Seit 1998 macht der Nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige auf die individuellen Schicksale aufmerksam und verdeutlicht, dass hinter jeder Zahl ein Mensch mit einer Lebensgeschichte steht. In Leipzig gab es nach Angaben des Landeskriminalamts im vergangenen Jahr zehn Drogentote.
3 Veranstaltungen in Leipzig
Der diesjährige Gedenktag in Leipzig wird von mehreren Einrichtungen und Projekten der Sucht‑ und Jugendhilfe organisiert. Drei miteinander verbundene Veranstaltungen bringen unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven zusammen:
Auftakt ist um 15 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung am Gedenkstein im Elsapark (zwischen Luther- und Elsastraße). Nach der Andacht und dem Gedenkprogramm können die Besucherinnen und Gäste beisammensitzen und ins Gespräch kommen. Mitarbeiter der Drogen- und der Jugendhilfe informieren, welche Angebote es gibt und wie sie beraten und unterstützen können.
Ab 18:30 Uhr lädt eine Podiumsdiskussion im Pöge-Haus zum Thema: „Zwischen Hilfe und Ausgrenzung: Wie Stigmatisierung Drogenkonsumierende im Alltag trifft“ dazu ein, unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis sowie die Sicht von Betroffenen zu hören und miteinander in Austausch zu treten.
Ebenfalls am 21. Juli eröffnet in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses eine Ausstellung der Drogenpolitischen Initiative #KonsumRaumGeben aus Halle. Unter dem Titel „Du hast Feierabend, ich hab’ Suchtdruck“ werden großformatige Werke gezeigt, die die Erfahrungen von Konsumenten sichtbar machen. Zugleich beleuchten die Arbeiten die Geschichte der Drogenpolitik und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen. Die Ausstellung ist dann bis zum 30. Juli 2026 während der Öffnungszeiten im Neuen Rathaus zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Einladung für alle
Der Gedenktag will einen gemeinsamen Raum schaffen für alle, die einen geliebten Menschen durch Abhängigkeit oder die damit verbundenen Lebensrealitäten verloren haben. Alle Bürgerinnen sind deshalb herzlich eingeladen – Menschen die Drogen gebrauchen ebenso wie Angehörige und Freundinnen, Sozialarbeiter und anderes Fachpersonal beziehungsweise Wegbegleiter/-innen.

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