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Eclectic Engineering

Gespräche und Monologe über Philosophie, Kunst, feministische Theorie und Psychoanalyse. Marie von Heyl & Gäste www.marievonheyl.de

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Du musst dein Leben ändern – Peter Sloterdijk vs Peter Sloterdijk

In dieser Episode konfrontiere ich den Sloterdijk der »Sphärentrilogie« mit dem Sloterdijk von »Du musst dein Leben ändern« und stelle die These auf, dass die beiden nicht denselben Raum bewohnen. Sloterdijk I beschreibt einen Raum, in dem wir uns gegenseitig enthalten, Sloterdijk II einen, in dem es unerbittlich nach oben zieht. Welche Ausirkungen hat diese raumtheoretische Wende auf unsere…

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Das gute Leben – Virginia Woolf mit Christoph Menke

In dieser Episode stelle ich die These auf, dass sich für das moderne Subjekt innerhalb der Frage nach dem guten Leben die Gewichtung vom Prädikat "gut" hin zum Leben selbst verschoben hat. Dazu lese ich Virginia Woolfs "To the Lighthouse" mit Christoph Menkes Unterscheidung zwischen Vermögen und Kraft. Und frage mich, was die Kraft eigentlich vom Trieb unterscheidet.

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Das Gesicht – Fran Lebowitz mit Gilles Deleuze und Félix Guattari

In dieser Episode drehe ich zwei Runden auf dem siebten Plateau über die Erschaffung des Gesichts von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Ausgehend von Fran Lebowitz‘ Feststellung, dass es nur drei Looks gibt – young, old, or surgical – frage ich, ob das in Zeiten des „undetectable“ Facelifts noch gilt. Dabei versuche ich, die Doppelfigur des Gesichts als Ort der Einschreibung und affektiver…

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Die Tür (und andere Raumprobleme)

Das Atelier, das Schreibzimmer oder die Klausur sind nicht einfach architektonische Tatsachen, sondern mythenumwobene Sehnsuchtsorte. In dieser Episode frage ich mich, ob geistige und künstlerische Produktion tatsächlich den Rückzug in die Abgeschiedenheit voraussetzen, und ob das überhaupt möglich ist. Mithilfe von Virginia Woolf, Gaston Bachelard und Peter Sloterdijk versuche ich mich an einer…

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Affirmationsmaschinen – Deleuze & Guattari vs ChatGPT

Was sind das eigentlich für Gespräche, die wir mit »KI« führen? In dieser Episode stelle ich die Hypothese auf, dass dieser Diskurs strukturell über kein Nein verfügt, da Chatbots auf der Beziehungsebene nur Ja sagen können. Ich unterscheide die Affirmations-Maschinen von den Wunsch-Maschinen von Gilles Deleuze und Félix Guattari und bitte außerdem noch ein paar andere Ja-Sager auf die Bühne, um…

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Anfang ohne Ursprung

Jeder Mensch schlägt einen neuen Faden ins Gewebe – Hannah Arendt bedient sich dieser Metapher, um das Bezugssystem menschlicher Angelegenheiten als ein weltoffenes zu denken. In dieser Episode vergleiche ich Arendts Gewebe mit dem Rhizom von Gilles Deleuze und Félix Guattari, um für eine Unterscheidung von Anfang und Ursprung zu plädieren. Es wird sich zeigen, dass für diese Unterscheidung die…

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Stoikerinnen

Seit einigen Jahren erfährt der Stoizismus in anti-feministischen Kreisen eine auffällige Renaissance, die im gleichen Zug einen beinahe totgeglaubten misogynen Binarismus wiederbelebt. In dieser Episode schaue ich mir dieses Phänomen etwas genauer an, was mich über Kalifornien ins alte Griechenland und bis nach Brüssel führt. Schließlich schlage ich mit Gilles Deleuze eine alternative Lesart der…

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Die Falte

Im Jahr 1985 unterbricht Gilles Deleuze anlässlich des Todes von Michel Foucault seine Überlegungen zu »Was ist Philosophie?« um ein Portrait über das Denken seines Freundes zu schreiben. Nach der Veröffentlichung kehrt er allerdings nicht gleich zu seinem ursprünglichen Projekt zurück, sondern schreibt zunächst »Die Falte«, sein Buch über Leibniz und den Barock. Warum? In dieser Episode stelle…

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Kosmos

Der Ausgangspunkt für diese Episode ist eine denkwürdige Nacht unter dem Sternenhimmel, die eine ganze Reihe von Fragen heraufbeschwört: Was sehen wir, wenn wir meinen, am Himmel dasselbe zu sehen? Können wir noch von einer gemeinsamen Welt ausgehen, nachdem die Transzendentalphilosophie den Kosmos als gefügte Ordnung gesprengt hat? Und falls nicht, welcher Weltbegriff garantiert im…

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Was heißt hier Denken?

In dieser Episode gehe ich dem Unbehagen nach, das sich bei mir einstellt, wenn meine Mitmenschen von meditativen Zuständen schwärmen. Ist ein entleerter Geist nicht der Tod des Denkens? Und was heißt hier eigentlich Denken? Durch die Auseinandersetzung mit Martin Heideggers Aufsätzen “Was heißt Denken?” und “Gelassenheit” beginne ich, einen neuen Begriff zu entwickeln: Das sesshafte Begehren.…

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Lug und Trug

Warum lügen wir? Die utilitaristische Ethik argumentiert, dass die Lüge ein Mittel zum Zweck ist und plädiert für Radical Honesty, um das Zusammenleben besser zu gestalten. In dieser Episode argumentiere ich, dass diese Lesart das komplexe und lustbesetzte Spiel mit dem Schein verkennt und versuche mich an einer psychoanalytischen Alternative. Mit Gilles Deleuzes Kritik des Platonismus und anhand…

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Der entwendete Brief – Jacques Lacan vs. Jacques Derrida

Erreicht ein Brief immer seinen Bestimmungsort? Jacques Lacan und Jacques Derrida sind hier unterschiedlicher Meinung. In dieser Episode nehme ich ein unheimliches Ereignis zum Anlass, diesen berühmten Disput um die Auslegung einer Geschichte von Edgar Allen Poe nachzuzeichnen, um zu untersuchen, welche Rolle die Adressierung des Anderen in der Produktion spielt.

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Angst und Schrecken

„Ich philosophiere nur im Schrecken” schreibt Jacques Derrida „aber im eingestandenen Schrecken, wahnsinnig zu sein.” In dieser Folge untersuche ich Angst und Schrecken auf ihr Erkenntnispotential. Wenn Angst kein Objekt hat, wie Sigmund Freud uns lehrt, was offenbart sich dann in der Gewissheit der Angsterfahrung? Und wie verhält sich die Angst zum Schrecken? Ich beginne mit Angst als Methode in…

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Eros und Thanatos des Gesprächs

In dieser Folge forsche ich nach Thanatos. Wenn es einen Eros des Gesprächs gibt, muss es dann nicht auch einen Todestrieb des Gesprächs geben? Ich blicke mit Sigmund Freud ins Jenseits des Lustprinzips, und entdecke dort eine gegenstrebige Triebdynamik, die sich als sehr fruchtbar erweist, um kulturelle Produktion zu denken. Ich erkläre Freuds "Zauderrhythmus" zur Methode, suche nach Beispielen…

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Wer spricht? Das Ereignis als Anrufung

Immer wieder berichten KünstlerInnen davon, dass die Dinge zu ihnen sprechen – doch wer oder was spricht hier eigentlich? In dieser Folge nehme ich ein ästhetisches Ekelerlebnis zum Anlass, mir die Ereignistheorie von Badiou nochmals genauer anzuschauen, um am Beispiel des Phänomens künstlerischer Schaffenskrisen - wenn die Dinge stumm werden - zu argumentieren, dass Badiou in seiner Theorie einen…

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Zufall und Einfall

Welches Bild macht sich die Philosophie vom Denken? Was setzt sie dabei implizit voraus? Ist Erkenntnis möglich, wenn in einer Art Zirkelschluss immer wieder die eigenen Annahmen zutage gefördert werden? Für Gilles Deleuze beginnt Denken im Außen, denn allein die zufällige Begegnung trifft uns mit der Wucht einer Notwendigkeit, die zum Denken zwingt. In dieser Folge vergleiche ich diese Figur…

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Die/der Andere

Was ist die/der Andere? Für Gilles Deleuze: weder Subjekt noch Objekt, sondern Ausdruck einer möglichen Welt. Doch was heißt das? In dieser Episode lese ich mit Deleuze das Buch ‘Freitag oder im Schoß des Pazifik’ von Michel Tournier, folge Simone de Beauvoir in die Berge und Roni Horn nach Island, blicke Jan Bas Ader in sein schmerzverzerrtes Gesicht und frage mich, warum ein bestimmter Satz mir…

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Eupalinos oder das Phantasma als Ereignis (Teil II )

Schreibe ich den Text oder schreibt der Text mich? In dieser Folge kombiniere ich meine Lesart des Eupalinos als kollektives Phantasma mit Roland Barthes' Phantasma, einen Roman zu schreiben. Eignen sich das Phantasma und der Ereignisbegriff von Gilles Deleuze dazu, Schaffensprozesse zu beschreiben? Es geht um paradoxe Dinge, zweiseitigen Diebstahl, unterstelltes Wissen, Zufallsbegegnungen,…

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Eupalinos oder das Phantasma als Ereignis (Teil I)

In Paul Valérys legendärem Text 'Eupalinos oder der Architekt' macht Sokrates am Strand einen folgenschweren Fund. Das Meer spielt ihm das 'zweideutigste Ding' in die Hände, das ihn vor die Entscheidung stellt, entweder Künstler oder Philosoph zu werden. In dieser Episode unterziehe ich Valérys Text mit Hilfe von Gilles Deleuze und Hans Blumenberg einer Re-Lektüre. Der Fund, so die These,…

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Freundschaft und Komplizenschaft

In dieser Episode spreche ich über Sympathie, Antipathie und Idiosynkrasie. Mit Silvia Bovenschen, Julia Kristeva und Roland Barthes versuche ich nachzuvollziehen, was in uns vor sich geht, wenn wir uns von Kleinigkeiten abgestoßen fühlen. Es geht um Momente der Unlust als affektive Gewissheiten und darum, ob man sich dafür verachtet oder darüber verbündet.

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Augenblicke der Wahrheit — Barthes & Proust vs. Sloterdijk & Badiou

Muss ich mein Leben ändern? In dieser Folge geht es um Schaffenskrisen und Erweckungserlebnisse. Was lässt sich anhand solcher "Augenblicke der Wahrheit" über das Verhältnis von Lust, Begehren und Produktion sagen? Ich beginne mit Peter Sloterdijks absolutem Imperativ und frage mich, wie Roland Barthes wohl darauf reagiert hätte. Vielleicht mit einem Haiku?

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Deleuze / Guattari / Badiou — ein Eifersuchtsdrama ( 2. Akt )

Im zweiten Akt meines Eifersuchtsdramas unterstelle ich Alain Badiou eine zwangsneurotische Lustfeindlichkeit, die seine gesamte Philosophie als Versuch erscheinen lässt, das schöpferische Spiel mit dem Partikularen durch das Singuläre des Ereignisses zu ersetzen. Wie verhalten sich Liebe, Wahrheit, Schöpfung und Lust zueinander? Und wie konstruiert man eine…

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Deleuze / Guattari / Badiou — ein Eifersuchtsdrama ( 1.Akt )

In dieser Folge unterstelle ich Alain Badiou das Motiv der Eifersucht, um mir durch seine Augen die besondere Denkbeziehung zwischen Gilles Deleuze und Félix Guattari etwas genauer anzusehen und daran meine Konzeption des unendlichen, idiorrhythmischen Gesprächs als eklektische Kollaboration zu skizzieren.

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Gespräch. Ästhetik. Sinn.

Mit Johannes Waßmer, Professor für Deutsche Literatur an der Osaka University in Japan, spreche ich über Sinn als ästhetische Erfahrung, die sich unter anderem im Gespräch ereignet. Es geht um die Selbstkonstitution des Ich am Anderen bei Martin Buber, um intransitives Verstehen und die sinnliche Erkenntnis der mystischen Erfahrung, um sauberes vs. schmutziges Sprechen, die Präsenz der Zeichen im…

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Zusammen leben

Mit Lena Mattheis, Dozentin für zeitgenössische Literatur an der University of Surrey, spreche ich über die utopische Frage "Wie zusammen leben?", der Roland Barthes 1976/77 ein ganzes Seminar widmete. Lena, die zu translokalen Räumen und queeren Formen und Formaten forscht, hatte in ihrem eigenen Podcast Queer Lit gemeinsam mit Tyler Bradway eine Folge zu Queer Kinship aufgenommen, und in unserem…

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Wiederholung

Mit dem Lacan-Experten Rolf Nemitz spreche ich über die Wiederholung. Wir beginnen klassisch mit Freuds Entdeckung des Wiederholungszwangs als Lust jenseits des Lustprinzips und arbeiten uns vor zur Jacques Lacans Wiederaufnahme und Umarbeitung des Begriffs. Bis die Stimme versagt, sprechen wir über Schicksalszwänge, das Drängen von Signifikanten, verlorene Objekte, intergenerationale Traumata und…

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Medialität des Messies

Insa Härtel forscht und arbeitet an der Schnittstelle von Kulturwissenschaften und Psychoanalyse. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Phänomen Messie medial dargestellt und kulturell verhandelt wird. Wie werden in Trash-TV-Sendungen virulente Fragen bearbeitet, zum Beispiel Trauma- oder Responsibilisierungsdiskurse? Welche Rückschlüsse lassen sich anhand dieses Umgangs mit der…

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Das unendliche Gespräch

"Talking has nothing to do with creation" — das Sprechen hat mit dem Schaffen nichts zu tun — behauptet Gertrude Stein in ihrer Lecture "What Are Masterpieces And Why Are There So Few Of Them?" von 1936 ... ist das wirklich so? In dieser Folge nehme ich Steins Aussage zum Anlass, anhand von Erkenntnissen aus meiner eigenen künstlerischen und theoretischen Arbeit, eine Art Gegenthese zu…

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Abschweifen

Felix Deiters und ich haben uns verabredet, um über das Abschweifen zu reden. Und schweifen immer wieder ab. Wir sprechen über Denkräume, das poröse Selbst, zittrig aufgetragenen Kajal und neurotische Quirks; aber auch über die Kunst des Vergessens und das Abschweifen als Abweichen von der Norm. Anhand von Paul B Preciados Text ‘Can The Monster Speak?', Jack Halberstams ‘The Queer Art of Failure’…

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Der Verlust der Rückseite (ein Lament)

In dieser Folge tummelt sich so einiges: einseitige Kühe, janusköpfige Bilder, Dämonen ohne Rückseite und Meat Loaf im Dialog mit Hegel. Ich versuche mich an der Form des Laments — historisch ein wichtiges Werkzeug um der weiblichen Stimme öffentlich Gehör zu verschaffen — um den Verlust der Rückseite zu beklagen. Ausgehend von der trivialen Beobachtung, dass wir in digitalen Meeting Rooms nur…

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Ins Offene sprechen

Mit dem Autor und Kunstliebhaber Thomas Schlereth suche ich nach Umgangsformen mit dem Unbestimmten – innerhalb und außerhalb des Begrifflichen. Wir sprechen über Texte, die gelesen, und Bilder, die gesehen werden wollen, über geliehene und letzte Worte, den Unterschied zwischen Definieren und Benennen, und immer wieder über das kleine Wort „und“. Nicht nur, sondern auch. Unsichtbare Gäste am…

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Erotik des Nichtverstehens

Mit der Philosophin Melanie Reichert spreche ich über den Bedeutungsentzug als erotische Erfahrung. Wie verhandelt das Subjekt der Moderne den Umstand, dass universelle Gewissheiten nicht mehr zu haben sind? Gibt es neben der Lust am Verstehen und der Form auch eine Jouissance des Nicht-Verstehens, die im Bruch aufscheint? Wir sprechen über Roland Barthes Entwicklung vom Ideologiekritiker zum…

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Liebe

Mit dem Philosophen Martijn Buijs spreche ich über Liebe. Lange aus der Philosophie verschwunden, scheint sie seit einigen Jahren wieder Thema zu sein. Wir beginnen klassisch mit Platon, landen aber bald bei Alain Badious Auffassung von Liebe als Ereignis und überlegen wie dies mit seinen Strickpullovern zusammenhängen könnte. Außerdem sprechen wir über Liebe und das Neue, Liebe und Ethik, Liebe…

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Künstler*innenbegehren

In dieser Folge spreche ich — diesmal ohne Gast— über die Begehrensdynamik künstlerischer Produktion. Als Dreh-und Angelpunkt dient der Fund zweier auf den ersten Blick widersprüchlicher Aussagen im Werk von Jacques Lacan und Roland Barthes. Das künstlerische Schaffen, so meine These, wird bewegt von einem Künstler*innen-Begehren, das sich am Kunstwerk als produktiv erweist. Anschließend bespreche…

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Die Talmudische Denkweise

Mit der Autorin, Künstlerin und Ausstellungsmacherin Shulamit Bruckstein spreche ich über ihr langjähriges Anliegen, rabbinische Verfahren des Studiums und der Auslegung mit Mitteln der künstlerischen Forschung fortzusetzen. Gibt es eine talmudische Denkweise, wie 1908 von Karl Abraham in einem Brief an Sigmund Freud behauptet? In talmudischer Manier definieren wir nicht, sondern kreisen in…

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Der Blick

Mit der Bild-und Literaturwissenschaftlerin Mareike Stoll spreche ich über Ästhetik und Politik des Blicks. Ausgehend von Mareikes Forschung zu Fotobüchern der Weimarer Republik diskutieren wir, inwieweit die Ambivalenz der Fotografie eine Alphabetisierung des Sehens verlangte und heute immer noch verlangt. Wir sprechen über Anti-Musen und den geschlechtlichen Blick, über das Zusammenspiel von…

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Porosität

Mit dem Kunst-und Medienschaffenden Enno Schramm spreche ich über Porosität als Metapher für Zustände der Durchlässigkeit. Wir beginnen mit der verbreiteten Assoziierung von Kreativität und Wahn und fragen, was Inspiration, Hypomanie, Rausch und Psychose verbindet bzw trennt. Enno erzählt von seiner Praxis des Open Dialogue, wir diskutieren Künstler- und Schaffensmythen und Erotik als eine Form…

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Die Rauheit des Sinns

Mit dem Kultur-und Medienwissenschaftler Gunnar Schmidt spreche ich über Sprachlust und Sprachschmerz. Wo macht Sprache Lust und wo tut sie weh? Wir diskutieren den Chandos-Brief von Hugo von Hofmansthal und Roland Barthes Lust am Text; wir schleifen an einer Theorie der Rauheit des Sinns und fragen nach den Initiations-Mythen in Künstlerbiografien, nicht zuletzt nach unseren eigenen. Mit viel…

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Körper, die sprechen

Mit Moritz Klenk, Professor für Kulturwissenschaften an der Hochschule Mannheim, spreche ich über das Gespräch als Erfahrung und Mittel der Erkenntnis. Anhand seines Projekts eines öffentlichen gesprochenen Denktagebuchs diskutieren wir das Verhältnis von "schmutziger"und "gereinigter" Sprache und den Überschuss des Körperlichen in der Sinnproduktion. Dabei geht es um den Leib/Körper in…

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Das Ende der Worte

Mit der Künstlerin Kasia Fudakowski spreche ich über ihr Projekt "Word Count": In der nahen Zukunft finden Wissenschaftler heraus, dass ein unmittelbarer Zusammenhang besteht zwischen dem steigenden Meeresspiegel und der Anzahl an gesprochenen Wörtern, woraufhin die Weltgemeinschaft beschließt, deren Anzahl auf 433 Stück pro Person und Tag zu limitieren. Vor dem Hintergrund dieses Szenarios…

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Weibliche Lust und Mystik

Mit der Psychoanalytikerin, Autorin und Ex-Universitätsdozentin Edith Seifert spreche ich über die weibliche Lustposition in der Psychoanalyse. Es geht um das Verhältnis von Jouissance, Sprache und Körper, um Lustschmerz und Hingabe der Mystikerinnen, und um soziale Skripte und persönliche Drehbücher der Lust. Wir fragen, ob angesichts zeitgenössischer Entgrentzungsangebote wie BDSM Praktiken von…

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Feministische Stadtplanung

Mit der Aktivistin und politischen Referentin Janna Aljets spreche ich über feministische Verkehrs-und Stadtplanung. Wir diskutieren in Zement gegossene Stereotype, sexistische Schneebeseitigung (!) und wer durch ein Narrativ der Angst aus der physischen und digitalen Öffentlichkeit ferngehalten wird. Es geht um die Unsichtbarkeit von Minderheiten in der Statistik, den lange Atem der…

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Übersetzen

Mit dem Lacan-Experten Rolf Nemitz spreche ich über die Praxis des Übersetzens. Wir versuchen, der Lust an dieser “selbstlosen" Kunst nachzuspüren und vergleichen Metaphern, die für den Übersetzungsvorgang bemüht werden. Wir sprechen über die Schwierigkeit Lacan zu übersetzen, fragen mit Walter Benjamin nach dem Ungesagten im Text und mit Frank Zappa ob ein Text über ein Kunstwerk nicht immer…

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Textbegehren

In dieser Episode denke ich über das Verhältnis von Ich und Wir nach. Ohne Gast, denn es ist Mai 2020 und wir sind mitten in Corona-Krise. Es geht um Orte des Sprechens, um die Schwierigkeit Ich zu sagen, um das Manifest als künstlerisches Format und das Wir als literarisches Mittel. Es geht um Roland Barthes Buch "Die Lust am Text" und meine darauf aufbauende Theorie eines möglichen…

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Die Grauzone

Mit dem Soziologen und Buchautor Jonas Helbig spreche ich über die Grauzone und ihre Bewohner. In unserer Gesprächs-Maschine geht es um Störungen, Ränder und Lücken von Ordnungssystemen im Allgemeinen und den Opportunisten als Figur rechtlicher und ökonomischer Grauzonen im Besonderen. Wir sprechen über implizites Wissen, fuzzy logic, Bauernregeln und Roland Barthes ’Neutrum', philosophieren über…

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Text und Körper

Mein Gast Katharina Ludwig ist Künstlerin und promoviert zur "Wunde am Text". In unserer Gesprächs-Maschine unterhalten wir uns über Zentauren, Frankensteins Monster, den Cyborg und andere Begriffsfiguren der Theorie, die für das Verhältnis von Text und Körper stehen. Wir sprechen über künstlerische Forschung, prothetische Literatur und feministische Geschichtsschreibung. Mit Hélène Cixous…

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Künstliche Intelligenz und Fiktion

Mit dem Medienwissenschaftler Wenzel Mehnert spreche ich über die Rolle von narrativen und spekulativen Fiktionen im Diskurs um Künstliche Intelligenz. In unserer Gesprächs-Maschine behandeln wir jüngste Automatisierungs-Behauptungen im Feld künstlerischer Kreativität, ethnologische Dilemmata im Bereich der ökologischen Kybernetik und die geschlechtliche Konnotation von Turing-Tests. Wir sprechen…

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Audience of One

Mit dem selbsterklärten Non-Visual-Designer und Mitbegründer des "Trouble Salon" Joachim Stein spreche ich über reale und fiktive Adressaten künstlerischer Produktion und die Mindestgröße eines Publikums. Ist der imaginierte Andere schon Publikum genug? In unserer Gesprächs-Maschine drücken wir uns erfolgreich um eine Definition von Kunst, streifen künstlerische Selbsttechniken und denken mit…

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Judith Butler

Mit der Theaterwissenschaftlerin und Sonderpädagogin Nicole Mörsch spreche ich über die Philosophie Judith Butlers. Knotenpunkte unserer Gesprächs-Maschine sind Körperbilder, Doing Disability, und Heimsuchungseffekte des gesellschaftlich Verworfenen. Wir sprechen darüber, warum Diskussionen über Butler so frustrierend sein können und fragen nach der metaphysischen Ästhetik bzw. subversiven Erotik…

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