Slush-Eis gehört zum Sommer wie Freibadpommes und Sonnencreme. Lange kam der Kult-Drink vor allem vom Kiosk, inzwischen lässt er sich mit einer Slush-Eis-Maschine einfach zu Hause zubereiten. Ninja hat das Thema mit der Slushi zurück in viele Küchen gebracht, inklusive Frozen Cocktails und anderer Eisgetränke.
Die Ninja SlushiMax (FS605EUBR) legt beim Konzept noch einmal nach. Sie bietet mehr Volumen, arbeitet schneller und bringt mit SlushAssist eine neue Automatik mit. Seit April 2026 ist das XL-Modell auch in Deutschland erhältlich.
IMTEST hat die Ninja SlushiMax getestet. Entscheidend waren Aufbau, Bedienung, Ausgabe, Reinigung und natürlich die wichtigste Frage: Wie gut wird das Slush-Eis wirklich?
Ninja SlushiMax: Groß, schwer und sauber verarbeitet
Zierlich ist die Ninja SlushiMax nicht. Mit rund 14,5 Kilogramm gehört sie zu den Schwergewichten unter den Slush-Eis-Maschinen. Dafür steht sie stabil und macht einen sauber verarbeiteten Eindruck. Scharfe Kanten oder klappernde Teile fallen im Test nicht auf. Zum Verschieben lässt sie sich vorne anheben, sodass die Anti-Rutsch-Füße ihren Halt verlieren – clever.
Der Aufbau ist schnell erledigt: Teile abspülen, Auffangschale einsetzen, Rührelement auf den Kühlzylinder setzen, Tank aufsetzen und verriegeln.

Beim Volumen setzt die SlushiMax klar auf XL. Mindestens 710 ml müssen eingefüllt werden, maximal verarbeitet die Maschine 3.310 ml. Dazwischen gibt es keine Skala, sondern nur die beiden Grenzmarkierungen. Insgesamt nennt Ninja ein Fassungsvermögen von 4,4 Litern.
Der Auslass ist nicht höhenverstellbar und sitzt fest auf 18,2 Zentimetern. Normale Gläser passen gut darunter, hohe Wein- oder Longdrink-Gläser können je nach Form umständlich werden.
Neben dem klassischen Slush-Programm stehen fünf weitere Programme zur Verfügung:
- SlushAssist
- Frozen Cocktail
- Frozen Cocktail Max
- Milkshake
- Frozen Juice (gefrorener Saft)
Die Zielkonsistenz ist voreingestellt und lässt sich über 15 Stufen nachjustieren. Praktisch finden wir außerdem den Netzschalter: Aus bedeutet bei der SlushiMax tatsächlich aus.
Bedienung: Schnell gestartet, aber ohne Display
Bei der Bedienung macht es Ninja einfach. Programm antippen und die Maschine startet. Eine separate Starttaste gibt es nicht. Zum Unterbrechen muss das laufende Programm erneut gedrückt werden. Das funktioniert, ist anfangs aber gewöhnungsbedürftig.
Weniger überzeugend ist der Verzicht auf ein digitales Display. Die SlushiMax zeigt weder die aktuelle Temperatur noch die bisherige oder verbleibende Laufzeit an. Als Orientierung bleibt am Ende nur der Signalton. Der ist deutlich hörbar, wird er verpasst, gibt es allerdings keine zweite Erinnerung.
Beim Zapfen arbeitet die Maschine präzise. Nach dem Signalton lässt sich das Slush-Eis sauber über den Dosierhebel ins Glas füllen. Ein kleiner Nachlauf ist normal. Die Maschine läuft dabei weiter, damit der Slush zum Auslass transportiert wird.

Spannend ist SlushAssist. Während der „Sensing“-Phase erkennt die Maschine die eingefüllten Zutaten und stellt die Zieltemperatur automatisch ein. Das funktioniert im Test grundsätzlich gut. Passt die Konsistenz noch nicht, lässt sie sich anschließend über die Temperatureinstellungen nachjustieren, damitdas Slush-Eis nicht zum Frust-Eis wird.
Ninja SlushiMax im Test: Wie gut wird das Slush-Eis?
Für die Vergleichbarkeit testet IMTEST Slush-Maschinen mit festen Getränken. Für klassisches Slush-Eis verwenden wir Rauch Happy Day Maracuja mit 12 Gramm Zucker pro 100 ml, für den Frappé Bärenmarke Eiskaffee mit 8,1 Gramm Zucker pro 100 ml.
Der Eiskaffee passt vom Zuckerprofil gut zu dem Kaffeedrink, den IMTEST im Testverfahren 2025 noch selbst angerührt hat.
Hinweis: Da die Ninja SlushiMax mindestens 710 ml Flüssigkeit benötigt, testen wir mit dieser Menge statt der sonst üblichen 600 ml.
Slush-Eis Maracuja: Sehr schnell und genau richtig in der Konsistenz
Im klassischen Slush-Programm ist das Getränk nach 13 Minuten fertig. Das ist bislang der schnellste Wert in unserem Vergleich. Wichtiger ist aber die Konsistenz: Der Slush ist halbflüssig und besitzt feine, gleichmäßige Eiskristalle. Harte Brocken oder ein wässriger Eindruck bleiben aus.
Genau so wünschen wir uns klassisches Slush-Eis. Einen kleinen Haken gibt es trotzdem: Im Glas schmilzt es recht schnell.

SlushAssist: Noch schneller, aber flüssiger
Mit SlushAssist geht es noch schneller. Der Maracuja-Slush ist bereits nach sieben Minuten fertig und braucht damit nur etwa halb so lange wie im normalen Slush-Programm.
Ganz mithalten kann die Konsistenz allerdings nicht. Das Ergebnis ist flüssiger und muss bei Bedarf nachjustiert werden. Im Test liefert das klassische Slush-Programm deshalb die verlässlichere Textur.
Frappé: In sechs Minuten fertig, aber zu schaumig
Ein eigenes Frappé-Programm gibt es bei der SlushiMax nicht mehr. Deshalb lassen wir den Eiskaffee über SlushAssist laufen.
Nach sechs Minuten ertönt bereits der Signalton. Schnell ist das ohne Frage. Nach 30 Sekunden im Glas messen wir allerdings nur -0,3 Grad Celsius, was uns etwas zu warm ist.

Lautstärke und Stromverbrauch
Leise ist die Ninja SlushiMax nicht. Aus einem Meter Entfernung messen wir 56,7 Dezibel (dB) beim Slush-Eis und 57,1 dB beim Frappé. Damit liegt sie ungefähr im Bereich einer normalen Unterhaltung von 50 bis 60 dB laut Städtebaulichen Lärmfibel)
Beim Stromverbrauch arbeitet die Maschine je nach Phase unterschiedlich. Während der Slush-Zubereitung messen wir bis zu 330 Watt (W), beim anschließenden Halten der Temperatur bis zu 95 W.
Im Stand-by sind es 0,7 W. Der Netzschalter macht hier einen echten Unterschied: Ausgeschaltet messen wir 0,0 W.
Für einen beispielhaften Sommerbetrieb von Juni bis August mit einmal wöchentlich drei Stunden Nutzung plus zehn Minuten Stand-by ergeben sich bei 41 Cent pro Kilowattstunde Kosten von rund 5,30 Euro pro Saison.
Reinigung: Rinse hilft, Handwäsche bleibt
Nach dem Slush kommt die Reinigung. Der Auseinanderbau ist im Test weitgehend selbsterklärend: Hebel lösen, Tank und Rührelement abnehmen, Auffangschale herausziehen.
Eine eindeutige Spülmaschinenfreigabe finden wir in keiner der mitgelieferten Anleitungen. IMTEST bleibt deshalb bei der Handwäsche.

Praktisch ist das Rinse-Programm zum Vorspülen. Dafür wird heißes Wasser bis zur Max-Markierung eingefüllt und das Programm gestartet. Nach rund 15 Minuten ist der gröbste Schmutz gelöst.
Ganz ohne Handarbeit geht es trotzdem nicht. Einige Ecken lassen sich etwas fummelig reinigen und trocknen. Wer direkt nach der Nutzung sauber macht und nichts antrocknen lässt, ist insgesamt aber schnell fertig.
Slush-Eis-Maschinen im Vergleich
Fazit: Ninja SlushiMax im Test
Die Ninja SlushiMax ist groß, schwer und nicht gerade zurückhaltend auf der Arbeitsplatte. Dafür liefert sie genau dort ab, wo es bei einer Slush-Eis-Maschine zählt: Unser Maracuja-Slush war nach nur 13 Minuten fertig und traf mit feinen Eiskristallen und halbflüssiger Textur ziemlich genau unsere Wunschkonsistenz.
SlushAssist verkürzt die Wartezeit, liefert die Konsistenz aber weniger zuverlässig. Beim Frappé zeigt die SlushiMax ebenfalls Schwächen: Er ist nach sechs Minuten fertig, fällt bei uns aber zu schaumig und etwas warm aus.
Komfort fehlt an einigen Stellen. Ein Display mit Temperatur- oder Zeitanzeige gibt es nicht, eine eigene Start-Stopp-Taste fehlt und der Auslass ist nicht höhenverstellbar. Dafür funktioniert das Zapfen präzise, das Rinse-Programm erleichtert die Reinigung und der Netzschalter senkt den Verbrauch im ausgeschalteten Zustand tatsächlich auf null.
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Anna Heyers ist seit April 2026 bei IMTEST und dort als Testredakteurin für Küchengeräte aller Art zuständig – vom Airfryer über Thermomix-Alternativen... Mehr von Anna Heyers

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