Nach sechs Jahren im Exil: Prinz Harry und Meghan kehren laut Berichten nach Grossbritannien zurück
Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen laut britischen Medien noch in diesem Monat einen Umzug zurück in seine Heimat. König Charles III. soll erst am Sonntag von den Plänen erfahren haben.
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Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan im April Australien: Das Paar soll nach Grossbritannien zurückkehren wollen.
Jonathan Brady / AP
(dpa) Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen laut übereinstimmenden Medienberichten eine Rückkehr ins Vereinte Königreich. Mehr als sechs Jahre nach ihrem Umzug in den amerikanischen Gliedstaat Kalifornien will das Paar mit seinen Kindern noch diesen Monat zurückkehren, wie der «Daily Telegraph» und die «Sun» in der Nacht auf Donnerstag übereinstimmend meldeten. Laut den Berichten wird die Familie eine private Unterkunft ausserhalb Londons beziehen und die Kinder ab September dort zur Schule schicken.
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Auch andere britische Medien wie die BBC und die Nachrichtenagentur PA berichteten seither über die Rückzugspläne. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder des Königspalastes gab es zunächst nicht. Das hinderte die traditionell begeisterungsfähige britische Presselandschaft aber nicht an Schlagzeilen wie «Harry's coming home» (Harry kommt nach Hause) und «Megxit Bombshell» (Megxit-Hammer).
Die Royals seien zwar eingeweiht worden, hiess es in den Berichten, aber sehr kurzfristig: So habe König Charles III. erst am Sonntag vom geplanten Rückzug der Sussexes erfahren, deren Verhältnis zur Königsfamilie über viele Jahre als zerrüttet galt. Über die Möglichkeit, seine Enkel künftig wieder öfter zu sehen, sei er sehr erfreut, ist in der britischen Presse lesen. Auch Harrys Bruder Prinz William und seine Frau Kate seien inzwischen im Bilde.
Entscheidung gut sechs Jahre nach dem «Megxit»
Harry und Herzogin Meghan hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten distanziert und waren mit den beiden Kindern Archie und Lilibet, heute 7 und 5 Jahre alt, nach Kalifornien gezogen. Im vergangenen Jahr äusserte Harry den Wunsch nach einer Aussöhnung mit seiner Familie. Während eines Heimatbesuchs im September 2025 traf er seinen Vater Charles im Londoner Clarence House.
Im vergangenen Monat traf der Monarch die Familie seines entfremdeten Sohnes erstmals seit Jahren wieder, in seiner Residenz Highgrove in der englischen Grafschaft Gloucestershire. Archie und Lilibet hatten ihren Grossvater davor zuletzt 2022 gesehen. Auch Königin Camilla war dem Vernehmen nach beim jüngsten Treffen dabei.
Was dort besprochen wurde, ist nicht bekannt, laut dem «Telegraph» soll eine Rückkehr nach Grossbritannien aber nicht Thema gewesen sein. Der Palast beschrieb das Treffen danach als «private Familienangelegenheit». Generell soll sich der Draht zwischen Harry und Charles in den vergangenen Monaten verbessert haben, sie haben offenbar regelmässig telefoniert.
Kein Umzug für immer?
Sollten die Gerüchte stimmen, bleibt unklar, ob die Rückkehr aus Kalifornien dauerhaft oder nur auf Zeit geplant ist. Auch die Frage, welche Sicherheitsvorkehrungen für Adelsspross Harry und seine Familie künftig gelten sollen, ist wohl noch offen.
Harry hatte in der Vergangenheit zu verstehen gegeben, dass ausreichender Schutz für seine Frau und Kinder für ihn oberste Priorität habe und mangelnde Vorkehrungen gemeinsamen Reisen ins Königreich zeitweise entgegengestanden hätten. Den rechtlichen Anspruch auf höchste Schutzvorkehrungen hatten er und Meghan durch die Lossagung von den Royals verwirkt, in der Frage gab es diverse juristische Scharmützel.
Das Innenministerium reagierte in der Nacht auf Donnerstag jedoch zurückhaltend auf die Berichte und wollte zu etwaigem Polizeischutz für die designierten Rückkehrer keine Stellung nehmen. Am Donnerstag äusserte sich auch noch der britische Premiers Andy Burnham zur Causa. Megan und Harry sollen nach ihrer Rückkehr keinen staatlich finanzierten Personenschutz erhalten. Es handle sich um eine «private Angelegenheit», sagte Burnham. «Wir wünschen ihnen das Beste für die Schritte, die sie tun.»
Interessieren wird auch, wie es für die beiden beruflich weitergehen dürfte. Laut dem «Telegraph» möchte Meghan das angeblich florierende Geschäft mit ihrer eigenen Lifestyle-Marke weiterbetreiben. Harry wiederum hätte künftig wieder mehr Zeit, um sich seinen Stiftungen und Events für wohltätige Zwecke zu widmen. Geld aus der Staatskasse soll das Paar laut den Berichten nicht bekommen.




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