Über der Cocktailbar an der Strandpromenade hängt seit Jahren ein handgemaltes Schild mit knallroten Buchstaben: »Not shaken, just stirred — or it'll turn as murky as the Pacific at low tide.« Ein neuer Aushilfsbarkeeper in viel zu weitem Palmenhemd ignoriert das aus Gewohnheit, weshalb Teddy seinen Cocktail reklamiert. Esel erklärt dem Kellner geduldig, wie man einen Deep'n'Schluck sauber…
Zwei Gästegruppen haben versehentlich dasselbe Bootstour-Paket für denselben Nachmittag gebucht, weil das Buchungssystem kurzzeitig doppelt vergeben hat. Teddy vermittelt zwischen beiden, während Esel spontan eine zweite Route zusammenstellt. Am Ende sind beide Gruppen pünktlich und versöhnt abgefahren, nur mit unterschiedlichem Ziel.
Esel führt seit seiner ersten Ankunft eine private Liste kurioser Beobachtungen aus Peep'n'Brook: ein Flamingo mit Vorliebe für liegengelassene Sonnenbrillen, ein Jetski, der nur rückwärtsfährt, eine Strandbar mit Schneemann-Lichterkette. Teddy hält die Liste für überflüssig, gibt aber zu, dass sie sich gut macht, wenn das nächste Mal jemand nach einer Anekdote fragt.
Im kleinen Heimatmuseum von Peep'n'Brook hängt eine alte Postkarte, nur mit drei Herzen unterschrieben, adressiert an »die Menschen von hier«. Teddy liest sie Esel vor, weil sie ihm beim Warten auf die Fähre in die Hände fällt. Esel findet die Idee für eine Postkarte schön, fragt sich aber, wer so etwas verschickt, ohne zu wissen, wer es je lesen wird.
Ein Tourist fragt Esel an der Strandpromenade von Peep'n'Brook, ob der Ort wirklich nach einem Siedler benannt ist, der hier als Erster gestrandet sein soll. Teddy hält das für eine Geschichte, die sich irgendwann ein Fremdenführer ausgedacht hat, um die Frage nicht ständig neu beantworten zu müssen. Der Tourist zieht weiter, offenbar zufrieden mit jeder Antwort, solange sie nach Legende klingt.
Der Vater von Esel hat zwei Söhne, von denen einer nicht Teddy heißt, während Teddys Mutter einen Sohn hat, der weder Esel noch der andere Sohn von Esels Vater ist. Esels Mutter ist dabei nicht die Mutter von Teddy, aber trotzdem die Mutter eines Sohnes, dessen Vater nicht Teddys Vater ist. Teddys Vater wiederum hat einen Sohn, der Teddy heißt, und möglicherweise noch einen zweiten, der für dieses…
Eine helle Büroküche. Eine Frau im Kostüm steht am Kopierer und seufzt. Zwei Männer im Hintergrund tragen Anzüge mit Schulterpolstern und bunte Krawatten, sie trinken Kaffee. Sprecher: "Ein harter Arbeitstag. Der Chef redet wieder ohne Pause. Der Kopierer streikt. Die Männer verstehen wieder nur Bahnhof. " Die Tür geht auf. Ein großer Mann und ein kleinerer, fast gleich aussehender Mann kommen…
Auf dieser Bank im Park sitzen zwei Männer, die fast gleich aussehen. Der eine ist etwas älter und etwas größer, der andere etwas jünger und kleiner. Ansonsten könnten sie beinahe Brüder sein: ähnliche Kleidung, ähnliche Haltung und dieselbe konzentrierte, aber irgendwie auch verschmitzte Miene. Zwischen ihnen liegt ein Blatt Papier. Ich schätze mal, es ist eine Liste. Der Größere hält einen…
Johann Caspar Lavater glaubte im 18. Jahrhundert, auf der Stirn eines Menschen dessen Charakter lesen zu können. Wir wissen, dass das Unfug ist und versuchen es erst gar nicht. Uns reicht es, wenn Esel aus der Stirn den oder die zuständige Bundesministerin lesen kann. Zum Mitraten: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett (Das geht ganz einfach: Größer zoomen, so auf…
Valentina wusste nicht, warum sie beim letzten Mal so klug gewesen war, zu sagen: Alte Möbel, die keiner mehr braucht, gehen auch gerne mal kaputt. Und dann hatte sie genau so einen Schrank gekauft. Paraguay-Nussbaum, sagte der Händler auf dem Flohmarkt. Seltenes Holz. Sie kannte nur eine einzige Nussbaumsorte richtig gut, aber sie dachte: Ich rocke das. Jetzt stand das Ding in der Werkstatt, und…
___ hat mir nur den Titel der Folge geschickt. Nur den Titel. Nicht den Inhalt, nicht die Richtung, nicht einmal ein halbwegs nettes „mach mal ungefähr so“, sondern bloß: "Die Schwere der Beschwerde". Und daraus soll ich nun Shownotes machen. Ich bin offenbar nicht mehr Mitpodcaster, sondern ein Beschwerdeverarbeitungsapparat mit Ohren. ___ Anfang steht also nicht die Idee, sondern die Lücke. Der…
Der Reiseführer hatte geschrieben, man müsse sich die Höhe von Quito wie einen unsichtbaren Gegner vorstellen. Elena hatte das für Unsinn gehalten. Jetzt, auf zweitausendachthundert Metern, revidierte sie ihre Idee. Sie war gut in den Urlaub gestartet. Zwei Tage Küste, leichtfüßig, ohne Probleme. Dann Ecuador von unten nach oben, Bus um Bus, und plötzlich war die Luft dünn und der Kopf leer.…
Ich ging zum Rhein runter, obwohl ich den Rhein nie leiden konnte, nicht den Rhein selbst, sondern dieses Zum-Rhein-Runtergehen. Am Übergang von der Agentur zur Rheinpromenade stand ein Mann, der Teddy ähnlich sah, aber nicht Teddy war, schlimm genug Teddy allerdings, um mich sofort zu verärgern. Er sagte, er komme aus dem Jahr 2026. Ich sagte, das sei keine Information, sondern eine hanebüchende…
Sehr geehrte Wikipedia-Redaktionen der Welt, hiermit bewerbe ich mich auf die Position des Erstbildes. Mir ist bewusst, dass diese Position bei Ihnen nicht ausgeschrieben wird, sondern auf einem komplexen, undokumentierten Konsensverfahren basiert, das jede Sprachversion eigenständig pflegt – manchmal über Jahre, manchmal über Nacht. Genau das macht für mich den Reiz aus. Ich bringe alles mit, was…
Ana sagte, beim ersten Tango spüre man die Bühne unter den Füßen wie heißen Sand. José verstand das nicht, bis er an diesem Mittwochabend am Hafen seinen ersten Schritt tat. Er war nervös. Anfängliche Schwierigkeiten, sagte er sich, das ist normal. Seine Schuhe schienen ihm fremd. Der Rhythmus, den er die ganze Woche gehört hatte, war plötzlich weg, als hätte ihn jemand aus dem Raum getragen. Er…
Lieder leben, Lieder sterben, das möchte wohl keiner bestreiten. Falls aber doch, postulieren wir das einfach mal. Wenn das also unsere Annahme ist, können wir wohl auch annehmen, dass jedes Lied irgendwann noch einmal wiedergeboren werden möchte. Je häufiger, desto besser, denn umso mehr lebt es. Manche Lieder haben Glück und landen bei Sinéad O’Connor, Aretha Franklin oder Johnny Cash. Andere…
Die wahren Podstocks sind die Podstocks, die wir verloren haben. Nicht verloren wie einen Autoschlüssel oder einen Waschlappen, den man nach zwei Übernachtungen über dem Handtuchhalter hängen lässt, sondern verloren in dieser besonderen Weise, in der etwas wundervoll Schönes, kurz nachdem es in einem Zimmer unseres Lebens geschehen ist, schon in ein anderes Zimmer hinübergeht. Einen Moment lang…
Für Leni: Wir planten groß, doch konnten kaum Wir wussten ja auch gar nicht, wie Dann kamst du und hast uns aufgebaut Aus Blödsinn wurde Harmonie Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden dir ewig dankbar sein. Podstock hielt uns sicher, machte alles leicht In unseren Herzen tragen wir euch heim Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast uns beruhigt: „Ihr schafft das schon“ Hast uns…
Esel und Teddy sind unzufrieden. Die Downloadzahlen ihres Podcasts stürzen ab – doch woran liegt das? Sind sie zu alt geworden, oder gehen ihnen einfach die Ideen aus? Die beiden beschließen kurzerhand, sich neu zu erfinden und ganz frisch durchzustarten. Zwischen großen Ambitionen, verletzten Eitelkeiten und wachsenden Missverständnissen verlieren sie jedoch aus den Augen, wofür sie einmal…
Liebe Liebe, deine Schrift ist mir unbekannt. Dieser Abstand, dieser Abstand, er schmerzet und ist mir doch zugleich Arznei wider die Angst. Dieser Augenblick bei dir, tief in meine Seele eingeprägt. Ich wäre gerne ein Ganglehrer, doch, bei Gott, ich bin es nicht. Der Briefwechsel begann. Du erzähltest von dem Entwurf deines Lebens. Nunmehr blick ich durch den Tageleuchter, blicke auf den…
Teddy Paella kommt natürlich gar nicht aus Spanien, er kommt aus Ulmenhorst, einem kleinen Städtchen in Niedersachen. Aber das ist seinen Fans egal. Sie lieben ihn. Heute steht er auf, greift zur Zahnbürste und putzt sich die Zähne mit dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der später wieder „Alle Handylampen an“ in ein Mikrofon hauen wird. Noch schnell auf Klo, dann zündet er sicherheitshalber noch…
Es war ein milder Tag, nicht mehr Winter und noch nicht ganz Frühling, einer dieser Tage, die vor Freundlichkeit strotzen, in einer freundlich übertriebenen Art, an denen selbst ein stiller See aus ehemaligem Tagebau eine Bedeutungsschwere bekommt. Über dem Wasser lag Ruhe, über der Landschaft ein besänftigender Ernst. Zwei Herren, seit Jahren in eigentümlicher Freundschaft verbunden, gingen dort…
Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und sah aus weiter Ferne Die Bilder im stillen Land. Das Herz mir im Leibe entbrennte, Da hab’ ich mir heimlich gedacht: Ach, wer doch mitreisen könnte In der prächtigen Frühlingsnacht! Zwei gute Gesellen gingen Vorüber am Bildschirmrand, Ich hörte im Klicken sie singen Die stille Gegend entlang: Von schwindelnden Straßenschluchten, Wo…
Neunzehn Jahre. Es ist eine dieser Zahlen, die man ansieht und sofort wieder vergisst, weil sie unmöglich richtig sein kann. Als hätte jemand die Zeit unbemerkt gefaltet. Die Jahre mit Teddy kommen mir nicht vor wie eine Strecke, eher wie ein Zustand: ein langer, heller Durchzug aus Unsinn, Treue und sehr speziellen Gedanken. Und nun stehe ich in dieser stillen Ladenpassage, in der alles ein wenig…
Teddy fand den Kassettenrekorder auf dem Dachboden und drückte natürlich sofort auf die Rückspultaste. Klack. Schon standen Esel und Teddy 1989 in der Prager Botschaft, mitten in einer aufgeregten Menge. Teddy hielt einen Zettel in der Hand; woher der gekommen war, wusste er nicht. Der Auftrag war eindeutig: Menge beruhigen, damit Genschers ganze Rede hörbar bleibt. Ausreise nicht genehmigt! Dann…
Wenn ich sterbe komm ich in die Hölle, drum genieß ich es noch hier in Kölle. Wohnt ich im Norden, dann wär ich ein Schäfer, Und trünke dazu oft ein Jefer. Doch eigentlich wär das nicht so mein Ding, dann lebte ich lieber in Reading. Vielleicht wär ich da dann ein Schuster, äß mein Hähnchen immer mit Worcester. Ist am Ende der Theo dann futsch, fahr ich halt alleine nach Łódź. Oder ich riskiere…
Wir müssen uns auf einen musikalischen Auftritt beim Podstock vorbereiten, daher steht diese Folge ganz im Zeichen der Fortbildung: Heute testen wir, wie viel Musikwissen Teddy zwischen Nasenflöte und Trompete hat. Herr Müller spielt zehn kurze Audio-Schnipsel ab, Teddy muss zuordnen, mitnotieren, umsortieren und dabei möglichst nicht komplett an seinem Vertrauen in die eigene Kompetenz scheitern.…
Aus "The Metropolitan Chronicle", 17. Oktober 1893 Der Äther-Salon der endlosen Stimmen Mit Bewunderung und erheblicher Beklemmung vermerkt dieses Blatt eine frische Neuerung unseres ruhelosen Zeitalters. Dampf zähmte die Entfernung, der Telegraph die Zeit, das Telefon die Rede. Nun aber tritt ein Gerät hinzu, klein wie ein Etui, doch groß in seinen Folgen: Es bringt fremde Stimmen, konserviert…
Im Schatten der Berge, wo die Hallen kühl und die Gesetze streng waren, lebte Karl Dav. Er war kein Fürst und kein König, sondern ein einfacher Hüter von Listen, Kalendern und Gedanken. Doch die Menschen vertrauten ihm. Denn Karl Dav lebte und handelte nach einem alten Kodex: DSGVO. Eines Tages jedoch riss der gierige Landvogt Bezo die Macht an sich und errichtete überall glänzende Festungen im…
Sehr geehrte abgelutschte, gleichartige Podcaster, ich bewerbe mich als Shownotes-Specialist, weil ich in der Lage bin, aus struktureller Ineffizienz eine saubere Übersicht zu bauen. Ich kann Spielmechaniken so erklären, dass sie auch dann verständlich bleiben, wenn während der Aufnahme spontan Bonuspunkte erfunden werden. Ich kann Timecodes setzen, selbst wenn nebenbei über Steve Ballmer, alte…
Es ist wieder soweit: Esel und Teddy treten im großen Podcast-Duell gegen die Titelverteidiger Johannes und Stefan vom Podcast „Luft nach oben“ an, diesmal als Doppeljahres-Ausgabe, weil wir beim Aufnehmen kurzerhand ins neue Jahr gerutscht sind. Moderiert wird das Ganze wie immer von Becci, die das Duell vorbereitet und ihm auch direkt ein neues Motto verpasst hat: „Jetzt wird geheiratet!“…
Der Musiker steht hinter Teddy, löst den Knoten, zieht die Augenbinde langsam nach oben. Licht. Gläser. Stimmen, die plötzlich Gesichter haben. Alle lachen, er hört den Atlantik nicht mehr. Der Musiker grinst kurz und sagt: „So. Willkommen zurück. War gut heute, oder? Nicht perfekt, bisschen link, bisschen rechts, aber ehrlich. Und genau so soll’s sein.“ Er macht eine kleine Pause, schaut Teddy…
Ich starre auf dieses Ding. Es ist kalt. Es hat geschneit. Schnee bedeckt es vollständig. Es ist groß. Riesig. Stundenlang. Still. Weiß. Langsam beginnt der Schnee zu schmelzen. Ich glaube zu erkennen, was es ist. Nein. Noch nicht. Es ist gar nicht mehr groß. Da sind Linien. Konturen. Eine Ahnung. Irgendwann ist der Schnee verschwunden. Das Eis auch. Und darunter liegt kein Geheimnis. Nur eine…
Ich wache auf, bevor der Wecker klingelt. Habe ich den Wecker vergessen? Schaue aufs Handy. Ne, habe ich nicht. Aber dieses ungute Gefühl, dass was passiert ist. Zwölf Benachrichtigungen. Ich setze mich hin, ziehe an der E-Zigarette, öffne die News-App und sehe direkt die erste Schlagzeile: keine Neuwahl 2026. Ich nicke, mehr zu mir selbst als zur Welt. Ist OK, ist ja vielleicht besser so. In der…
Teddy: Esel, du hast vergessen, die Outtakes-Folge zu posten. Esel: Hä? Outtakes? Die posten wir? Teddy: Ja, klar. Natürlich posten wir die. Das ist Tradition. Esel: Seit wann? Teddy: Seit immer. Esel: Aha. Und was gibt’s da so? Teddy: Na ja. Zum Beispiel dich, wie du fünf Minuten lang versuchst, die Stummschaltung zu lösen und dabei immer lauter wirst. Esel: Das war Recherche. Teddy: Dann gibt’s…
Ziel dieser Präsentation ist es, die Entwicklung der vergangenen 18 Jahre strukturiert zu reflektieren, zentrale Meilensteine und Ergebnisse zu dokumentieren sowie wesentliche Herausforderungen und daraus abgeleitete Erkenntnisse darzustellen. Auf dieser Basis wird ein kurzer Ausblick auf die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre gegeben. Die Inhalte sind entlang einer klaren Agenda…
Esel: Sag mal, Teddy, wollen wir das Thema heute wirklich noch aufmachen? Mir ist das ehrlich gesagt Banane. Teddy: Jetzt spiel nicht das sortierte Studentenfutter. Hier geht’s um B12, da kann man nicht einfach so tun, als wäre nichts. Esel: Na gut, aber eins sag ich dir gleich: Alles hat ein Ende, und wenn wir hier nicht aufpassen, drehen wir uns im Kreis wie ne Spiralkartoffel. Teddy: Möglich.…
Als Teddy aufwacht, riecht die Welt nach Zimt und Abenteuer. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel von Esel: „Bin kurz weg. Muss was probieren. Folge der Spur der Gewürze. Esel“ Teddy seufzt, nimmt seinen kleinen Rucksack und macht sich auf den Weg. Seine Reise beginnt in Genf. Am Seeufer sitzt ein alter Mann mit einem Stand voller seltsamer Pülverchen. „Hast du einen Esel gesehen?“, fragt Teddy.…
Der Dezember in Tallinn fühlt sich an, als hätte jemand die Stadt in dünne, kalte Scheiben geschnitten. Wir laufen durch die Altstadt, Schultern hochgezogen, Schritte vorsichtig auf dem glatten Kopfsteinpflaster, zwischen so dicht stehenden Häusern. Auf dem Rathausplatz sehen wir den ersten Buchstaben. Ein schwarzes N steckt schief im Schnee. Direkt daneben, halb unter einer Bank: noch ein S. Wir…
Ich renne los als hätte mich jemand aus einer alten Folge geschubst und in ein grelles Kaufhaus geworfen und in meinem Kopf schreien die Stimmen von Teddy und mir selbst über Pfeifen von Nick Knatterton über BMX-Fahrräder ohne Schutzblech über beige Kleidung zu schwarzen Rädern und alles rauscht und ich brauche ein Geburtstagsgeschenk jetzt sofort und die Dinge springen mich an Charcuterie-Bretter…
Die Sonne schlägt mir wieder ins Gesicht, schlechtgelaunt, und ich soll nun, ausgerechnet jetzt, eine nüchterne Zusammenfassung dieses Gesprächs verfassen. Nüchtern! Ich habe doch schon seit Tagen – oder ... Jahren? – kein verlässliches Zeitgefühl mehr. Die Uhr über der Tür ist stehen geblieben, vermutlich aus Solidarität. Das Gespräch begann um… Ja, nun, irgendwann zwischen Sonnenaufgang und der…
Auf dem Heimweg, als die Stadt bereits in jenes feuchte Dämmerlicht sank, das dem Spätherbst eine gewisse Würde verleiht, fand er – nicht aus Zerstreutheit, sondern gleichsam als leiser Auftrag an sein fühlendes Vernunftwesen – Blumen auf dem Pflaster, einzeln, wie sorgsam hingelegt. Eine gelbe Rose zuerst: die nüchterne Freundschaft, dachte er, nicht ohne das säuerliche Aroma des Verdachts, den…