Trotz ihrer unkonventionellen Ansichten hat sie es bis an die Spitze geschafft und spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung über ihre Erfahrungen und Ziele in der gynäkologischen Medizin. Wir haben das Interview gelesen und bieten hier allenfalls eine einfache Zusammenfassung des lesenswerten Gesprächs.
Mandy Mangler, Chefärztin und Professorin, strebt eine Revolution in der Frauenheilkunde an, um den weiblichen Blick in einem traditionell männlich dominierten Fach zu stärken.
Ihr neues Buch, Das große Gynbuch (Suhrkamp), zielt darauf ab, wichtige Themen wie Menopause und PCO-Syndrom aus einer weiblichen Perspektive zu beleuchten und die unzureichende Forschung in der Frauenmedizin zu kritisieren.
Ihr Buch widmet sich einfühlsam, persönlich und umfassend allen Themen der Frauengesundheit, von der ersten Menstruation über die Wechseljahre bis ins Alter. Es hilft, den eigenen Körper kennen und lieben zu lernen und gute Therapiegespräche mit der eigenen Ärztin zu führen. Es bietet überraschende Einsichten zu Lust und Sex aus weiblicher Perspektive, Hilfe bei Zyklusbeschwerden oder unerwünschten Schwangerschaften, Rat zu Verhütung, Kinderwunsch und Geburt, bei Infektionen, Endometriose oder Krebs: selbstermächtigend, schambefreit, auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und kompromisslos zum Wohl von Frauen und Patientinnen1.
Obwohl 70 % der Gynäkologen Frauen sind, sind Führungspositionen und medizinische Leitlinien nach wie vor stark von Männern geprägt, was zu einem Mangel an evidenzbasierter Medizin führt.
Mangler betont die Notwendigkeit, den mechanistischen Ansatz in der Geburtshilfe zu überdenken, um Frauen ein ermächtigendes und weniger traumatisches Geburtserlebnis zu ermöglichen.
Sie fordert ein Update der Pille, da trotz ihrer weitverbreiteten Nutzung nur wenig über die Nebenwirkungen und die Auswirkungen auf die weibliche Sexualität bekannt ist.
Mangler hebt hervor, dass die medizinische Forschung oft von männlichen Perspektiven dominiert wird, was zu einer Vernachlässigung der spezifischen Bedürfnisse von Frauen führt.
Klappentext Suhrkamp (Link im Artikel)
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