Der SV Darmstadt 98 wird am Sonnabend nach Jena reisen und in einem Hotel in der Saalestadt übernachten. Für Trainer Florian Kohfeldt ist es das zweite Gastspiel im DFB-Pokal beim FC Carl Zeiss Jena: Er gewann mit dem SV Werder Bremen während der Corona-Pandemie mit 2:0.
„Für uns ist klar, dass wir auf einen Gegner treffen, der eine sehr gute letzte Regionalliga-Saison gespielt hat und den wir jetzt auch intensiv beobachtet haben“, sagte Kohfeldt auf der Pressekonferenz. „Sie spielen mit einer relativ klaren Idee, sind aber durchaus bereit, diese auf den jeweiligen Gegner anzupassen.“ Grundsätzlich agiere Jena mit einer Viererkette, habe aber zum Beispiel im Auswärtsspiel in Babelsberg auch mit einer Dreierkette gespielt. Darmstadt habe sich im Training auf beide Varianten vorbereitet.
Florian Kohfeldt sieht beim FC Carl Zeiss Jena Ambitionen auf die dritte Liga
„Sie haben einige Spieler dabei, die bereits in der dritten Liga gespielt haben, aber auch Akteure, die gerade im Jugendbereich als absolute Top-Talente galten“, sagt Kohfeldt und nennt Abwehrchef Sören Reddemann als Beispiel. „Es ist also eine Mannschaft, die auf jeden Fall Ambitionen hat und bei der es nach außen so wirkt, als wolle sie die Regionalliga perspektivisch in Richtung dritte Liga verlassen“, fasst der Trainer die Erkenntnisse zusammen. „Ich finde, dass sie eine gute Mischung aus Ballbesitzspiel und dem Überspielen von Linien haben. In der Liga stehen sie grundsätzlich eher für ein höheres Anlaufen. Ob sie das gegen uns genauso machen werden, wird man sehen.“
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Kohlfeldt äußerte Vorfreude auf das Stadion, das er mit der Bremer Jugend häufiger besucht hat. Inzwischen steht die Fußballarena, von der er viel Positives gehört habe. Dort wird Schiedsrichter Wolfgang Haslberger das Pokalspiel am Sonntag um 15.30 Uhr anpfeifen.
Skurrile Pressekonferenz zur Corona-Zeit: Dirk Kunert (links), damals Trainer des FC Carl Zeiss Jena, und Florian Kohfeldt, damals Trainer des SV Werder Bremen. Journalisten durften nicht in den Raum, sondern mussten ihre Fragen per WhatsApp übermitteln.© Tino Zippel
Nach einem Punkt aus zwei Spielen in der zweiten Bundesliga benennt der Fußballlehrer klar die Baustellen. „Wenn wir auf die zweite Liga schauen, haben wir in beiden Spielen die wenigsten Torchancen aller Mannschaften zugelassen, gleichzeitig aber auch selbst die wenigsten Torchancen aller 18 Mannschaften herausgespielt.“
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Darmstadt muss auf fünf Spieler verzichten. Luca Marseiler, Fabian Nürnberger und Merveille Papela sind langzeitverletzt. Fynn Lakenmacher fehlt aufgrund von Adduktorenproblemen und Matej Maglica ist nach seinem Platzverweis in der Vorsaison beim SC Freiburg gesperrt.

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