Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, wie viele Worte sagt dann ein Bild, das tausende weitere Bilder hervorgebracht hat? Das Bild: Ein fünfjähriges Kind mit blauer Hasen-Mütze steht vor einem Auto; ein Erwachsener hält es an seinem Spider-Man-Rucksack fest.
Noch vor drei Jahren hätte man sich nicht erträumen lassen, dass eine der häufigsten Reaktionen auf Fakenews im Netz eine blaue Comicfigur in Unterhose ist, aber wir leben ja bekanntlich in einer der absurdesten Welten. Viele kennen das Meme: Die Zeichnung eines blau leuchtenden, glatzköpfigen, halbnackten Mannes. Er schwebt und sein Licht strahlt auf eine Frau aus, die vor ihm steht. Die…
Wie viele von euch vielleicht schon gehört haben: Arleen Sorkin ist letzte Woche im Alter von 67 an den Folgen von multipler Sklerose verstorben. Die Schauspielerin und Synchronsprecherin war vor allem als die Stimme von und Inspiration für Harley Quinn aus der Batman-Zeichentrickserie und vielen Computerspielen bekannt. Der ehemalige Sidekick von Joker und aktuell eine der vermutlich bekanntesten…
Was ich vergessen habe zu erwähnen: Ich bin seit etwa drei Wochen im Urlaub. Ab nächstem Samstag werde ich aber wieder zu meiner üblichen Veröffentlichungsroutine übergehen. Bis dahin möchte ich noch auf meine Rezension des Comics M.O.M. Mother of Madness hinweisen, die ich für vliestext geschrieben habe. Das Heft ist in mehrfacher Hinsicht spannend für den Superheld*innen-Diskurs.
Zwei Themen beschäftigen mich aktuell besonders: Popkultur und mit gewerkschaftlich organisiertem Streik geführter Klassenkampf. Über Letzteres hatte ich in diesem Newsletter bisher nur selten die Möglichkeit zu schreiben. Das hat sich jetzt geändert.
Selbst wenn man den neuen animierten Spider-Man-Film nicht gesehen hat – solange irgendeine Form von Social Media konsumiert, Marvel-News verfolgt oder Comics gelesen wurde, waren die Auswirkungen dieses Medienevents deutlich zu spüren. Spider-Man: Across the Spider-Verse ist aktuell überall. Es gibt Fanart sowie Häkelanleitungen zu mehreren Figuren. Das digitale Kartenspiel Marvel Snap hat diese…
Es ist Pridemonth. Und während der Comicverlag DC das mit einer Sonderausgabe von unterschiedlichen namhaften queeren Künstler*innen und einer klaren Bekennung zu LGBTQIA-Rechten feiert, lässt Marvel die populärste muslimische Superheld*in sterben: Kamala Khan aka Ms. Marvel. Wenn es so klingt als sei ich genervt, dann liegt das daran, dass ich sehr genervt bin.
„No More Mutants.“ Mit einem Satz hat die Comicfigur Wanda Maximoff aka Scarlet Witch das Marvel-Universum Mitte der Nullerjahre langfristig und tiefgreifend verändert. Einer der Gründe hierfür: Eine wirre, über zwanzig Jahre erzählte Comic-Handlung über Wandas Kinder, die zwischenzeitlich in die Feuer spuckenden Fäuste eines ehemaligen Filmproduzenten verwandelt werden; aber dazu gleich mehr.
Ganze vier Sekunden hat es gedauert. So lange sieht man Schauspieler Donald Glover aka Childish Gambino 2010 in der ersten Folge der zweiten Staffel von Community in einem Spider-Man-Schlafanzug. Ein kurzer Moment, der Massen an Menschen dazu gebracht hat, lautstark einzufordern, Glover müsse als Hauptfigur in dem damals frisch angekündigten Amazing Spider-Man-Film gecastet werden.