Heute, 06:51
Kevin Weber
Knapp 16 000 Personen sind in Deutschland in diesem Jahr durch Hitze gestorben
In diesem Jahr sind in Deutschland laut Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mitte August etwa 15 800 Personen durch Hitze gestorben. 9600 dieser Todesfälle entfielen auf die Extremhitze Ende Juni, wie das Institut in seinem aktuellen Wochenbericht mitteilte.
Weitere 4000 Sterbefälle seien auf die besonders hohen Temperaturen in den ersten zwei Augustwochen zurückzuführen. Der Bericht betrachtet den Zeitraum vom 6. April bis zum 16. August.
Dieses Jahr sind damit wesentlich mehr Menschen an Hitze gestorben als in den vergangenen mindestens zehn Jahren. Die mit Abstand höchsten Werte seit 2016 hatte das RKI im Jahr 2019 mit 7600 Hitzetoten und im Jahr 2018 mit 9500 Todesopfern registriert.
Die Zahlen der vergangenen Jahre variieren etwas im Vergleich zu früheren RKI-Angaben. Laut einer Sprecherin liegt das daran, dass die Schätzungen jeden Monat neu berechnet werden, auch für die vergangenen Jahre.
Gestern, 09:45
Leonie Charlotte Wagner
Feuer im Hohen Venn: Erster Verdacht zur Brandursache
Die Staatsanwaltschaft in Belgien ermittelt nach dem verheerenden Brandausbruch im Naturschutzgebiet Hohes Venn wegen fahrlässiger Brandstiftung. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Einsatz eines landwirtschaftlichen Geräts das Feuer verursacht haben, wie aus einer Mitteilung der Anklagebehörde von Dienstag hervorgeht. Diese Hypothese werde derzeit eingehend geprüft, hiess es.
Die Staatsanwaltschaft beauftragte demnach zwei Sachverständige für Brand- und für Fahrzeugtechnik mit Untersuchungen. Eine endgültige Ursache stehe aber bisher nicht fest. Die Ermittler gingen mehreren Hypothesen nach. Laut Mitteilung wird es mehrere Monate dauern, bevor die finalen Gutachten vorliegen.
Die Löscharbeiten im Hohen Venn dauern indes an. Während das Feuer im westliche

Grösstes Feuer in der Geschichte Belgiens: Die Brände im Hohen Fenn, Aufnahme vom 21.8.2026.
IMAGO/Didier Lebrun / ImagoMehr anzeigen
Dienstag, 25. Aug., 18:42
Inna Hartwich
Waldbrand am Stadtrand von Barcelona
Wegen eines Wald- und Buschbrandes am nördlichen Stadtrand von Barcelona haben die Behörden die Räumung der vordersten Häuserzeilen angeordnet. Grund sei die starke Rauchentwicklung, berichtet die Zeitung «La Vanguardia». Betroffen seien rund 25 Bewohner des Bezirks Torre Baró. Die restlichen Menschen dieses Viertels und des benachbarten Stadtteils Ciutat Meridiana wurden aufgerufen, wegen der Rauchentwicklung ihre Häuser nicht zu verlassen und Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Das Feuer war am Dienstagnachmittag aus bisher unbekannter Ursache in der Serra de Collserola ausgebrochen, einem waldigen und bergigen Gebiet, das unmittelbar an den Stadtteil Torre Baró grenzt. Mehrere Löschzüge mit 160 Brandbekämpfern sowie zwölf Löschflugzeuge und Helikopter seien im Einsatz, teilt die Feuerwehr auf der Plattform X mit. Bisher seien rund 35 Hektar verbrannt. Erst vor eineinhalb Wochen hatte es ganz in der Nähe bereits einen Waldbrand gegeben.
Montag, 24. Aug., 12:25
Jana Kehl
Weltmeere erreichen neue Höchsttemperatur
Die Weltmeere sind so warm wie noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1979. Die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur (SST) habe am vergangenen Samstag ihren höchsten jemals gemessenen Wert erreicht, teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mit.
Der Rekord sei am Samstag mit einer Temperatur von 21,1 Grad aufgestellt worden. Er sei ein Zeichen dafür, dass der Ozean zunehmend unter Druck stehe, teilte Copernicus mit. Mit dem anhaltenden Anstieg der Meerestemperaturen nähmen die Risiken für Ökosysteme und Küstengemeinden zu. Unter anderem würden extreme Wetterereignisse wahrscheinlicher, da der Ozean mehr Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgebe.
Sonntag, 23. Aug., 22:41
Natalie Mayroth
Klimaforscher warnt vor häufigeren Wetterextremen in Europa
Europa muss sich nach Einschätzung des deutschen Klimaforschers Stefan Rahmstorf wegen der starken Erwärmung des Kontinents künftig auf besonders viele Extremwetterereignisse einstellen. «Wir werden immer häufiger solche Hitzesommer erleben, solange wir nicht die Emissionen auf null bringen», sagte der Wissenschafter vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) der «Rheinischen Post».
Auch andere Extremwetterereignisse dürften zunehmen. Wo die Temperaturen besonders stark steigen, würden auch die Extreme stärker und häufiger, so Rahmstorf. Der Klimawandel werde zudem nicht automatisch stoppen, wenn die Emissionen sinken.
Sonntag, 23. Aug., 08:33
Yasmin Müller
40 Grad – Griechenland startet in heisse Woche
In Griechenland hat eine heisse Wetterphase begonnen, die voraussichtlich etwa eine Woche andauern werde. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Temperaturen werden örtlich auf bis zu 40 Grad Celsius steigen.
Wegen der extremen Trockenheit und starker Winde gilt in weiten Teilen Griechenlands eine hohe Waldbrandgefahr. In der Millionenstadt Athen wurden am Sonntag sieben klimatisierte Hallen von 9 Uhr bis 21 Uhr für Bürger geöffnet. Für herrenlose Tiere wurden zudem mehr als 130 Trinkstellen in der Stadt aufgestellt.
Freitag, 21. Aug., 17:56
Philipp Gollmer
Hunderte Menschen in Spanien wegen Waldbrand evakuiert
Die Behörden der spanischen Region Valencia haben wegen eines näher rückenden Waldbrandes die Evakuierung des Ortes Gátova angeordnet. Mehrere hundert Menschen sollten sich sofort Richtung Süden absetzen, lautet die Anordnung, die per automatischer Notfallbenachrichtigung auf alle Handys in dem Ort geschickt wurde.
Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten jedoch verdoppele, berichtet der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern ist zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen sind. Dichter Rauch liegt über dem kleinen Ort, wie ein hustender RTVE-Reporter berichtet.
Das Feuer im Naturpark der Sierra Calderona ist laut diesen Berichten durch einen Blitzeinschlag am späten Donnerstagabend ausgelöst worden.
Freitag, 21. Aug., 08:15
Jacqueline Lipp
Mehrere hundert Festnahmen in Griechenland
In Griechenland sind seit Jahresbeginn wegen fahrlässig oder vorsätzlich verursachter Brände über 300 Personen festgenommen worden. Es gehe um 272 Fälle von Fahrlässigkeit und 36 von Vorsatz, sagte Feuerwehrsprecher Giorgos Artopoios im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT. Erst kürzlich brach laut Angaben der Feuerwehr auf Kreta ein Waldbrand aus, nachdem ein Tourist in Waldesnähe grilliert hatte.
In Griechenland herrscht wie aufgrund der Trockenheit und starker Winde vielerorts Brandgefahr. In den kommenden Tagen werden in weiten Teilen des Landes Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet.

In Griechenland herrscht aufgrund der Trockenheit anhaltende Waldbrandgefahr.
Romanos Lioutas / ImagoFreitag, 21. Aug., 05:35
Jacqueline Lipp
Unwetterschäden im Bündner Calancatal
Im Calancatal haben Schlammlawinen zu Verkehrsbehinderungen geführt. Die Calanca-Strasse sei aufgrund von Erdrutschen zwischen der Abzweigung Castaneda und der Feuerwehrwache südlich von Arvigo gesperrt, teilt die Kantonspolizei Graubünden mit. Aus Sicherheitsgründen ist auch die Kantonsstrasse H13 zwischen Roveredo und Lostallo in beide Richtungen bis Freitagmittag gesperrt. Heute wird die Lage neu beurteilt.
Die Bewohner der am stärksten gefährdeten Gebiete seien informiert und evakuiert worden, so die Polizei weiter. Um wie viele Personen es sich handelt, teilt sie nicht mit. Noch unklar ist auch, wie gross die Schäden sind. In der Südschweiz werden am Freitag weitere kräftige Regenfälle erwartet.
Donnerstag, 20. Aug., 08:52
Jana Schmid
Autobahn im Tessin nach Starkregen überflutet
Starker Regen hat die Autobahn A2 im Raum Lugano unter Wasser gesetzt, wie das Nachrichtenportal tio.ch berichtet. Im Bereich einer Baustelle seien Wasser und Erde auf die Fahrbahn gespült worden. Der TCS warnt vor Verkehrsbehinderungen und Aquaplaning.
Nachdem das Hochdruckgebiet, das durch Hitze und Trockenheit hervorgerufen wurde, beendet ist, kommt es stellenweise zu starken Niederschlägen in der ganzen Schweiz.

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