Warum die Heimat für unser «Ich» so wichtig ist
Bei einem Besuch in Polen wird Beobachter-Kolumnist Christian Budnik die Bedeutung seiner Heimat bewusst. Doch nicht nur diese formt unsere Persönlichkeit.
Lesezeit: 2 Minuten
Christian Budnik
Veröffentlicht am 21. August 2026 - 13:58 Uhr
Wir sind mehr als nur, woher wir kommen, meint Philosoph Christian Budnik.
Bild: Anne Seeger
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Ich habe die Sommerferien mit meiner Familie in meinem Heimatland Polen verbracht. Wir wollten der Hitzewelle entfliehen, an der Ostsee hat es dann tagelang geregnet. Statt am Strand zu liegen, haben wir Ausflüge in die kaschubische Landschaft gemacht. Ich habe meinen Kindern den Bauernhof meiner Urgrossmutter gezeigt, auf dem ich als Kind viele glückliche Sommerferientage verbracht habe.
Keiner meiner Verwandten hat das Erbe des Grundstücks angetreten. Wir konnten das Wohnhaus nur mit Mühe in einem Dickicht aus Bäumen und Büschen ausmachen. Der Obstgarten, die Stallgebäude und die Scheune waren nur für mich als solche zu erkennen. Meine Töchter haben nur zerbrochene Balken in einem Wäldchen gesehen. Das Haus ist seit 30 Jahren unbewohnt. Es gab hier nichts zu suchen.
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