Kennengelernt habe ich Lars Ende 2001. Ich hatte gerade mit Gunther Buskies ein Label gegründet: Tapete Records. Unsere ersten VÖs waren Niels Frevert's Album „Seltsam öffne mich", die erste Me-and-Cassity-Veröffentlichung und eine Band aus Lüneburg namens „besser" um den Sänger und Songschreiber Kai-Uwe Kolkhorst. Gunther und Kai-Uwe hatten zusammen in Lüneburg studiert.
Und der Schlagzeuger von besser war eben Lars.
Am 19. Dezember fand in der Tanzhalle St. Pauli die erste Tapete-Label-Night statt. Ich schätze, das war die letzte Veranstaltung, bei der man noch mit D-Mark zahlen konnte. ;-) (Der Euro wurde am 1. Januar 2002 in Deutschland eingeführt.)
Es spielten am Abend u.a die Band „besser“, in der Lars am Schlagzeug spielte. Fortan war es um mich geschehen.
Dave Storey und ich spielten am Abend als „dirkdarmstaedter + cassity" Songs vom kommenden Album (ich schätzte ich hatte mich noch nicht ganz entschieden wie ich das neue Projekt denn nennen sollte) - und aus „Silber" wurden später „Montag", die bei Tapete ein paar ganz hervorragende Platten veröffentlichten.
Die Energie, der Style, die Hingabe von Lars am Schlagzeug – einfach irre. Genau das, was ich für meine neue Band brauchte…
Ein paar Monate später waren wir schon in einem kleinen Studio bzw. dem Proberaum von Lars in Lüneburg und nahmen mit Karsten Böttcher Drums für meine me and cassity Veröffentlichung „Hope with a Pain Chaser" auf. Danach spielte Lars eigentlich auf jeder Platte, die ich für Tapete – und danach für mein eigenes Mini-Label Beg Steal & Borrow – gemacht und veröffentlicht habe. Diverse Tourneen und Reisen an ferne Orte, um Aufnahmen zu machen, folgten. Wir wurden beste Freunde. The rest is history.
P.S: Bei den letzten Jeremy-Days-Tourneen war Lars auch als Tourmanager dabei.
Es ist einfach so, dass man Lars gerne um sich hat. Von daher nutze ich jede Möglichkeit, ihn dabei zu haben … ;-)
Umso mehr freue ich mich, verkünden zu dürfen, dass Lars nun eine ganz, ganz tolle eigene Platte herausgebracht hat. Seit ein paar Jahren erzählt er mir schon davon, dass er eine Art Solo-Platte machen möchte. Dafür nimmt er Drums und diverse Instrumente in seinem Keller auf. Und jetzt ist es endlich so weit: Zusammen mit dem Kollegen Dirk Zuther hat er unter dem Bandnamen zuther/plogschties ein Album namens „In Darkest Times” veröffentlicht.
Das Ganze gibt es als limitierte Vinyl/CD.
Sehr zu empfehlen: super coole Aufnahmen, tolle Atmos, wunderschöne Sounds. Unbedingt mal reinhören.
Wie gesagt – kleine Vinylauflage, streng limitiert. Falls ihr eine haben wollt, hier lang:
Soviel von mir für Heute. Kommt gut durch die heissen Sommertage!
D

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