Bella Napoli und es ist nicht einmal Oktoberfest. Da jedenfalls kommt eine Hälfte dieses Newsletters gerade her, mit den Taschen voller Souvenirs und mehr 1-Euro-Aperol im Bauch als der Zoll erlaubt. Wir versuchen, euch den Sonnenschein und das “Tutto Passa” hier in ein paar digitale Zeilen zu gießen und so bis zum Samstag durchzuhalten, wenn auch hier die Spritzitinos im T-Shirt genossen werden können. Wir schwelgen mal wieder in TV-Erinnerungen, Anastasia erinnert uns an echte Klassiker und wir haben eine weitere Blaue Mauritius für eure Briefmarkensammlung guter Restaurants und Bars in unserem neuen Google-Maps-Format (ratet mal wo). Musik und Dokus dürfen weder hier noch am Fuße des Vesuv fehlen und damit ist unser Newsletter-Handgepäck in Richtung Wochenende gepackt und verstaut. Pronto!
So kommt Euphoria also zu seiner letzten Staffel. Die ersten zwei Staffeln waren auf jeden Fall intensiv, auch wenn der Aufschrei damals etwas heftig wirkte, insbesondere mit Blick auf Skins, das im Prinzip die gleiche Thematik ja deutlich früher (und auch etwas authentischer) behandelte. Aber ohne Zendaya. Und wenn ich so darüber nachdenke: Teenager, Drogen, Abstürze, Liebesdreiecke, Schlägereien – da gab es doch auch etwas in unserer Zeit. Und jetzt alle: Californiaaaaaa. The O.C. hat uns ein Leben gezeigt, das zu schön um wahr zu sein wirkte. Strand, immer währender Sommer und der wahrscheinlich coolste Typ der Welt – Seth Cohen. Es gäbe viel zu besprechen, aber ich glaube, was die meisten von uns mit der Serie verbinden ist die Musik. Auch neben dem Ohrwurm des Titelsongs, hatte die Serie mehr Banger als Düsseldorf (Deutschrap-Joke).
Irgendwann wurde eine Location vorgestellt, deren einzige Aufgabe es war, einen Grund zu haben, um passende Bands in den Folgen selbst performen zu lassen. Rooney ist bis heute in meiner „Sommer“-Playlist und „I’m Shakin’“ ist der Inbegriff guter Laune. Generell gab es noch Indie-Rock, als Ryan uns mit in den poshen Teil von Kalifornien nahm. Death Cab for Cutie? Euphoria could never. Ich bin mir sicher, für die jüngeren Zuschauer ist der Soundtrack der HBO-Hit-Serie heute genauso ikonisch wie die legendären THE O.C.-Soundtracks für uns - kennt ihr eine andere Serie, deren Soundtracks man auf CD gekauft hat (oder zumindest gebrannt hat)? Also Sonnencreme auftragen, ein Corona aufmachen und noch einmal: Californiaaaaa.
Falls ihr die letzte Ausgabe verschlafen habt und euch wundert, warum hier kein Sandwich-Rezept steht: An dieser Stelle findet ihr ab jetzt unsere digitale Map, Notizen von all den Spots, zu denen wir dringend (wieder) wollen oder gerade waren. Direkt bereit, um auf euren Listen gespeichert und hoffentlich bald gecheckt zu werden.
Ja, was soll ich groß sagen. Pizza Margherita für 4 €, frittierte Vorspeisen und großes Bier für je 3 €. Mehr braucht es doch gar nicht. Das Lokal ist alles, was ich mir von der Neapel-Reise erhofft hatte, und auch wenn die Pizza nicht die beste war, die ich in Neapel gegessen habe, hat hier einfach alles gestimmt. Tutto passa statt tutto pasta.
Ein halb offener Reißverschluss. Ein Blick ins Innere. Dinge, die man eigentlich nicht inszeniert und die genau deshalb plötzlich interessanter sind als jedes perfekt gestylte Campaign-Shooting. Louis Vuitton spielt genau dieses Spiel. Aber natürlich nicht zufällig. Mit der “In My Bag”-Kampagne wird die Speedy P9 nicht einfach getragen, sondern geöffnet. Und dieser Move ist klug. Weil er das tut, was Luxus sonst vermeidet: Er zeigt, was wirklich drin ist. Nicht metaphorisch. Sondern ganz konkret.
Der Text ist noch lange nicht vorbei, also rüber zu Anastasias Magazin und dem ganzen Artikel!
Während im Fußball ständig die Typenfrage gestellt wird und sich in der Gesellschaft allgemein mal mehr Typen hinterfragen sollten, widmet Liam Saint-Pierre sich einem Typen, dessen ganzes Leben der Film ist und der jetzt seinen eigenen Film bekommt: Ümit Mesut. Seit 30 Jahren verleiht und repariert er Filmprojektoren und hat mehr Filme auf Rollen, als sich bei den ganzen Streamern zu schauen lohnen. Abgesehen von den diversen Blockbustern dieses Jahr, definitiv ein Film, auf den ich mich freue! Checkt den Trailer und dann ab ins Programmkino.
Wir wollten nie die sein, die ständig sagen, dass früher alles besser war. Es wird aber auf jeden Fall nicht einfacher, sich für neue Musik zu begeistern, umso besser, wenn junge Künstler wie Beslik und eben PaulK durchstarten und neben überragenden Alben auch erste Touren spielen. PaulK aus Bonn, aktuell im Umfeld von reezy, bringt in zwei Wochen sein neues Projekt “Bonn Chance” und die ersten Singles waren so stark, dass wir keine zwei Wochen mehr warten wollten. Also hört euch “Day to Day” heute an und lasst euch von der nächsten Generation anstecken.

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