Düsseldorf liegt am Rhein und an der Mündung von Musik und Kunst. Zwischen schwergewichtigen Kunstinstitutionen und künstler:innenbetriebenen Freiräumen entstehen hier seit der Nachkriegszeit besonders bewegliche Musikpraktiken, die vom Autodidaktischen, vom Installativen, Visuellen und Bewegten genährt werden. Stefan Schneider kennt die Stadt schon seit über 60 Jahren. Aus einem Gespräch mit…
Seit Anfang 2026 ist Gregor Hotz neuer geschäftsführender Intendant beim Kölner Ensemble Musikfabrik und ließ dafür seinen Job beim Musik- fonds in Berlin hinter sich. Zum Einstand traf ihn Friedemann Dupelius auf ein Gespräch über neue geographische Perspektiven, künstlerische Zukunftspläne und Solidarität im kulturpolitischen Dilemma.
Unter Bäumen, zwischen Büschen und im Moerser Schlosspark treffen sich der Schlagzeuger Russell Greenberg und NOIES-Redakteur Roberto Beseler Maxwell auf eine Unterhaltung. Auf einer Picknick-Decke liegend, samt Erfrischungsgetränken, denn es ist heiß an jenem Tag, läuft das Aufnahmegerät mit kleinen Unterbrechungen seiner beiden Kinder, die zuvor die Aufforderung bekamen, sich selber zu…
Was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Erfahrungsstände, Altersgruppen und anderer Hintergründe zusammen Musik machen? Was in der improvisierten Musik schon lange erprobt wird, findet seit einiger Zeit auch in Institutionen Einzug. Waltraud Blischke, Mitwirkende in den freien Ensembles Kölner Chaos Orchester und Elektrische Leiter, geht der »Community Music« auf den Grund.
Polypixa schreibt fragile Lyrics für draufgängerische Lieder, die sich mal übermütig, mal müde bürokratischen Binaritäten entziehen. Verena Hahn ging mit Polypixa am Fluss spazieren und hörte den Geschichten aus und hinter der Musik zu.
Während so manche Kunstschaffende mit bangem Blick auf den Advent der künstlichen Intelligenz blicken, erlangt Brigitta Muntendorf durch den Einsatz dieser Technologien schon längst neue künstlerische Handlungsfähigkeit. Ihre jüngsten Musiktheaterstücke glänzen durch die Abwesenheit menschlicher Darsteller:innen, und doch fragen sie nach der menschlichen Verantwortung hinter automatisierten…
BRUTALISM versteht elektronische Musik als räumliche Praxis mit gezieltem Hörfokus. Nicht nur als Label widmet sich die Gruppe experimentellen Genres: Auf ihren Konzerten und Clubnächten greifen Architektur, Klang und Raum ineinander. BRUTALISM versteht sich als "cultural research platform". NOIES-Autorin Denise Schmid versuchte herauszufinden, welche Forschungsansätze dahinterstecken.
Im Internet ist schon lange Cuteness overload. In der experimentellen Musik? Geht so, aber langsam steigt die Followerzahl. Nach seinen Erfahrungen im Metier der „cuten Oper“ hat Friedemann Dupelius den Komponisten Andrés Quezada getroffen, dessen Label Narval sich „cute experimental music“ ins Bandcamp-Profil geschrieben hat.
Sebastian von der Heide veranstaltet Konzerte experimenteller Musik, die sich durch Liebe zum Detail auszeichnen. Die temporär in Bühnen verwandelten Orte bringen ihre ganz eigenen Regeln mit und lassen den Musiker:innen keine andere Wahl, als darauf einzugehen. Die provisorischen Bedingungen machen jede Veranstaltung zum Wagnis. Und doch ermöglichen gerade diese Bedingungen Begegnungen und…