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Dateitransfer per Code
Das Open-Source-Tool croc überträgt Dateien und Ordner unkompliziert zwischen unterschiedlichen Systemen. Es arbeitet unter Windows, Linux und macOS sowie im Browser, verschlüsselt die Daten Ende zu Ende und kommt ohne eigenen Server oder Portfreigaben aus. Für die Verbindung zwischen Sender und Empfänger genügt ein automatisch erzeugter Code.
Für einen Transfer mit croc reicht auf dem sendenden System der Aufruf croc send zusammen mit der gewünschten Datei oder dem Ordner. Daraufhin erzeugt das Werkzeug einen aus mehreren Wörtern bestehenden Code, den der Empfänger mit croc <Code> eingibt. Dieser dient mittels Password-Authenticated Key Exchange (PAKE) zum Aufbau einer verschlüsselten Verbindung. Die Daten laufen standardmäßig über einen öffentlichen Relay-Server, bleiben dabei jedoch Ende zu Ende verschlüsselt. Auch unterbrochene Übertragungen lassen sich fortsetzen.
Administratoren können bei Bedarf einen eigenen Relay-Server betreiben und croc damit vollständig in die eigene Infrastruktur einbinden. Das Werkzeug unterstützt IPv6 mit IPv4-Fallback, SOCKS5-Proxys etwa über Tor sowie die Übergabe von Daten über stdin und stdout. Neben Dateien und Verzeichnissen lassen sich dadurch auch kurze Texte oder Ausgaben anderer Kommandozeilenwerkzeuge direkt übertragen.
Neben den nativen Clients bietet croc inzwischen einen Browser-Client, der mit der Kommandozeilenversion zusammenarbeitet und Transfers auch zwischen zwei Browsern ermöglicht. Das unter der MIT-Lizenz veröffentlichte Open-Source-Projekt steht für Windows, Linux und macOS zur Verfügung.

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