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Erfüllung statt Entfremdung · Apr 13, 2026

Der Weg in die Mitte

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Marion Elend · Erfüllung statt Entfremdung

Es gibt sie, diese Tage, an denen mich nur noch eines hält:
Aufgeben ist keine Option.
Ich muss einfach wissen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe.

… so oder ähnlich schrieb es mich noch vor zwei Jahren.
Ich lese meine Worte und denke – ja, da bin ich heute wieder … und ich spüre – Nein.

Heute lautet der Satz anders.

Ich will einfach wissen, was passiert, wenn ich weitergehe.

Ich will.

Doch – wer will da eigentlich?

Diese Kraft ist so unermesslich stark,
dass ich sagen möchte – “das hat nichts mit mir zu tun”. Um doch vollends ich zu sein.
Das, was da will, ist Seelenkraft. Nichts als Seelenkraft, die durch mich pulsiert, mich fühlen lässt, mich agieren lässt und mich erkennen lässt, dass hier zum wiederholten Male eine gewandelte Version meiner Selbst zugange ist.

Aus der Mitte in die Mitte. Schlicht dies ist der Weg, den meine Texte beschreiben.
Die Meisterschaft. Aus der Mitte in die Mitte – die nur erreicht werden kann durch ein vollkommenes Durchleben aller gewählten Aspekte dieser Erdenerfahrung.
Erst im Durchschreiten der maximalen Pole werden sie sich auflösen
und den Weg freimachen – zu Gott und ins Herz.

Puff, Puff, fort sind sie, die Extreme,
die ich für mich benenne als die Kriegerin in mir und die sich Hingebende.

Puff, Puff, fort sind sie, die Extreme,
so schrieb es sich mir vor einem Jahr, denn es geschah in mir.
Vor meinem inneren Auge. Noch dem Durchleben meiner EndgegnerErfahrung.

Puff, Puff, fort sind sie, die Extreme,
so erfahre ich es gerade im Irdischen. Nach all den Jahren eines Schreibens
über ein Leben im Fluss, nie floss ich mehr mit als heute.

Im Realisieren, dass ich weder ein „Jetzt erst recht“ noch eine bewusste bedingungslose Hingabe in mir aufrufen muss, um den nächsten Schritt gehen zu können
oder aber im NichtGehen und im NichtWissen zu verweilen.

Aus der Mitte in die Mitte … und es sind nicht die Extreme, die verschwinden, sondern das „entweder… oder“. Es wird zu einem „sowohl … als auch“ …

… in der Mitte, die mehr ist, als sie selbst.

Eine Zentriertheit ohne Grenzen.

… und so verabschiedet sich ein jegliches Müssen
… und wandelt sich

in wollendes Sein.

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