Libanons Staatspräsident Joseph Aoun hat im Vatikan Gespräche über das historische Rahmenabkommen geführt, das Ende Juni von seinem Staat, Israel und den USA unterzeichnet wurde. Das Dokument soll als Grundlage für den Weg zu einem dauerhaften Frieden zwischen Israel und dem Libanon dienen. Der Vatikan sieht jedoch Schwierigkeiten.
Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, traf Aoun am Donnerstag zunächst mit Papst Leo XIV. zusammen. Anschließend führte der Politiker Gespräche mit dem vatikanischen Chefdiplomaten, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, und dem päpstlichen Außenamtsleiter, Erzbischof Paul Richard Gallagher.
Ernsthafte Bedenken bei Umsetzung
Der Heilige Stuhl habe zwar seine Zufriedenheit über die Unterzeichnung des Dokuments zum Ausdruck gebracht, heißt es in der Mitteilung, "aber auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Schwierigkeiten geäußert, die bei der Umsetzung auftreten, und seine Unterstützung für die diesbezüglichen Bemühungen zugesichert".
Libanon
Der Libanon ist geprägt durch das Nebeneinander zahlreicher Religionen. Mit etwa 30 Prozent hat die parlamentarische Demokratie den größten Anteil Christen in der Arabischen Welt. Die Muslime - Sunniten und Schiiten - machen inzwischen wohl mehr als 60 Prozent aus. Offiziell anerkannt sind 18 Religionsgemeinschaften, darunter die Minderheiten der Drusen und Alaviten.

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