Liebe Leserin, lieber Leser,
was heute wichtig wird:
- Vor dem Schulstart: Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) stellt aktuelle Zahlen und Entwicklungen zum Schuljahr 2026/27 vor.
- Prozess sieben Jahre nach der Tat: Am 9. Mai 2019 soll ein heute 51-Jähriger in einem Café in Schöneberg auf einen 54-Jährigen geschossen haben. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Neues aus Berlin
Ich konnte diese Geschichte aus Reinickendorf zunächst nicht glauben, so sehr geht sie gegen mein Rechtsempfinden: Die Mieterinnen und Mieter aus 174 Wohnungen der landeseigenen Howoge an der Roedernallee müssen wegen einer grundlegenden Sanierung umziehen. Mit Beginn der Arbeiten im kommenden Jahr sollen sie raus und Ersatzwohnungen in zum Teil weit entfernten Bezirken beziehen.
Doch dabei bleibt es nicht. Und jetzt kommt der Teil, den ich schwer zu akzeptieren finde. Die Sanierungsbedürftigkeit der Wohnungen bestreitet keiner der Anwohner. Es kommt immer wieder zu Rohrbrüchen, Heizungsausfällen und Wasserschäden. Was mich jedoch jedoch sehr wundert, ist, dass sie nach Abschluss der Arbeiten wohl auch nicht zurückkehren können. „Ein späterer Rückzug in die bisherigen Wohnungen wird nach der Sanierung sehr wahrscheinlich nicht möglich sein“, heißt es in einem Schreiben an die Mieter, das meinen Kollegen Isabell Jürgens und Johannes Vetter vorliegt.
Mieter Ingo Focke lebt seit 14 Jahren an der Roedernallee 165-168 in Wittenau.© Johannes Vetter | Johannes Vetter
Viele von ihnen leben seit sehr langer Zeit in dem Viertel. Es sind Familien mit Kindern darunter, alte Menschen, manche krank, viele bekommen Grundsicherung. Ein Umzug in ganz andere Teile der Stadt ist für sie schlicht nicht vorstellbar.
Nun könnte man kühl meinen, niemand habe den Anspruch, in einer Stadt wie Berlin sein Leben lang genau an einem Fleck zu leben. Aber so einfach ist es nicht. Dieser Ansicht ist nicht nur Felix Schönebeck (CDU), Reinickendorfer Bezirksverordneter und Direktkandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus. Auch der Berliner Mieterverein sieht das Vorgehen der Gesellschaft (naturgemäß) kritisch. Wie sie argumentieren, aber auch wie die Howoge die Maßnahme begründet und welches Angebot sie den betroffenen Mietern macht, lesen Sie hier.
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Außerdem wichtig
Im Kiez des Lkw-Lärms: Am Dienstag kam ein 85-jähriger Mann in Westend bei einem Unfall mit einem Lkw ums Leben. Wenige Stunden später donnert der Feierabendverkehr schon wieder über die Königin-Elisabeth-Straße. Die Markierungen der Spurensicherung haben die 16-Tonner schon fast vollständig vom Asphalt gekratzt. Der Kiez ringt mit dem Tod des Mannes - und dem Lärm, berichtet Norman Börner.
Späti-Inhaber Alper Baba in seinem Geschäft in der Karl-Marx-Straße in Neukölln© Krauthoefer | Krauthoefer
Treffpunkt ohne Fördergelder: Warum ein Neuköllner Verein um den Betreiber Alper Baba für die volle Sonntagsöffnung von Spätis kämpft. Und an einem Volksbegehren arbeitet, berichtet Mara Buddeke.
Heute ist Freitag! Freuen Sie sich auf das Wochenende!
Ihre Heike Dietrich
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