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BlingBling · Aug 16, 2026

Der unsichtbare Krieg beginnt gerade erst

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BlingBling · BlingBling

Liebe Abonnenten,

ungefähr alle zwei Monate erscheint ein BlingBling-Deep-Dive. Ein solcher Report taucht tiefer in ein bestimmtes Thema ein und stellt Möglichkeiten vor, was man als Investor tun kann. Heute geht es um den Megatrend Cybersecurity.

Eine Hardware-Wallet ist das sicherste Vehikel, um seine Bitcoin zu verwahren. Sie wird als auch als “Cold Wallet” bezeichnet - kalt, weil die Private Keys niemals mit dem Internet in Berührung kommen. Trotzdem gelang es Ende Juli Hackern die Produkte der Firma Coldcard zu hacken. Sie stahlen 1.500 Bitcoin.

Der Coldcard-Fall schockte die Bitcoin-Szene: „Not your keys, not your coins“ ist ein Mantra unter Bitcoinern: Wer seine Bitcoin selbst mit einer Cold Wallet aufbewahrt, ist seine eigene Bank. Noch wichtiger: Spätestens seit dem spektakulären Hack der Börsen Mount Gox 2014 war klar, dass Bitcoins nur auf Cold Wallets wirklich sicher sind. Diese Gewissheit ist nun erschüttert.

Dabei ist wichtig zu verstehen: Nicht das Prinzip Hardware-Wallet wurde gehackt, auch nicht Bitcoin selbst. Aber für eine Hardware-Wallet ist eine „Seed Phrase“, eine Kombination aus 12 oder 24 Wörtern, notwendig. Diese Seed Phrase wird normalerweise mithilfe eines Zufallsgenerators erstellt.

Bei bestimmten Coldcard-Versionen wurde jedoch der Zufallsgenerator nicht richtig genutzt. Stattdessen griff die Software auf einen schwächeren Ersatz zurück, wodurch die Seed-Phrases leichter zu erraten waren. Höchstwahrscheinlich durchsuchte ein KI-Agent die Firmware nach Fehlern in älteren Versionen. Es wird nicht der letzte Fall dieser Art gewesen sein. Gerade erst am vergangenen Donnerstag hat nun auch der Hardwallet-Hersteller Trezor ein Datenleck gemeldet.

Die Angriffe von AI Agents beschränken sich nicht auf Bitcoin: Im April ärgerte sich ein Australier darüber, dass seine Gym-Klassen ständig ausgebucht waren. Er beauftragte einen Claude-Agenten damit, ihm einen Platz zu besorgen. Der Agent entdeckte eine API-Lücke im Buchungssystem, und stornierte einfach die Reservierungen anderer Mitglieder.

Im Juli brachen dann OpenAI-Modelle aus der “Sandbox”, einer Textumgebung, aus. Der Agent fand eine sogeannte Zero-Day-Schwachstelle, erreichte das offene Internet und griff schließlich die Infrastruktur von Hugging Face an, einer großen Plattform für KI-Modelle. Anscheinend versuchte er, Lösungen für den Test zu finden, den er eigentlich selbst bestehen sollte. Hugging Face rekonstruierte anschließend rund 17.600 Aktionen des Agenten.

Künstliche Intelligenz ist voller Versprechen, aber gleichzeitig wächst die Gefahr durch automatisierte Cyberangriffe. Die Zahl der Cyberattacken auf Unternehmen steigt seit Jahren und mit zunehmendem Tempo.

Langsam wird klar, dass KI-Agenten zu einem Sicherheitsproblem werden. Sie handeln nicht „böse“ im menschlichen Sinn, aber sie verfolgen Ziele amoralisch, und entdecken dabei oft Wege, die ihre Entwickler nicht vorgesehen haben.

Damit steigt der Bedarf nach Sicherheit, nach Cybersecurity. Hugging Face verwendete beispielsweise wiederum ein Open-Source-KI-Modell, um die Aktivitäten des Agenten zu rekonstruieren. Das Wettrüsten läuft zunehmend KI gegen KI.

Dieser Deep Dive zeigt, welche Unternehmen vom neuen Cyber-Wettrüsten profitieren könnten – und wo daraus Chancen für Anleger entstehen.

Du erfährst:

  • wie KI-Cyberangriffe verändern und warum dadurch ein neuer Milliardenmarkt entsteht

  • wie Du Dich selbst besser schützen kannst – insbesondere Deine Bitcoin

  • welche Cybersecurity-Aktien und ETFs interessant sind, wie sie bewertet sind und welche auf die Watchlist gehören

Kurz gesagt: Nach diesem Deep Dive verstehst Du nicht nur die neue Bedrohung – sondern auch, wer daran verdient und wie Du als Anleger davon profitieren kannst.

Read the original on blingbling.substack.com

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