Warum?
Warum dürfen Nicht-Kurden
unter Kurden sitzen,
mit ihnen lachen,
ihre Sprache lernen,
ihre Kultur feiern?
Warum dürfen sie dazugehören,
während ich, eine Kurdin,
vor verschlossenen Türen stehe?
Warum gilt ihre Nähe als Bereicherung,
doch meine Sehnsucht
als Problem?
Sie erzählen von meinem Volk,
während ich schweigen soll.
Sie finden Freunde,
während ich nach ihnen suche.
Ich trage Kurdistan im Herzen,
doch der Weg zu den Meinen
scheint länger zu sein
als jede Grenze auf der Landkarte.
Und jede Nacht bleibt dieselbe Frage:
Warum darf jeder zu den Kurden finden –
nur ich nicht?