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Berlin · Mar 4, 2018

Tour 098: Wanderung zum Hubertussee (ca. 9 km)

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Tino Eberl · oekologisch-unterwegs.de

Grüne Wiese mit Bäumen im Hintergrund bei bewölktem Himmel.Nördlich von Frohnau gibt es ein kleines bundeslandüberschreitendes Waldgebiet zwischen Bergfelde (BRB), Hohen Neuendorf (BRB), Frohnau (BLN) und Glienicke/Nordbahn (BRB). Der Forst ist ein Mischwald, der von dutzenden kleiner Waldwege durchzogen ist. Die Anwohner der umliegenden Gemeinden gehen hier spazieren, joggen oder Gassi. Das Gebiet hat einen hohen Naherholungswert. In diesem Gebiet trifft man mehrmals auf den Mauerradweg. Die Anreise erfolgte mit der Berliner Buslinie 125 bis zur Endhaltestelle "Invalidensiedlung".

Die unfassbar langen 9 km wurden in zwei Etappen gewandert. Ernsthaft. laughing Das lag daran, dass ich beim ersten Mal mit dem Fahrrad dort war und nebenbei noch Heilkräuter sammeln wollte. Letztendlich habe ich dann aber mit Fotografieren und Sammeln so viel Zeit verdaddelt, dass ich die Runde gar nicht geschafft habe. Obendrein sind nicht alle Wege fahrradtauglich, so dass ich dann eh keine Lust mehr hatte, das Rad zu schieben. Beim zweiten Mal bin ich dann komplett gewandert. smile

Von der Bushaltestelle geht es zunächst nach Westen auf den Mauerradweg und dann nach links. Die Wanderrunde wurde entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gelaufen. Die Feld- und Heidelandschaft wechselt nach Süden hin schnell in den Wald. Man landet im Frohnauer Norden an der Straßenkreuzung B96/Schönfliesser Strasse/Zeltinger Strasse, auch bekannt als Am Pilz. Hier steht nämlich ein großer Schutzpilz. Man folgt der Schönfliesser Strasse nach Osten, bis es wieder in den Wald geht. Hier erreicht man - zumindest lt. Karte - den Aussichtspunkt Charow. Der ist aber keiner mehr, weil der ehemalige wüstenartige (Sandboden und baumfrei) Mauerstreifen schon weitgehend zugewachsen ist.

Durch den Wald geht es weiter "auf" die Loreleiberge. Die waldige Hügellandschaft mit ihren 63m Höhe bietet leider keinen Aussichtspunkt. Wenn man sich leise verhält und außerhalb der "Ausflugszeiten", kann man durchaus mal einen Schwarm Blaumeisen beobachten oder ein Reh oder einige Wildschweine. Das ist aber schon Glücksache.

Weiter nach Osten erreicht man das Kindelfliess. Hier war es ziemlich menschenleer, dafür trifft man u.U. mehr Mücken. Das Fließ ist naturbelassen und urig. Zwischendrin stehen sehr alte knorrige Bäume. Das eine oder andere Bächlein rinnt quer zum Weg. Auf den Feuchtwiesen wachsen viele Heilkräuter, wie Breitwegerich, Vogelmiere, Brennnesseln und Gänsefingerkraut. Obwohl sich das Gebiet sehr stadtnah am Lärm befindet, hat man hier eine Oase der Ruhe und Entspannung.

Es führen zwei Pfade durch einen schmalen Waldstreifen entlang am Kindelfliess. Einer am Waldrand zum Feld hin und einer am Waldrand zum Fliess. Ich habe den Pfad am Fliess in nördlicher Richtung gewählt, entlang am verlandeten Moor. Der Baumbestand besteht hier überwiegend aus Laubbäume wie Traubenkirschen, Eichen, Buchen und Ahorn. Im Sommer und Spätherbst säumen große Goldrutenfelder den Wegrand und strahlen in der Sonne.

Am Ende vom Fließ erreicht man den Hubertussee. Hier trifft man auch wieder auf ein Stück Mauerradweg, der in diesem Bereich eine alte Kopfsteinpflasterstraße ist. Direkt am See verläuft ein kleiner kurzer Uferweg.

Am See fand sich eine Bank zum Rasten. Ansonsten waren auf der Route leider keine Rastmöglichkeiten. Der See ist im Privatbesitz und naturbelassen. Ob man hier Ruhe zum Verweilen findet, hängt von der Menge der Spaziergänger bzw. Radfahrer ab. Zum Zeitpunkt der Wanderung waren nur ein paar Gassigeher unterwegs und die Bank war frei.

Weiter ging es nach Norden durch den Wald bis an den Siedlungsrand von Bergfelde. Hier biegt die Route nach Westen ab und führt durch den Wald zum Gewerbegebiet Hohen Neuendorf. Dort verläuft auch rechter Hand die S-Bahn-Linie. Die Wanderung biegt direkt bei Erreichen der Straße vor dem Gewerbegebiet links in einen Pfad am Waldrand ein. Dieser Pfad führt um das Gewerbegebiet herum. Der "Eingang" war etwas tricky zu finden und ich bin erst daran vorbei gelaufen. undecided Man trifft nach einer Weile wieder auf den Mauerradweg (Klarastraße, Utestraße). Dem Radweg folgt man und überquert schließlich nochmals die B96. Auf der anderen Straßenseite geht es gleich im Wald weiter (Kniggeweg) und man läuft in einem großen Linksbogen wieder zurück zur Bushaltestelle.

Zuletzt gewandert: 03.05.2016, 21.09.2017
Länge: ca. 9 km
Wanderzeit: ca. 2:30 h ohne Pausen
Typ: Rundkurs entgegen Uhrzeigersinn
Routenverlauf: Bus 125 Endhaltestelle "Invalidensiedlung" - Am Pilz - Loreleiberge - Kindelfliess - Hubertussee - Mauerradweg - Bus 125 Endhaltestelle "Invalidensiedlung"
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Moorlandschaft, ackergeprägte Kulturlandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Ortsstraße (mit Gehweg)
Ortsstraße (ohne Gehweg)
Gehweg
getrennter oder gemeinsamer Geh- und Radweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, Beton, verdichteter Sand/Kies, wurzeldurchsetzter Waldweg
GPX-Track zum Download: 098_wanderung_zum_hubertussee_berlin-frohnau.gpx

Kartenüberblick:

Karte für Tour 098: Wanderung zum Hubertussee

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 098: Wanderung zum Hubertussee

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