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LassalMedia · Dec 1, 2025

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LassalMedia · LassalMedia

Vielleicht bist du schon einmal über mein Verhandlungs-BaseCamp für Illustratoren gestolpert: eine kostenlose eMail-Sequenz, die ich 2015–2017 verschickt habe. Damals war das Ganze als kleine Hilfe für Kollegen gedacht – ein improvisiertes Nachtprojekt zwischen Deadlines, Hundespaziergängen und Storyboards.

Aus den Rückmeldungen wurde deutlich, dass die Texte vielen geholfen haben. Gerade weil sie länger waren und Verhandlungssituationen ausführlicher schilderten, blieben bestimmte Punkte hängen und ließen sich besser auf die eigene Praxis übertragen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2025 wurde ich erneut daran erinnert, dass ich eine Wiederauflage prüfen wollte – also ob und in welcher Form ich das BaseCamp noch einmal zugänglich machen kann.

Leider musste ich feststellen, dass die ursprünglichen eMails nicht mehr existieren. Was ich aber noch habe, sind meine Notizen, Entwürfe und Geschichten. Genau die bereite ich hier auf Substack neu auf – in einer flexiblen Form, die zu unserem Alltag besser passt als ein „klassisch-linearer“ eMail-Kurs. Substack ist dabei keine Grundsatzentscheidung, sondern erst einmal der praktischste und kostengünstigste Weg, um zu testen, ob diese Inhalte noch sinnvoll (genug) sind.

Statt dir eine starre eMail-Serie in den Posteingang zu kippen, wird LassalMedia hier nach und nach zu einer kleinen Bibliothek:

Verhandeln mit Verlagen? Nutzungsrechte in der Werbung? Innere Blockaden, weil du „nicht schwierig sein willst“?

Statt dich durch eine feste Text-Reihenfolge zu zwingen, kannst du:

  • minimalistisch und fast „anonym“ reinschnuppern,

  • nur die Themen öffnen, die bei dir gerade brennen,

  • später wiederkommen, wenn du an einem anderen Punkt stehst.

Es geht hier nicht darum, noch einen „Kurs“ zu verkaufen oder einen perfekten 10-Schritte-Plan zu basteln. Es geht darum, die Dinge so aufzubereiten, dass sie einsickern können – mit echten Beispielen aus dem Alltag von Kreativen.

Ich bin seit über 30 Jahren freischaffende Künstlerin mit Schwerpunkt Bild und Text – und habe in vielen „Welten“ gearbeitet: Werbung, Film, Verlagswesen, Forschung, Computeranimation, Architektur, Start-ups, Controlling, Fotografie, Comic, Projektmanagement …
In etlichen bin ich nach wie vor tätig.

Überall wird verhandelt. Über Details. Über Budgets. Über Zuständigkeiten.

Fast nirgends wird einem das Verhandeln an sich beigebracht. Man muss sich diese Fähigkeit notgedrungen nebenher selbst aneignen, wenn man seinen Standpunkt und die eigenen Kreationen gegenüber Kunden (und der Welt) erfolgreich vertreten will – egal ob freiberuflich oder angestellt.

Das Verhandlungs-BaseCamp entstand 2015 aus der Bündelung vieler langer Gespräche mit Kollegen. Weil es damals hauptsächlich um Illustratoren ging, sind viele Inhalte und Beispiele entsprechend gefiltert. Natürlich lassen sie sich auch auf andere Bereiche übertragen – die Mechanik dahinter bleibt dieselbe.

Das Ganze versteht sich als Hilfeangebot:

  • von einer Kreativen mit viel Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Werbe- und Medienbranche,

  • für Illustrator:innen und andere Kreative,

  • mit Beispielen aus echten Auftrags­situationen,

  • aus Momenten, in denen es um reale Jobs, Mieten und Nerven ging.

Bulletpoints sind gut, um sich später an etwas zu erinnern.
Um die eigene Haltung zu verändern, braucht es aber oft Geschichten, Kontexte und kleine Verschiebungen im Blickwinkel. Deshalb bleiben die Texte hier bewusst essayartig – verdichtet, aber nicht entkernt.

Früher haben sich aus diesen Themen lange Nachttelefonate ergeben: zwei, drei Stunden Gespräche mit Kolleg:innen, die kurz vor einem unmöglichen Angebot standen oder nach einer schlechten Erfahrung ihre komplette Selbstständigkeit infrage stellten.

Ich liebe Einzelgespräche und würde sie gern weiterhin mit allen führen.

Aber: Meine Zeit und Energie erlauben das leider nicht.

Ich musste lernen (unter anderem durch wiederkehrende Burnout-Phasen), dass ich meine Kapazitäten schützen muss, wenn ich weiter etwas erreichen will – in meinen eigenen Projekten und hier.

Darum Substack:

  • Die häufigsten Fragen und Muster landen hier als Beiträge für alle. Wenn du das kostenlose Abo aktivierst, bekommst du automatisch mitgeteilt, sobald ein neuer Text hochgeladen wurde.

  • Beispiele werden, wenn nötig, anonymisiert und verallgemeinert.

  • Einzelne, sehr spezifische Fälle können später vielleicht in einem eigenen Bereich landen – ohne dass ich täglich meine Inbox abarbeiten muss.

Wenn du zu denen gehörst, die mir schon vor Jahren geschrieben haben und jetzt immer noch auf „Updates“ hoffen:

Es tut mir leid, dass das so lange gedauert hat.

Dies hier ist der Versuch, eine nachhaltige Form zu finden, die uns allen mehr bringt als ein weiterer Stapel eMails.

Wir starten mit Verhandeln für Illustrator:innen und andere Kreative – zunächst testweise.

Die ersten Texte basieren auf den Original-eMails von damals, aber gründlich überarbeitet. Falls es genug Resonanz gibt, kann ich mir vorstellen, diesen Substack nach und nach um weitere Themen zu ergänzen, die ich bereits recherchiert habe, weil ich sie selbst anwende und optimieren wollte:

  • Denkmodelle (wie das Pareto-Prinzip),

  • Persönlichkeit, Selbstschutz und Burnout-Prävention für Kreative,

  • Strategien, wie man sich nicht in Projekten verliert, die einem innerlich wichtig sind, aber wirtschaftlich alles auffressen.

Ich mache dafür im Vorfeld bewusst keine Zusagen: Ob und in welchem Umfang diese Themen hier ausgearbeitet werden, hängt letztendlich davon ab, ob das Verhandlungs-BaseCamp in dieser Form genug Zuspruch findet.

Wofür die Texte da sind

Was du hier findest, basiert auf eigener Praxis, Recherche und Gesprächen mit Kolleg:innen.
Die Beiträge sollen helfen, Muster zu erkennen, Begriffe zu sortieren und die eigenen Verhandlungssituationen besser einzuordnen. Sie geben Denkanstöße – die konkreten Entscheidungen triffst du immer selbst.

Fragen & Einzelfälle

Fragen sind ausdrücklich willkommen – sie zeigen, wo etwas hakt.
Ich lese jede eMail, die ich bekomme, kann aus Zeit- und Energiegründen aber nicht jede einzeln beantworten. Wenn sich bestimmte Themen wiederholen, greife ich sie – anonymisiert – in Beiträgen auf. Langfristig können daraus auch Sammelantworten oder gelegentliche FAQ-Formate entstehen.

Kommentare (für Bezahlabos)

Die Kommentarfunktion ist Bezahlabonnenten vorbehalten.
Ziel ist ein kleiner, kollegialer Rahmen ohne Trolle und Schnellschüsse. Nachfragen zum Thema eines Beitrags sind dort sehr willkommen.

Umgang mit Links

Ich verlinke nur auf Angebote, die ich selbst nutze, getestet habe oder für sinnvoll halte – auch wenn sich Inhalte und Konditionen dort mit der Zeit ändern können.
Wenn Kommentare geöffnet sind, sind Links in Ordnung, solange sie erkennbar zum Thema passen. Bitte keine Kommentare mit Linklisten und Eigenwerbung einstellen.

Beispiele & Anonymisierung

Wo konkrete Fälle auftauchen, sind Namen, Details und Konstellationen so verändert, dass Personen und Auftraggeber nicht erkennbar sind – bei eigenen wie bei fremden Beispielen. Es geht um Muster, nicht darum, jemanden „wiederzuerkennen“.

Eigene Verantwortung

Entscheidungen zu Honorar, Nutzungsrechten oder Vertragsgestaltung bleiben immer bei dir.
Die Texte hier können dir beim Einordnen helfen, sie nehmen dir diese Entscheidungen aber nicht ab – und sollen es auch nicht.

Und ja: Ich schreibe konsequent „eMail“. :)

Wenn du das Ganze lieber als Spickzettel hast, hier die Essenz:

  • Woher das kommt:
    Das Verhandlungs-BaseCamp begann als kostenlose eMail-Sequenz für Illustrator:innen (2015–2017) und ist aus vielen Gesprächen mit Kolleg:innen entstanden.

  • Was es heute ist:
    LassalMedia auf Substack ist eine nach und nach wachsende Bibliothek rund ums Verhandeln im Kreativbereich – mit längeren Texten, die Situationen einordnen, statt nur Stichwortlisten zu liefern.
    Die ersten Texte basieren auf den Originalemails, gründlich überarbeitet.

  • Womit wir starten:
    Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Verhandeln für Illustrator:innen und andere Kreative – testweise, um zu sehen, ob genug echtes Interesse da ist. Die Grundtexte sind frei lesbar; zusätzlich teste ich einen kleinen Bezahlbereich mit Werkzeugen wie Checklisten, Vorlagen und vertiefenden Beispielen.

  • Wie Fragen einfließen:
    Viele Themen speisen sich aus realen Situationen. eMails und Rückmeldungen fließen – anonymisiert – in etwaige zukünftige Beiträge ein, damit möglichst viele Kolleg:innen von ähnlichen Fragen profitieren können.

  • Wie es weitergehen kann:
    Weitere Themen (z.B. Denkmodelle, Selbstschutz, Produktplanung, Positionierung, Verkaufsstrategien, Finanzierungsstrategien, Burnout-Prävention, …) kommen nur dann dazu, wenn Inhalt, Nachfrage und Kapazitäten zusammenpassen. Es gibt keinen starren Veröffentlichungsplan – Dinge landen hier, wenn sie fachlich reif und praktisch nutzbar sind.
    Ich könnte mir vorstellen, Themen für neue Artikel abstimmen zu lassen, so hätten Abonnenten ein Mitspracherecht.

Das Verhandlungs-BaseCamp war damals ein kleines Seitenprojekt – improvisiert zwischen Aufträgen, Hundespaziergängen und vielem anderen. Dass sich so viele von euch bis heute daran erinnern, mich darauf ansprechen und mir schreiben, wie sehr euch die Texte geholfen haben, ist für mich alles andere als selbstverständlich.

Ich habe in den letzten Jahren viele Projekte online gestellt und viel Arbeit, Zeit und Nerven in unterschiedliche Bereiche gesteckt. Rückmeldungen wie die zum BaseCamp sind dabei eher die Ausnahme als die Regel. Genau deshalb bedeuten sie mir so viel.

Ohne dieses anhaltende Interesse, die vielen eMails und Gespräche wäre ich nie auf die Idee gekommen, das BaseCamp ein zweites Mal anzufassen, zu überarbeiten und hier neu zu veröffentlichen. Dass es jetzt wieder existiert, hat viel mit euch zu tun – und dafür bin ich sehr dankbar.

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