Sie nannten mich...
Ich bin doch da
Sie nannten mich Scherben,
sie nannten mich Dreck,
als würde ein Mensch
an Worten zerbrechen müssen.
Sie sagten, ich sei nichts,
nur eine Last im Raum,
doch mein Herz schlug weiter,
auch wenn es niemand hören wollte.
Ich fragte nach Würde,
sie antworteten mit Schweigen.
Ich fragte nach Liebe,
sie zeigten auf meine Fehler.
Manchmal glaubte ich ihnen.
Ich sah nur noch Fleisch und Knochen,
einen Körper ohne Licht,
einen Namen ohne Zuhause.
Doch tief unter all den Stimmen
lebt noch eine Frage:
Was, wenn sie sich geirrt haben?
Denn kein Mensch wird zu Staub,
nur weil andere ihn so nennen.
Kein Herz verliert seinen Wert,
nur weil es zu oft verletzt wurde.
Ich bin nicht die Worte,
die man auf mich warf.
Ich bin der Mensch,
der sie überlebt hat.
Und vielleicht beginnt Hoffnung
nicht mit einem großen Wunder,
sondern mit einem einzigen Satz:
Ich bin noch hier.