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Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung · Aug 25, 2026

5:1! MSV Duisburg siegt nach Anlaufschwierigkeiten gegen Wülfrath souverän

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Dirk Retzlaff · Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung

Der Weg zur IMS-Arena in Velbert ist nicht ganz einfach. Es gilt, mehrere Autobahnen und Landstraßen zu passieren und zwei Radarfallen zu beachten. An der Bahnhofstraße angekommen, war der Weg in die zweite Runde des Fußball-Niederrheinpokals für die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg auch nicht sofort frei. Der Motor stockte zunächst. Die Zebras gewannen am Dienstag das Erstrundenmatch gegen den Bezirksligisten 1. FC Wülfrath am Ende dennoch souverän mit 5:1 (1:0).

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Bezirksligist 1. FC Wülfrath musste nach Velbert umziehen, da die heimische Anlage die Verbandsvorgaben nicht erfüllt. Die Zebras waren in den letzten Jahren schon mehrfach in der IMS-Arena am Ball gewesen, die Fans kehrten gerne nach Velbert zurück. Rund 1500 Duisburger Fans sorgten für eine Heimspielatmosphäre. Die Wülfrather durften sich über die entsprechenden Einnahmen durch Bier und Würstchen freuen. Die Gastgeber spielten da auch gerne vor dem Anpfiff die MSV-Hymne.

MSV-Trainer Dietmar Hirsch verzichtete auch im Niederrheinpokal auf Kapitän Alexander Hahn. Der 33-Jährige war schon bei den ersten Ligaspielen und auch im DFB-Pokal außen vor gewesen. Platz genug wäre im Kader gewesen. Auf der Bank saßen lediglich vier Feldspieler als Auswechselkräfte. Das nährt wieder Spekulationen über einen Abschied des Routiniers vor dem Ende der Sommertransferfrist.

Dafür gab Neuzugang Peter Remmert sein Kaderdebüt. Nicht nur das: Der Stürmer stand auch in der Startelf. Arrivierte Spieler wie Tyger Lobinger, Christian Viet, Rasim Bulic, Joshua Bitter, Florian Krüger und Torwart Max Braune hatten frei. Als Kapitän führte Can Coskun die Zebras aufs Feld.

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Auch Dennis Borkowski gehörte nicht dem Kader an. Wie der MSV mitteilte, erlitt der Flügelspieler, der seit Februar mit einer Sehnenverletzung außer Gefecht war, einen erneuten Rückschlag. Der 24-Jährige hatte sich zuletzt zurückgekämpft und trainierte auch wieder unter voller Belastung mit der Mannschaft. Trainer Dietmar Hirsch hatte ihm das Comeback gegen Wülfrath in Aussicht gestellt. Nun kehrte Borkowski aber ins Lazarett zurück. Am Training nimmt er aktuell nicht teil.

Niederrheinpokal 1.FC Wülfrath - MSV Duisburg

Der Duisburger Dominik Kother (links) im Duell mit dem Wülfrather Tom Paß.© FUNKE Foto Services | Jakob Klos

Der MSV machte von Beginn an Druck. Dominik Kother versuchte es schon in der ersten Minute mit einem Fernschuss, den Keeper Marvin Overhoff parierte. Auf der Gegenseite musste sich MSV-Torwart Toni Stahl in der 13. Minute lang machen, um einen Kopfball von Maik Bleckmann um den Pfosten zu lenken. Auch bei der folgenden Ecke war die Duisburger Abwehr nicht sattelfest. In der 19. Minute erzielte der MSV das Tor, das erst einmal für Ruhe sorgte. Dominik Kother und Simon Symalla spielten die Wülfrather Abwehr schwindelig, und Symalla traf zum 1:0 für den MSV ins untere Eck.

Trotzdem blieb das Spiel für die Duisburger eine zähe Angelegenheit. Jakob Bookjans rutschte in der 27. Minute nach einer langen Flanke zwei Meter vor dem Tor am Ball vorbei. In der 41. Minute scheiterte Peter Remmert aus elf Metern am Torhüter, der mit den Fäusten zur Stelle war.

Zur zweiten Halbzeit kamen Martin Ens und Conor Noß für Tobias Fleckstein und Can Coskun ins Team. Max Besuschkow trug nun die Kapitänsbinde. In der 51. Minute musste Toni Stahl bei einem Kopfball von Maik Bleckmann zupacken, um den Ausgleich zu verhindern. Das war ein „Hallo-wach-Effekt“. Jakob Bookjans traf eine Minute später nach einer Flanke von Simon Symalla zum 2:0. In der 61. Minute kamen Aljaz Casar und Patrick Sussek für Jakob Bookjans und Ramien Safi ins Spiel.

Niederrheinpokal 1.FC Wülfrath - MSV Duisburg

MSV-Stürmer Peter Remmert hatte einen schweren Stand.© FUNKE Foto Services | Jakob Klos

Vier Minuten später sicherte sich Simon Symalla den Titel „Spieler des Spiels“. Auf Zuspiel von Conor Noß erhöhte er auf 3:0 für die Zebras. Symalla verbuchte zwei Treffer und einen Assist. In der 79. Minute traf Patrick Sussek aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Dominik Kother zum 4:0 für den Titelverteidiger. Drei Minuten später legte Dominik Kother mit einem Distanzschuss in den Winkel das 5:0 nach. In der 87. Minute kam Wülfrath mit einem Schuss unter die Latte ins Netz durch Hasan Ülker zum Ehrentreffer.

1. FC Wülfrath: Oberhoff – Corovic, Bleckmann, Fagasinski – Bachmann, Meier, Paß (71. Noh) – Xiros (77. Bühring) – Ülker, Conde (71. Nico Köhler), Robin Köhler.

MSV Duisburg: Stahl – Jessen, Fleckstein (46. Ens), Schlicke, Coskun (46. Noß) – Besuschkow, Bookjans (61. Casar) – Safi (61. Sussek), Symalla, Kother – Remmert.

Tore: 0:1 Symalla (19.), 0:2 Bookjans (52.), 0:3 Symalla (65.), 0:4 Sussek (79.), 0:5 Kother (82.), 1:5 Ülker (87.).
Gelbe Karten: Corovic, Fagasinski.
Schiedsrichter: Luthe (Essen).
Zuschauer: 1700.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – Würzburger Kickers (3. Liga, Samstag, 29. August, 14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).

Weiter geht es für den MSV Duisburg in der 3. Liga am Samstag mit dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).

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