremdzugriffe auf Online-Accounts. Bezahldienste wie Paypal stehen dabei besonders im Fokus von Betrügern. Wie Sie erkennen, ob auch Ihr Paypal-Konto betroffen ist, zeigt dieser Schnelltest.

Die wichtigsten Warnsignale: Das sollten Sie zuerst prüfen

Nicht jede ungewöhnliche Kontobewegung bedeutet automatisch einen Hack. Aber diese Anzeichen sollten Sie aufhorchen lassen:

  • Unbekannte Transaktionen im Verlauf sind das eindeutigste Signal. Öffnen Sie in Ihrem Paypal-Konto unter “Aktivitäten” die Transaktionshistorie und prüfen Sie die letzten Einträge. Zahlungen an unbekannte Empfänger oder Beträge, an die Sie sich nicht erinnern, sind ein ernstes Warnsignal.
  • Ihr Passwort funktioniert nicht mehr. Kriminelle ändern nach einem Einbruch oft als erstes das Passwort, um den eigentlichen Kontoinhaber auszusperren. Wenn Ihr gewohntes Passwort plötzlich abgelehnt wird, ohne dass Sie es selbst geändert haben, handeln Sie sofort.
  • Sie erhalten Bestätigungs-E-Mails für Aktivitäten, die Sie nicht ausgelöst haben. Dazu gehören Login-Benachrichtigungen von fremden Geräten oder Standorten, Passwort-Reset-Anfragen, die Sie nie gestellt haben, oder E-Mails über hinzugefügte Zahlungsmittel.
  • Unbekannte Geräte im Account. Klicken Sie in Paypal auf das Zahnrad-Symbol oben rechts, öffnen Sie “Sicherheit” und klicken Sie neben “Logins verwalten” auf “Verwalten”. Taucht dort ein Smartphone, Computer oder Browser auf, den Sie nicht kennen, hat sich jemand anderes in Ihr Konto eingeloggt.
  • Unerwartete SMS-Codes. Erhalten Sie einen 2FA-Code, obwohl Sie sich gerade nicht bei Paypal anmelden? Das bedeutet, jemand kennt Ihr Passwort und versucht sich einzuloggen.

Sie haben noch Zugriff: Diese Schritte sind jetzt entscheidend

Falls Sie sich noch in Ihr Konto einloggen können, handeln Sie so schnell wie möglich. Jede Minute zählt.

Schritt 1: Passwort sofort ändern

Öffnen Sie Paypal direkt über den Browser. Klicken Sie in Ihrem Konto auf das Zahnrad-Symbol oben rechts und dann auf “Sicherheit” und „Passwort“. Ändern Sie das Passwort sofort auf ein neues, sicheres Passwort mit mindestens 16 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Verwenden Sie dieses Passwort nur für Paypal.

Tipp: Falls Sie Ihre Passwörter bisher noch nicht mit einem Passwortmanager verwalten, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.

Paypal Passwort ändern

Sofern Sie noch auf Ihr Konto zugreifen können: Ändern Sie sofort Ihr Passwort (eines, das Sie ausschließlich für Paypal verwenden).

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Schritt 2: Alle aktiven Sitzungen beenden

Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol, dann auf “Sicherheit” und neben “Logins verwalten” auf “Verwalten”. Hier sehen Sie alle aktiven Anmeldungen mit Gerät, Standort und Zeitstempel. Entfernen Sie alle Einträge, die Sie nicht kennen.

Schritt 3: Verknüpfte Zahlungsmethoden prüfen

Öffnen Sie in der oberen Navigation “Wallet”, prüfen Sie alle hinterlegten Bankkonten und Kreditkarten und entfernen Sie alles, was Sie nicht selbst hinzugefügt haben. Prüfen Sie anschließend, welche Händler dauerhaft über Ihr Konto abbuchen dürfen: Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol, dann auf “Zahlungen” und öffnen Sie etwas weiter unten “Zahlungen im Einzugsverfahren”.

Taucht dort ein unbekannter Eintrag auf, klicken Sie ihn an, wählen Sie “Kündigen” und bestätigen Sie mit “Zahlungen im Einzugsverfahren stornieren”. Informieren Sie außerdem Ihre Bank, falls Ihre Kreditkarte oder Ihr Girokonto mit dem kompromittierten Konto verbunden ist.

Schritt 4: Nicht autorisierte Transaktionen melden

Jede Zahlung, die Sie nicht selbst ausgelöst haben, können Sie im Konfliktlösungscenter anfechten. Klicken Sie in der oberen Navigation auf “Hilfe” und weiter unten auf “Konfliktlösungen”. Dort wählen Sie die Transaktion aus, die Sie anfechten möchten, und klicken auf “Weiter”. Wählen Sie anschließend “Ich möchte einen unbefugten Kontozugriff melden” und folgen Sie den Anweisungen.

Paypal KI Assistent

Der Paypal KI Assistent (Chatbot) in Ihrem Konto hilft Ihnen weiter, wenn Sie eine unautorisierte Transaktion melden möchten. 

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Alternativ klicken Sie in “Aktivitäten” auf die verdächtige Transaktion, wählen “Hilfe erhalten” und melden die Transaktion über den Paypal-KI-Assistenten als nicht autorisiert. Paypal bearbeitet solche Fälle in der Regel innerhalb von 10 Tagen und erstattet das Geld zurück, sofern Sie die Transaktion innerhalb von 180 Tagen nach der Abbuchung melden.

Schritt 5: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Falls noch nicht geschehen: Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol, dann auf “Sicherheit” und anschließend auf “Zweistufige Verifizierung”. Damit kann sich niemand ohne Ihren Bestätigungscode einloggen, selbst wenn das Passwort bekannt ist. Was genau dahintersteckt, erklärt unser 2FA-Ratgeber. Noch sicherer ist ein Passkey, den Paypal ebenfalls unter “Sicherheit” anbietet. Damit entfällt das Passwort ganz.

Kein Zugriff mehr: So kommen Sie wieder in Ihr Paypal-Konto

Wenn das Passwort nicht mehr funktioniert, hat der Angreifer Sie bereits ausgesperrt. Handeln Sie in dieser Reihenfolge:

  1. Klicken Sie auf der Login-Seite auf “Passwort vergessen?” und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Paypal schickt Ihnen dann einen Reset-Link an diese Adresse. Wenn der Angreifer auch Ihre E-Mail-Adresse geändert hat, müssen Sie den Paypal-Kundendienst direkt kontaktieren. Am schnellsten geht das über www.paypal.com/de/cshelp/personal oder telefonisch unter der kostenlosen Hotline 0800 723 4500 beziehungsweise der Festnetznummer 069 945189832.
  2. Halten Sie dabei Ihre persönlichen Daten bereit: Geburtsdatum, letzte Kontoaktivitäten, Zahlungsinformationen. Mit diesen Angaben kann Paypal Ihre Identität prüfen und den Zugriff wiederherstellen.
  3. Erstatten Sie außerdem Anzeige bei der Polizei. Das klingt nach bürokratischem Aufwand, ist aber wichtig: Für eine Rückbuchung über die Bank oder spätere rechtliche Schritte brauchen Sie oft eine Vorgangsnummer.

So schützen Sie Ihr Konto dauerhaft

Ein gehacktes Konto ist ärgerlich. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen beziehungsweise Regeln beachten:

  • Verwenden Sie für Paypal ein Passwort, das Sie nirgends sonst nutzen. Ein Passwortmanager wie Bitwarden oder 1Password hilft dabei, sich das nicht merken zu müssen.
  • Aktivieren Sie in Ihrem Konto unter Einstellungen (Zahnrad) → Sicherheit die “Zweistufige Verifizierung”. Noch besser: Richten Sie einen Passkey ein. Dann können Angreifer selbst mit Ihrem Passwort nichts anfangen.
  • Paypal schickt Ihnen niemals E-Mails mit Aufforderungen, über einen Link Ihr Passwort einzugeben. Gehen Sie im Zweifel immer direkt über paypal.de in die Einstellungen und nie über E-Mail-Links. Die häufigsten Phishing-Warnsignale in E-Mails zeigt Ihnen unser Ratgeber.
  • Vermeiden Sie Logins über offene Netzwerke in Cafés, Hotels oder auf Bahnhöfen, denn diese sind ein Einfallstor für Angreifer. Verwenden Sie dort stattdessen ein VPN oder loggen Sie sich über Ihren mobilen Datentarif ein.
  • Ihr E-Mail-Konto ist der Schlüssel zu allem. Wenn Angreifer Zugriff auf Ihre E-Mails haben, können sie bei praktisch jedem Online-Dienst das Passwort zurücksetzen. Sichern Sie deshalb auch Ihr E-Mail-Konto mit einem starken, einzigartigen Passwort und 2FA ab.

Wenn Sie sich fragen, ob Paypal nach allem noch der richtige Bezahldienstleister für Sie ist: Unser großer Vergleich zwischen Paypal, Wero und Klarna hilft Ihnen bei der Entscheidung.

vgwort

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