Viele berufliche Entscheidungen haben eine zweite Ebene.
Weiterbildungen, Konferenzen, Reisen, selbst das Mittagessen mit bestimmten Menschen – natürlich geht es oft auch darum, sichtbar zu sein. Ein Profil zu schärfen. Zu zeigen: Ich bin dran.
Das ist nicht per se falsch. Ein gewisser Blick nach außen gehört dazu. Und gleichzeitig lohnt sich die Frage: Würde ich das machen, wenn niemand je davon erfahren würde?
Nicht alles, was gut aussieht, fühlt sich gut an. Und nicht alles, was niemand sieht, ist weniger wertvoll.
Würdest du zu der Konferenz gehen, wenn du nichts davon posten würdest? Würdest du dieses Reiseziel wählen oder jenes?
Eine kleine Übung: Tu etwas, das wichtig oder nützlich ist – und erzähle niemandem davon.
Nicht als Strategie. Nicht als ironischer „Ich habe übrigens nichts gepostet“-Post.
Sondern wirklich gar nicht.
Das verschiebt etwas in dir. Dinge werden überflüssig. Du kommst weg von der Frage, wie etwas wirkt und hin zu der Frage, ob es dir entspricht.
Und vielleicht ist genau das der Ort, an dem du dir selbst ein Stück näher kommst.

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