„In der Handelsstadt Leipzig konnte sich jüdisches Leben früher als in anderen Teilen Sachsens entfalten. Schwer wiegt der gewaltsame Bruch dieser Geschichte. Beides gehört zu unserer Verantwortung und zu unserem Erinnern. Deshalb widmet Leipzig ,Tacheles‘ ein städtisches Themenjahr. Denn Vielfalt gehört zu Leipzigs Geschichte – und ist eine Stärke unserer Stadt“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.
Neue Ausstellungen
Am 17. August eröffnet im Ariowitsch-Haus die Ausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“ (bis 14. September). Ab 30. September zeigt das Museum der bildenden Künste „Vier Wände voller Kunst. Jüdische Familien und ihre Sammlungen in Leipzig“. Am 12. Oktober eröffnet das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur die Ausstellung „Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten“. Am 24. Oktober folgt in der Bibliothek Gohlis „Ich hatte ein schönes Vaterland“ über jüdisches Leben in Gohlis und der Äußeren Nordstadt (Teil 2).
Musikalische Höhepunkte
Am 6. September wird der „Leipziger Notenbogen“ eröffnet; Start ist der Standort an der ehemaligen Ez-Chaim-Synagoge (Apels Garten). Musikhöhepunkte sind das Kammermusikfestival „Con spirito“ zu jüdischen Einflüssen der Leipziger Romantiker ab 12. September, das Konzert „Berlinski im Bahnhof“ des Leipziger Synagogalchors am 27. September sowie die Saisonauftakt-Gala der Musikalischen Komödie am 3. und 4. Oktober zur jüdischen Tradition des Hauses.
Im November folgen das Festival „Europäische Notenspuren – SchMA Leipzig – Höre, Leipzig“ (14. bis 21. November), der Thementag zum Mendelssohn-Denkmal am 8. November sowie ein Rundgang auf den Spuren des jüdischen Musikverlegers Henri Hinrichsen am 27. November im Grassi Museum für Musikinstrumente. Am 13. Dezember präsentiert die Schaubühne Lindenfels das Konzert „A Swingin' Chanukka“, das bereits das Tacheles-Jahr in Leipzig eröffnet hat.
Sonderausstellungen
Weiterhin zu sehen sind die Sonderausstellungen „Jüdisches Leben und die Musikerfamilie Bach“ im Bach-Museum (bis 13. Dezember), „Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“ im Stadtgeschichtlichen Museum (bis 4. April 2027) sowie „Aufbruch und Tradition – 30 Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen“ im Stadtarchiv Leipzig (bis 1. Oktober).

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