Die Entführung des Tharok oder Die, die durch die Stadt stolpern
from Berdur Donnerherz
Die Taverne ist noch ein wenig erhellt, Siegmund schmiegt sich an meine Schulter und ich habe hier ein Bier stehen, das gar nicht mal so schlecht schmeckt. Das war mal ein Tag!
Begonnen hat er ganz harmlos. Nachdem wir Darius ins Kloster gebracht hatten, übernachteten wir auch dort. Naja, alle außer Liam, dem der Zutritt zum Kloster von irgendetwas (irgendwem?) verweigert wurde. Liam blieb im Stall, wurde aber von den Mönchen versorgt. Ich habe Siegmund wieder hergeholt, ich wusste irgendwie ganz instinktiv, was ich zu tun habe, damit er wieder bei mir ist.
Die Nacht im Kloster war erholsam. Das war aber auch irgendwie bitter nötig, nachdem was die letzten Wochen und Monate vorgefallen ist. Ich ging also in den Gemeinschaftsraum zum Frühstücken. Wieso gibt es hier eigentlich nie Kaffee? Die anderen trudelten so nach und nach ein und irgendwann gingen wir raus zu Liam. Snarwar fand irgendwelche Beeren, mit denen er sein Frühstück aufpeppen wollte. Er rührte sie in den Haferschleim und prompt wurde ihm schlecht. Manche lernen es nie! Nach einer Weile gingen wir Darius suchen und fanden ihn in einer kleinen Kapelle im Gebet. Offensichtlich hatten wir ihn und die anderen Mönche gestört, denn er bedeutete uns, draußen auf ihn zu warten. Er sah ziemlich ungehalten aus. Ups! Charisma und Elarien unterhielten sich darüber, wie Charisma es schaffen könnte, Magie zu wirken. Wir anderen unterhielten uns über dies und das, bis endlich Darius herauskam.
Wir regelten schnell unser Geschäft und kassierten die versprochene Belohnung. Ich sprach Darius noch auf den Tempel an, den wir auf dem Weg nach Rutenheim gefunden hatten. Er meinte, dass vielleicht in einer Stadt namens Vandralon Aufzeichnungen darüber existieren. Da wollten wir, glaube ich, sowieso einmal hin.
Nachdem Darius Liam nochmals darauf hingewiesen hatte, sich endlich zu entscheiden, machten wir uns auf den Rückweg in die Stadt. Dort kamen wir dann auch ohne weitere Probleme an. Wir gingen direkt zur Abenteurergilde, um uns einen neuen Auftrag zu suchen (hoffentlich finden wir einen, der ebenso einfach ist). Kaum dort angekommen, wurde Snarwar direkt von Fans belagert. Was der vorherige Besitzer seines/ihres Körpers wohl gemacht hat? Jedenfalls wurde unsere Gruppe durch den Andrang auseinandergedrängt und irgendwie verteilt. Als wir es mit einiger Mühe geschafft hatten, uns wieder zu finden, fehlte jemand. THAROK WAR WEG! Einfach weg, einfach so? Wir schauten uns um, immer noch denkend, dass er sich vielleicht verlaufen hätte. Wir fanden ein Fellbüschel in derselben Farbe wie Tharoks Fell. Neben dem Büschel entdeckte ich noch Kratzspuren an einer Wand und dort, wo sie aufhörten, dann Schleifspuren auf dem Boden! Wurde Tharok entführt?
Wir folgten den Spuren, bis sie mitten in einer Gasse aufhörten. So sehr wir uns auch bemühten, wir fanden keine Hinweise darauf, wo Tharok sein könnte. Es gab keine Falltür im Boden, keinerlei magische Spur von IRGENDWAS, wir fanden einfach absolut nichts!
Wir besprachen, was wir jetzt tun könnten, und machten uns dann auf den Weg zum Hafen. Immerhin sollte Tharok die Gegend meiden, also stand die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jemand von dort mit ihm (also dem vorherigen Besitzer des Körpers) ein Hähnchen zu rupfen hätte. Auf dem Weg zum Hafen kommt uns ein alter Mann mit einem Tattoo entgegen, der aber von nichts weiß; auch in der Abenteurergilde konnte man uns nicht weiterhelfen. Also beschlossen wir, im Wirtshaus, wo wir übernachtet hatten, nach Hinweisen zu suchen. Auf dem Weg dorthin fiel uns ein Wagen auf, auf dem etwas Pelziges von Tharoks Größe saß. Wir folgten also dem Wagen und kamen dann an einem großen Gebäude heraus.
Es gab eine halboffene Tür, vor der ein Wagen stand. Ich schlich hin (immer wieder erstaunt, WIE leise dieser Körper sein kann) und fand ein paar Säcke, in denen man Tharok hätte verstecken können, ein paar weiße Fellbüschel und eine Axt, die Tharoks zum Verwechseln ähnlich sieht. Ich schlich zurück und erzählte den anderen, was ich gefunden hatte. Wir beschlossen, dort ins Haus zu gehen. Leider wurden wir vorher entdeckt und nur Glück und eine, wie ich denke, oscarreife Vorstellung meinerseits hat uns den Arsch gerettet. Ich stieß beim Schleichen an einen Holzstapel, der umkippt und wahnsinnig laut war. Das hat einen Wächter hervorgelockt, der uns sehr misstrauisch begutachtete. Irgendwie hatte ich die Chuzpe, den Betrunkenen zu spielen, der verlassen wurde. Snarwar stieg darauf ein und gemeinsam gelang es uns, den Wächter davon zu überzeugen, dass wir nur einsame Loser waren. Wir hatten einfach unfassbaren Dusel!
Wir machten uns nach dem Zwischenspiel auf den Weg zur Taverne. Dort erfuhren wir schließlich, wo der Hafen zu finden war und bei wem wir eigentlich einbrechen wollten. Das große Haus gehört den „Illusionisten”, einer Schaustellertruppe, die eigentlich Magier (Söldner?) sind. Wir hatten echt verdammten Dusel!
Wir bekamen auf jeden Fall eine Karte der Stadt ausgehändigt und machten uns nach kurzer Diskussion auf den Weg zum Hafen. Hier war einfach unfassbar viel los, wie sollten wir hier Tharok finden? Wir fanden eine Truppe Leonin, sprachen sie an, aber die verstanden uns nicht. Plötzlich wurden wir von 2 Leonin in die Zange genommen, meine Hand lag irgendwie automatisch auf dem Degen an meiner Seite. Elarien sprach die beiden an und einer der beiden fragte, ob Charisma vertrauenswürdig sei. Warum das denn? Wir sollten auf jeden Fall mit den beiden mitkommen, sie würden uns zu Tharok führen. Was hatten wir denn für eine Wahl! Die beiden waren unsere beste Chance, Tharok in dem Trubel zu finden. Also gingen wir mit. Sie führten uns zu einer großen Lagerhalle. Beim Betreten kamen wir an einer Art Checkpoint vorbei, an dem wir unsere Waffen abgeben mussten. Mir gelang es, einen Dolch zu behalten und reinzuschmuggeln. Ha! Innen war alles ziemlich vollgestellt, es war schummrig. Wir wurden zu einer großen, weiblichen Leonin geführt, die ein helles Fell hatte. UND NEBENAN STEHT THAROK UND REDET ÜBERS WETTER???? Himmel, wir machten uns wahnsinnige Sorgen und er redet übers Wetter, als ob nichts passiert wär?
Er sah unverletzt und aufgeräumt aus. Anscheinend ist Tharok (also der vorherige) der Grund, warum eine Rebellion zerbrochen ist, und Tharok und Liam sollten Informationen von Jasper, dem Druiden aus Silberhain, über Lieferzeiten in Erfahrung bringen und die Diebesgilde dazu bringen, ihre Lieferungen für das Königshaus von Cirindor aus Rutenheim abzuholen. Buck war wohl der Letzte, der mit Jasper gesehen wurde, also wurde vermutet, dass Buck über diese Lieferrouten Bescheid weiß.
Es gibt hier auch eine Diebesgilde? Ich fragte einen der Leonin nach Buck und der Diebesgilde, er kann uns aber auch keine definitiven Informationen zu Buck geben, beschrieb uns aber, wie wir zur Diebesgilde kommen.
Wir machten uns also auf den Weg dorthin. Vor dem Gebäude blieben wir stehen und ich hielt nach Zeichen der Diebesgilde Ausschau, fand aber nichts. Schließlich traten wir durch die offenen Türen und standen in einem zur Taverne umgebauten Tempel mit einem riesigen Gästebereich und angeschlossenem Schlafbereich.
Wir suchten uns einen Platz und ich bestellte Bier für alle, versuchte dabei irgendwie darauf hinzuweisen, dass wir die Diebesgilde suchen, scheiterte aber grandios. Zum Glück hat Elarien übernommen und einige Hinweise aus dem Wirt herausbekommen. Wir nehmen uns jeder noch ein Bett für die Nacht. Am nächsten Morgen sollen nämlich neue Infos für uns da sein. Als wir zum Tisch zurückkamen, saß Tharok brütend über seinem Bier. Er fragte sich, ob wir die Revolutionäre unterstützen sollten oder nicht. Wir sprachen darüber, kamen aber nur zu dem Schluss, dass wir niemandem vertrauen sollten und Buck finden müssen, damit wir mehr Antworten bekommen.
Ich sitze hier auf meinem gemieteten Bett, halbwegs sauber, den Bierhumpen zwischen den Füßen, und schreibe, solange noch Licht da ist. Ich hoffe nur, wir finden morgen die Antworten, die uns versprochen wurden…
Looking back on five years of Whisky & Wildcards
from Vasant's Notes
I wrote a post over at whiskyandwildcards.com about our podcast that we have been doing for five years now. If you didn’t know about it yet, it’s about Savage Worlds roleplaying products and whisky. I’m not quite sure if cross-posting makes more sense than linking, so I went with the link :)
Freeing RPGs from the war game corsette
from A Wretched Hive
If you are into role playing games, you are highly likely to own piles of books:
- Almanacs that dragons could be slain with – aka core rules
- Colour coded big format books to expand the game world, lore, and playable classes
- an arsenal of dice and paraphernalia
I love diving into those worlds, expanding the puzzle of character creation with an ever growing set of combinations and rules, weave the lore into the campaigns, dive into the endless possibilities of equipment and tactics.
Most players I know start and stick with these kind of games. Be it Dungeons & Dragons, Arcane Codex, Das schwarze Auge, Shadowrun, Splittermond and the such. If we think of role-playing games, these games seem synonymous with it.
But are they? Or even more critically: Should they?
Discovering chimera
Disillusion
A short while back I was playing Splittermond. My party was in a fight and a party member that my character felt protective about got attacked. As was standing right beside my protégé, and it was allowed to take defensive actions out of turn, I declared: “I inject myself between the attacker and my friend and block the attack for her.”
Narratively it made sense. But, “That requires a special ability”, declared my Game Master.
I was confused. I was playing a roleplaying game. My friends and I value roleplaying above all. My is my portrayal of my character artificially restricted? It felt to me that this was wrong. That this violated the priorities my friends and I appeared to have.
Something like that happend in every game I played.
New Words
It was months later, when Matt of the Tomb of Lime introduced me to a pile of new words, that allowed me to see and articulate what was going on:
Roleplaying games as we know them have their roots in board/tabletop games (which is obvious in Dungeons&Dragons), which in turn have their roots in war games (tactical games play out and analyze combat scenarios). All the games I did play for several decades had not just been roleplaying games, but war games (or at least tactical games) as well. The piles of rules, especially surrounding combat resolution betray it for what it is: A chimera. A hybrid of roleplaying game and war game.
The grant potential of roleplay
It is roleplay, the authenitc portrayal of a character in an alien setting, which I am after. I love to display personalities that are different to mine. I love to discover hidden sides of myself. I love to observe my characters evolve. I love to discover otherworldly places through the eyes of my characters.
It is roleplay that I am after.
While tactical games can be interesting, I do not involve them in all my roleplay. The tactical puzzle can be fun. But it never stays interesting for me. What sustains me in campaigns is roleplay.
Even worth: I am frustrated with the tactical games, as they inevitably break immersion and get in the way of roleplay.
The many knots that bind roleplay
There are several paradigms that need to be changed in order to get a free roleplay. War games provide a great many of them. But Game Mastering and Story Telling bring their own detriments to the table.
War game paradigms:
- Granular resolution mechanics with unambiguous results
- Combat focus
- Quantification of abilities and equipment
- Strict resolution processes
- Distinct classes (archer, paladin, wizard, barbarian, …)
- Prioritization of success
- Every challenge that is put forth is intended to be overcome
Game Mastering paradigms
- Plot focus
- Curation of scenes for effect
- World building monopoly
- Guided by story telling principles
- Responsible for reasonable challenges for the party
RPG without story and tactics
For a free roleplay, what we seek, then, is a game with
- focus on roleplay for the players as well as the game master
- a simple resolution mechanic that can handle combat none combat equally
- little to no restrictions on characters, their choices, and their actions
- collaborative world building
- a simple process to spice up the world and it’s response to the characters
Surely I am not the first to think about this. Might there even be game that provides all this? Maybe even a Star Wars game? Maybe we need to look no further than Scum and Villainy…
What the ultimate Star Wars TTRPG looks like (to me)
from A Wretched Hive
After years of playing TTRPGs I find myself … frustrated.
All the games I played for longer periods had one thing in common: They were rules heavy traditional TTRPGs (Shadowrun, Das Schwarze Auge, Edge of the Empire, Arcane Codex). One thing that I enjoy a lot about these games is creating chatacters, figuring out new and exiting ways to build something extreme, powerful, strange, or intruiging. Strangely, I do enjoy character play more than the puzzle of optimizing encounters. For a long time I did bend and mod the rules to fit my style better, because I did not know of any games that had a different approach. – well, I did know Paranoia, but again: Not my type of puzzle.
Fantasy Flight Games
Too many, the Fantasy Flight Games (FFG) Star Wars Games (Edge of the Empire, Age of Rebellion, and Force and Destiny) are the ultimate Star Wars game. So did I for a decate, after my friend introduced me to it. I did have an absolute blast playing a force sensitive pilot hunted by the demons of her past.
The Upsides
There are many things to fall in love with:
- The nerrative (aka Genesis) dice can bring interesting spice to the table beyond a simple success/failure.
- The artwork is phenomenal and really pulls you into the universe, its aesthetics, and the heroic theme
- It provides piles and piles of species, starships, planets,and gear to loose yourself in
- It comes with a great many careers and interesting possibilities to progress – especially when you have a force sensitive character
- It is an attribute based system with very flexible character generation, which I came to love (coming primarily from Das Schwarze Auge 2 and Shadowrun 3) from games like Vampire:The Masquerade and Shadowrun 4
- Most importantly: It provides great insights into and inspirations for playing a Jedi, their different styles, their philosophy, the force powes, …
Especially, if you are not that deep into the Star Wars universe, these books are absolutly brilliant. They make it really easy to play lesser known species and even droids.
The Downsides
Yet, there many things where I clashed with the system over the years. Some registered as minor inconveniences, others pissed me off. Fortunatly, I always had great people to play with, so a work around was usually possible.
- It requires special dice. Which in it of itself would be ok if not for:
- It is easy to create characters that need more dice than one kit provides
- There are only two states: Either you can fight without impairment or you are dead
- The temptation of the darkside is none existent since the mechanic pulls you to the lightside save for if you portrait an absolute monster
- Careers a stuffed full that abilities that feel off and like intended to slow meaningful progression
- Changing careers is impossible. Careers represent who the character is not what he does. If the character undergoes major changes, i.e. she discovers that she is force sensitive, you are still stuck with the original career. So, should you pick something that represents who the character is at the start of the game (aka do good roleplay) or should you choose a career that reflects who you character shall become?
- Space flight and space battles are… difficult. There are a great many rules, some clearly designed in a way that everybody can participate (i.e. make emergency fixes to keep the ship together for a little longer). But with space fights being farely rare, the amount of rules and options are more of a burden and fights feel unrewarding.
- The Genesys Dice can be quite slow, adding positive and negative dice from multiple sources, removing dice from others, changing dice, … Yes, it is nice to have a visual representation. Yet, I feel, the burden of many process steps way too heavy to justify this benefit.
- Success chances feel very obscure. With six different dice, each with its own distribution, and dice pools that can contain all of them, the success chances of a pool are hidden to but the few math nerds.
- Attributes and abilities weigh equally when building dice pools, making high attributes insanely strong and low attributes a real burden. With this, it is possible, just because of your attribute, to be excellent at something that you narratively should be bad at.
- The characteristics, abilities, and disadvantages for some species represent the average, not the species itself – in hinesight a clear indicator of the issues at the core of the system
I do not think, this game is the pinical of Star Wars games that so many think it is. There must be a better way.
New inspiration on what to change
I recently stumbled across Peter, lead designer of Tales from Elsewhere, who introduced me to the idea of wounds as an alternative to hitpoints. which intruiged me. For weeks I tried to bake wounds into the Star Wars game Edge of the Empire, struggling every turn as my ideas caused ripples of new problems. It became clear that modding was a fools errant. I was trying to adjust something to a paradigm that was totally alien to it.
So, designing my own Star Wars TTRPG it would have to be.
Here is my rough, high level goal of what my game should be:
Focus on roleplay – since me and my friends enjoy portraying characters
Allowing for long running campaigns – since deep character development often requires years of actual play (at least the way we play)
Minimize the tactical rules and focus on pivotal character decisions – since I dislike hours of play for seconds or minutes of fight
Set in the Star Wars universe – what can I say? We just love it :D
Background Music For RPG Sessions
from Vasant's Notes
The right kind of music can enhance the atmosphere of a scene a lot. Since my RPG sessions tend to be rather dynamic and have unexpected turn of events, whoever is controlling the music doesn’t just need a good selection of music, they have to react to changes in mood or scene pretty quickly as well. That’s why, as a GM, I’m always happy when a player takes care of this. Once you get into it, it might be an easy extra Benny to earn!
Cueing tracks
I use Farrago to control music, which makes it much easier for me than e.g. digging through a folder with YouTube bookmarks or a music library in which I somehow have to connect the track names to the purpose I’m using them for.
Farrago is a macOS app by Rogue Amoeba, who have been creating excellent audio applications for quite some time. Basically, it’s a soundboard that lets you trigger sounds. Every sound can be customised: Colours, names, emojis and notes helps you finding the right sound quickly. The built-in editor lets you quickly make some adjustments like cuts and fades. The volume slider lets you set what volumes should correspond to the two master volume levels you can quickly switch between and also which of these is the default for this sound.
There are two main modes to trigger sounds: “Grid” is more like a soundboard, while “List” is very much like a playlist.

My setup for our regular pirate game. I have one set for general scenes and one for specific, recurring places.
In grid mode, get four options for playback: Background music is best set to “loop” which – you probably guessed it – makes the sound run in a loop instead of stopping when it reaches the end. “Solo” stops every other playing sound (or song), which is also very convenient for music. “Pausable” decides what happens if you start the sound again after having stopped it: Should it play from the position you stopped it, or start from the beginning? “Hold” makes the sound play as long as you hold the button (or mouse click) which is a nice feature for specific sound effects (e.g. for audience applause).
It’s called “grid” because you drop your sounds into a grid that corresponds to your keyboard buttons – and yes, it respects your layout. This is a very quick and visual way to set triggers for your sounds, which I found rather clever.
In list mode, every entry is meant to played on its own. You get a bit more screen space to see your notes about the entry, and you can quickly switch between the entries with the arrow keys, starting the selected entry with the return key (which then stops whatever was playing before). “Queued” plays an entry once you trigger it while “Continuous” plays one sound after the other the way you set it up, also offering a Crossfade time.
Since you probably want more than one playlist and your keyboard only has so many buttons, you can define sets that can be grids or lists and switch between them with Command + 1-9. Or you can use MIDI, OSC or a Stream Deck for the controls! It’s really quite versatile.
I nearly exclusively use the Grid view. I can see the list view for more detailed and linear parts like a long introduction or a scene in which the players aren’t present, but I rarely work with those elements.
Streaming music online
If you’re all meeting in person, you just need to connect your computer to a nice set of speakers and you’re done. If you’re playing online, you need a way to stream it to your players.
The simplest way is to just loop your music into your mic input and send both that to whatever you’re communicating with. On macOS, Loopback (also by Rogue Amoeba) offers a pleasing interface and intuitive interface for that. But that means your mix between your music and your voice is fixed, meaning the music might be too loud for some players and too quiet for others.
To solve that, you might connect with one user with just your microphone input and with another user with your music input. In most modern audio / video chat applications, the players can now set individual volumes for both signals or mute the music if it is too distracting for them. That’s especially relevant if the Internet connection is acting up at some point in the chain.
In the end, whatever you’re routing to the software will be modified by the software or service you’re using to communicate. Many of these software are optimised for human voices and efficient data usage – meaning your music will most likely be mono and sound tinny.
Some applications (e.g. Discord and Jitsi) have an audio share feature which offers somewhat better quality, but I was never really satisfied with the result.
Now, I’m using a server (provided by the fine folks of Uberspace) running Icecast and connect to it via Rogue Amoeba’s Audio Hijack. Audio Hijack is rather easy to setup for this, even though it offers a lot of functionality. The Internet Radio template already offers everything needed – pick the Application it should listen to in the “Application” block (Farrago, in this case), enter your connection credentials in the “Broadcast” block, select if you want to listen to it yourself in the “Output Device” block and then just click “Run”. After that, I only need to share a link to the players. They get the music in relatively nice quality in their browser and can set their volumes as they like. If they want, they can even use a dedicated client like VLC to listen to the stream. Also, they can be the DJ as well! I just need to give them the server address and the source credentials and they can play their music there.

The Audio Hijack Window. I can see a stylised waveform at the bottom to check if audio is transmitted.
Free alternatives
As you might already be able to tell, I’m a fan of Rogue Amoeba’s software. If you’d like to use free software or don’t use a Mac, there are other softwares to cue music and connect to the Icecast server. I primarily looked at Mixxx, which is free and available for multiple platforms. It is aimed at DJs, so the interface can be a bit overwhelming at first if you just want to play one track in a loop.
Icecast luckily is already free and open source!
Where to get sounds and music
I already have a bit of a sound and music library. Being able to stream what I want instead of what’s on a particular service’s public library is very convenient, so my music is mostly from Bandcamp. I saw quite a few RPG music collections and services, but haven’t checked them out in detail yet.
Thanks
- gettie from catto.garden for troubleshooting my Icecast service with me
- The Ubernauten from Uberspace for providing the server and helpful manuals
- Paul from Rogue Amoeba who got me interested in Farrago and made me give the whole DJing as a GM thing another go
- My players who are putting together sets and DJ for our games
A look at Movim
from Vasant's Notes
When I started looking at Discord alternatives last year, I also found Movim. Back then, I didn’t really understood what it was about, only that it was somehow connected to XMPP. Since then, both the development of Movim as well as its website have progressed, so I can now tell you more about it.

The home screen (in French). If you’re not interested in things beyond chat, you can also set Movim to go straight for the chat rooms. Oh, and Movim is also available in other languages than French.
Movim runs in your web browser and offers text chats, (micro-)blogging, time-limited “stories”, newsfeeds, video calls & conferencing. It’s open source and federated, so you can communicate between different servers and host your own. You can run it in your browser or as a PWA (Progressive Web App), so you can use the same client on your desktop computers, tablets and phones. It’s all based on the XMPP standard, though – so you can also use other XMPP clients if you’d like. That’s a pretty good offer!

The „Explore“ screen on a mobile device. Somebody is just discovering xkcd.
Chats come in roughly three flavours:
A direct chat is a chat between two participants. The chat can be encrypted and nobody else can join it – it’s a one-on-one conversation. You can see the ID or address of your dialogue partner, which makes sense because you need to know that one to start a direct chat in the first place 😀
A private group chat (or MUC – Multi User Chat) is a discussion between a certain group of people. You can only join these kind of chats by invitation, and you can specify if this kind of invitation should still be possible after the initial setup.
A public group chat is a chat that can be joined by anyone who knows the address of the chat. You can decide if this room is supposed to show up in a room directory like search.jabber.network or not, and you can set if other participants should be able to see each others addresses (or JIDs – Jabber IDs) or write private messages to each other, or only to moderators, or not at all. There’s also a moderated mode, so newcomers can’t start talking before a moderator explicitly allowed that (or gave them „voice“).
Rooms have predefined roles that can’t be fine-tuned themselves. However, I found the room settings completely adequate to set things like „everyone can change the channel topic, but only moderators can kick people out of the channel“.

A chat room in Movim with contacts and rooms listed on the side
Comparing this to a protocol like Matrix, the chat features are a bit more simple. I already mentioned the less granular control over user privileges. There’s also the absence of threads, so while you can mention a user, quote or reply to a message (or everything all at once), you better start your own breakout room if you want to discuss a topic in longer detail.
Another thing that stood out to me is that there are no room clusters yet, so nothing like a Matrix space or a Discord guild. While you can decide what rooms should be pinned to your list, which ones should notify you (when you’ve been mentioned or for every new message) and which ones should be joined at login, you can’t create room collections in Movim yet. I say „yet“ because there is an extension of XMPP in development by Movim that aims to solve exactly that. By the looks of it, it will also be released sometime this year. This might make your channel list look a bit chaotic, but so far the communities I’ve joined handled that rather well. If you joined 100 Discord servers and checked out 250 channels each, the same collection of rooms would probably overwhelm you in Movim, though. On the other hand, I’m not sure how you managed not getting overwhelmed so far without just ignoring most of the channels. 😀
Another thing to keep in mind is that XMPP works a bit differently in terms of message storage than you might expect when being used to protocols like Matrix. Messages are usually stored on the server – although you can set your room to not do that – and synced between clients, but XMPP isn’t really designed as a message archive. So while you can always catch the last messages to catch up or know what people are about right now, you can not expect to join a room and read through the last months of conversations. If you were invited to an encrypted room, you can’t even read any messages from before you joined at all! I’ve used Movim to hang out in a bunch of discussion rooms and while there is a message search that is pretty reliable and quick (especially compared to what I’m used to from Discord and Matrix), nobody ever told me to search the channel for X because they talked about that a while back. To be honest, that is a huge relief for me, but maybe some people actually like spending hours hunting down messages in a chat system.
All in all, I’m both impressed and optimistic about Movim and enjoy using it. I think I might open up a few chat rooms there as well. Maybe we meet there!
first post
from Methuselah
First post 🏣
Setting up a Matrix-Discord Bridge
from Vasant's Notes
I didn’t plan for this blog to be about me testing Matrix, but now that I’m at it, I might as well keep going. Maybe I will get to write about RPG things at some point, too!
Since folks at the Discord server for Veiled Fury Entertainment also expected Discord to – let me quote here – „go to shit“ in the near future, I offered to assist in testing Matrix as an alternative as well. This time, we also used a bridge: One channel in Discord would be connected to a room in Matrix, so messages from one protocol would also be seen in the other. I chose https://t2bot.io/ for the bridge.
The set-up was rather straightforward:
Create a new Matrix room [^1]
Invite the bot to the Matrix room
Invite the bot to the Discord server
Copy the channel ID of the Discord channel
Tell the bot to build the bridge in the Matrix room
Confirm the request that pops up in the Discord channel
(Details can be found at t2bot.io)
After that, messages from the Discord channel show up in the Matrix room as if it was written by a Matrix user, while messages from Matrix show up in Discord with a little „App“ badge. In both cases, the nicknames and profile pictures are transferred from the other protocol. Only replies from Matrix users to Discord users look a bit differently, but work just the same: There’s a quote with profile picture and nickname of the original author, a timestamp and a highlight before the reply begins.
This presents a possible in-between solution when you want to move from Discord to Matrix, but not everyone is on board yet. However, there are a few security implications for that, which is especially relevant for people who want to move from Discord because they don’t want their chats being monitored and AI analysed: Not only can you not encrypt your Matrix room, but by design all your messages from that Matrix chatroom also land in Discord, now affecting both the Discord and Matrix users of that community. The bridging service itself also has to have access to all your messages in clear text for it to work, but given that t2bot.io has a pretty sensible and well-readable privacy notice, I don’t see this as a major issue. If you do, you could setup your own server with a bridging service to mitigate this.
My recommendation would be to clearly mark the bridged rooms on the Matrix side and offer additional, non-bridged and encrypted rooms on the Matrix side.
In our test, the performance was good – messages would appear on the other protocol quickly. However, users have noted that there are times in which the service slows down considerably because it’s under heavy load. Because of that, it might make sense to host a bridge service for oneself. Different software is freely available and listed on the Matrix website.
[^1]: I could have used an already existing room on Matrix to be bridged as well, but we didn’t have one
The Tanelorn on Matrix on Digital Independence Day
from Vasant's Notes
When we talked about the digital independence day in the Tanelorn community, last year’s Matrix test run came up. Back then, we tested Matrix with a few volunteers for a possible move from Discord. Our verdict was that there were a few hiccups too many to recommend a complete move. Personally, I’ve been using Matrix for quite some time now and I’m relatively fine with it, although I prefer XMPP.
I had my doubts setting up a complete space beyond testing rooms for that community, but Eris2Cats just said “build it and they will come“. Since Tealk already did the hard part of “build it“ with rollenspiel.chat and some members missed the test run, I just thought to myself “why not?” and set up a Matrix space there (with sub-spaces and rooms) that we could just go and use.
The set-up was rather easy. I especially like that the structure is not hierarchical, so one room can be a part of multiple spaces at the same time. You can always make up your mind about the sorting later. The drawback here is that without a hierarchical structure, user privileges can’t be inherited. So if I create a sub-space “Community“ with the rooms “Chit-Chat“, “Food“, “Pets“ and “Memes“, I can’t just appoint a moderator for that sub-space once, but have to give them moderator privileges for every single channel contained in that sub-space separately.
When a new user joins a space (or a sub-space), they get recommendations for rooms instead of joining all the possible channels automatically. That makes it a bit less overwhelming to join – a good idea, I’d say.
In contrast to our test run, I didn’t actively try to find as many problems as possible. This is why I recommended everyone who didn’t already have a Matrix account to register directly at rollenspiel.chat and use the web version of the Element client. I also didn’t encrypt any of the rooms. We still found a problem: The single-sign-on service „Pinoverse“ which is connected to rollenspiel.chat accepted usernames with symbols that weren’t allowed on Matrix. Tealk quickly came to our rescue, fixed the problem and edited all the account names so everyone could log in. I like to stress here that this is not an issue with Matrix itself.
All in all, I would conclude that apart from the little registration problem everything ran pretty fine. Matrix offers a free and open-source way to provide a chat space for communities here and is rather clever with the structure. However, these little problems are exactly the sort of thing that make Matrix look half-baked and complicated, alienating possible new users. I hope the protocol continues to be improved here. Thanks again to Tealk for not only providing the infrastructure, but also the top-notch tech support.
I’m curious how this Matrix space develops!
Tanelorn auf Matrix am Digital Independence Day
from Vasants Notizen
Im Gespräch zum Thema Digital Independence Day kam bei der Tanelorn-Community unser Matrix-Testlauf vom letzten Jahr auf. Dort hatten wir mit ein paar Freiwilligen Matrix für einen möglichen Umstieg von Discord getestet und waren zu dem Schluss gekommen, dass es an verschiedenen Stellen noch zu sehr hapert, um einen Umstieg zu empfehlen. Ich persönlich benutze Matrix allerdings schon seit Längerem und bin damit auch einigermaßen zufrieden, auch wenn ich XMPP aktuell bevorzuge.
Ich hatte nach diesem Testlauf meine Zweifel, einen Matrix-Space für diese Community bereitzustellen, aber Eris2Cats meinte nur: Build it and they will come. Da Tealk mit rollenspiel.chat den komplizierten Teil von „build it“ ja schon übernommen hat und einige Mitglieder den Testlauf verpasst hatten, dachte ich mir „Warum eigentlich nicht?“ und habe dort einen Matrix-Space mit Sub-Spaces und Räumen eingerichtet, den wir einfach mal benutzen konnten.
Die Einrichtung lief recht entspannt. Ich mag hier besonders, dass Räume zu mehreren Spaces gehören können und man sich nicht großartig hierarchisch festlegen muss. Der Nachteil daran ist allerdings, dass ohne eine Hierarchie auch keine Rechte sinnvoll „vererbt“ werden können, sodass ich beispielsweise niemanden zum Moderator des Sub-Spaces „Community“ ernennen kann und dem Benutzerkonto mit einem Befehl Moderationsrechte für alle dort enthaltenen Räume zuteilen kann. Das Vorschlagen von Räumen macht es für neue Benutzer:innen schön übersichtlich, sodass man eine große Menge Räume erstellen kann, ohne damit neue Mitglieder direkt zu erschlagen.
Im Unterschied zu unserem Testlauf habe ich hier nicht versucht, mögliche Probleme zu finden. Daher habe ich jedem ein Konto auf rollenspiel.chat mit der Web-Version von Element empfohlen und keinen der Räume verschlüsselt. Gefunden haben wir trotzdem eines: Der Single Sign-On-Dienst „Pinoverse“ von rollenspiel.monster akzeptierte Benutzernamen mit Zeichen, die Matrix nicht mochte. Mir ist das mit meinem Konto dort nicht aufgefallen, weil ich ja schon registriert war. Tealk war aber gleich zur Stelle, hat das Problem behoben und die Konten umgestellt, sodass alle mit einem neuen Konto sich dann auch einloggen konnten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es nach anfänglichem Schluckauf bei der Registrierung sehr bequem von der Hand ging. Wenn man möchte, hat man für eine Community hier also eine freie Alternative mit clever organisierten Bereichen. Genau diese Hürden lassen Matrix aber unausgereift und kompliziert wirken und schrecken potenzielle neue Benutzer:innen ab. Ich hoffe, dass das Protokoll hier noch einfacher wird – vielen Dank hier noch einmal an Tealk, der nicht nur die Infrastruktur bereitstellt, sondern auch bei Problemen schnell geholfen hat, und an die geduldigen Mitglieder der Community.
Ich bin gespannt, wie sich dieser Matrix-Space weiter entwickelt!
18 Eintrag
from Xander Wisebridge
Wir betraten die Kristallmine indem wir mit einem Aufzug nach unten fuhren. In dieser Mine soll es nach Aussagen der Zwerge “Wilde” Kristalle geben. So wie ich Zarah und Sam verstanden habe, sind wir nur hier, weil Zarah ihren Spaß haben will. So irrten wir durch die Mine bis wir auf eine Art großes Insekt stießen. Das “Insekt” betastet Sam mit seinen Fühlern. Offenbar ist es ansonsten blind. Zarah wirft dann etwas metallisches zu dem Insekt hin. Zu meiner Überraschung, ließ es von Sam ab und ging zum Metallobjekt. Nach kurzer Zeit, löst sich dieses Objekt auf. Damit meine neuen Panzerhandschuhe nicht zerstört werden, packe ich sie vorsichtshalber solange wir in der Nähe dieser Insekten sind in den Rucksack. Auf andere Objekte reagiert das Insekt nicht, da meine Hingeworfene Haltbare Nahrung ignoriert wurde. Als wir einen Stollen weiter gingen, hörten wir Schritte auf uns zu kommen. Es kam zum Kampf gegen eine Art Golem aus Kristall. Als er von uns besiegt wurde, zersprang er in viele Teile. Zarah und Sam sammelten die Teile auf, weil sie ihren “eigenen” Golem bauen wollten. Ich bezweifle das dies funktioniert. Man sollte die Teile lieber verkaufen. Als wir weiter gingen, lockte Zarah ein weiteres dieser “Rostmonster” mit einem Hammer an. Ich wurde dann von einem weiteren Kristallwesen von hinten angegriffen. Nachdem dieses besiegt war, sammelten Zarah und Sam wieder die Splitter auf. Ich versuchte währenddessen das Enzym dieser Rostmonster zu extrahieren. Dies gelang mir auch. Zudem nutzte ich auch die Zeit dazu einige dieser Splitter einzusammeln. Diese verkaufe ich dann später. Auf unserem weiteren Weg, stießen wir erneut auf ein Kristallwesen, auch hier sammelte ich ein paar Splitter auf. Da meine göttliche Kraft zur Neige ging, bot Sam mir einen Manatrank an. Ich gab ihm die vom letzten Monster gesammelten Splitter dafür. Die anderen die ich noch habe kann ich schließlich auch verkaufen.
Wir kamen dann bei einem Abgrund an, die anderen wollten unbedingt rüber klettern. Ich sah keinen Wirklichen Vorteil von dieser Aktion. Falls es noch Monster gab, konnten sie nicht rüber. Außerdem wollten wir hier nur “aus Spaß” hin. Daher gab es aus meiner Sicht keinen wirklichen Grund. Da wieder meine göttliche Energie zu Neige ging, schlug ich eine Rast vor. Dies wollten die anderen aber nicht.
Ich entschied mich hier am Abgrund zurück zu bleiben. Nach einigen Minuten, kam Sam zurück. Er fragte erneut ob ich mitkommen wolle. Ich verneinte abermals, da es dafür keinen wirklichen Grund gab. Dafür müssten doch eigentlich die Wachen zuständig sein.
Ich beschloss kurz darauf, aus der Mine zu gehen und meine Splitter zu verkaufen, sowie das Rostenzym zu untersuchen.
Als ich zunächst zurück in die Taverne ging, fragte Joe wo die anderen Beiden wären. Ich sagte ihm, dass sie noch in der Mine wären. Er ging zu ihnen und ich verkaufte die Splitter und untersuchte das Enzym. Ich konnte die Splitter am Hafen für eine kleine Summer verkaufen, es gelang mir jedoch nicht das Enzym des Rostmonsters zu replizieren, oder zu entschlüsseln. Ich erfuhr lediglich, dass es nach einer bestimmten Zeit seine Wirkung verlor, beziehungsweise seine Stärke nachlässt.
Als ich wieder auf die anderen traf, fragten sie mich, ob ich Splitter bei mir hätte. Ich sagte, dass ich keine mehr bei mir trage. Als die Nachfrage nach dem Verkauf der Splitter kam, bejahte ich dies. Ich verstehe nicht, worum ihnen das “Bauprojekt” so wichtig ist, es reichen doch bestimmt die Splitter dafür aus die sie gesammelt haben.
Sam forderte mich auf jedenfall zu einem Duell heraus. Er meinte sogar, das dies ein “Heiliges” Duell sein sollte. Da es um religiöse Gründe ging, willigte ich ein (Dies ist meine Pflicht als Priester). Es gab zwei Varianten des Duells, nichttödlich und tödlich. Ich suchte mir die nichttödliche Variante aus. Im Ring erfuhr ich, dass Sam die tödliche sich ausgesucht hat. Was hat er für ein Problem? Wegen eines “Bauprojektes” ein tödliches Duell fordern?
Ich gewann dass Duell, da es sich um einen Heiligen Kampf handelte blieb mir nichts anderes Übrig als Sam niederzustrecken. Da ich jedoch ein versierter Heiler bin, konnte ich Sam nach dem Kampf wiederbeleben. Vielleicht kann er, oder jemand anders mir dann mal erklären was das Ganze soll.
Rutenheim und das Sonnenkloster
from Berdur Donnerherz
Das ist das erste Mal seit Wochen, dass ich wieder Tagebuch schreibe. Irgendwie war einfach keine Zeit und keine Muße dafür. Ich musste mir tatsächlich meinen letzten Tagebucheintrag durchlesen, um ungefähr die Zeit, die vergangen ist, zu erfassen.
Meine Wache in der Bärenhöhle startete unglücklich. Charisma, mit dem ich zur Wache eingeteilt war, hat es irgendwie geschafft, sich die Hand mit einem Pfeil zu durchbohren. Ich zog ihm den Pfeil aus der Hand, aber es hörte einfach nicht auf zu bluten. Notgedrungen weckte ich Elarien, der im Halbschlaf einen Zauber sprach und die Blutung stoppte sowie die Wunde heilte.
Die restliche Wache war, bis auf ein nächtliches Wildschwein, ruhig. Nach einem kargen Frühstück brachen wir wieder auf. Die Reise ging weiter. Nach ein paar Tagen fragten wir uns, wie lange wir noch laufen müssten. Es hieß, dass wir nur 5–6 Tage unterwegs sein würden.
Diese Tage sind irgendwie verschwommen in meiner Erinnerung. Ich weiß noch, dass Tharok sich häufig beschwerte und Elarien war misstrauisch und traute „der Umgebung“ nicht, konnte aber nichts weiter herausfinden, als dass dieser Drache noch irgendwo in der Nähe war! Hoffentlich hat er uns nicht gesehen!
Liam versuchte, in der Ferne etwas zu sehen, und fand Rauchschwaden. Ich vermisste Siegmund, nicht nur weil er ein Teil von mir ist, sondern auch seine Fähigkeiten zu kundschaften. Wir gingen also in Richtung der Rauchschwade, um nachzusehen, ob dort vielleicht ein Hinweis auf Zivilisation wäre. Wir fanden auch etwas, nur nicht so, wie wir es erwartet hätten!
Vom abgebrannten Bauernhof, den wir gefunden hatten, führten Spuren weg. Laut Tharok aus etwa der Zeit, als das Feuer war. Sonst konnten wir nichts weiter finden. Niemanden. Charisma fand ein paar Hinweise, dass dieser Bauernhof dem halben Zwerg gehören könnte, der vom Himmel fiel.
Tharok hatte eine Eingebung und setzte sich diesen Hut auf, den er damals in der Goblinhöhle fand. Der Hut führt immer zum nächsten verfügbaren Alkohol. Ob Tharok auf Alkohol aus war oder ob er eine Stadt finden wollte, lasse ich mal dahingestellt. Jedenfalls fand er 4 Weinflaschen, die er einpackte, bevor wir weiterzogen. Nach ein paar Stunden (oder waren es Tage??) trafen wir auf einen wandernden Halbling. Wir versuchten, ihn vor dem Drachen, der hier immer noch in der Gegend war, zu warnen, aber er nahm uns irgendwie nicht wirklich ernst. Wir bekamen aber aus ihm heraus, dass Marktfeld nur noch 3 Tage weg sei.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, gingen wir noch ein paar Stunden weiter, bis es dämmerte, und schlugen unser Lager auf. Die nächsten Tage passierte rein gar nichts, außer dass wir wanderten. Und wanderten. Und wanderten. Eigentlich mag ich wandern, aber irgendwann wird auch mir zu viel...
Nach ein paar Tagen fanden wir endlich die Stadt. Vor den Stadttoren fanden wir eine Unterkunft und verbrachten die erste Nacht seit Langem wieder einmal in einem Bett. Der Schlaf war nötig und erholsam.
Am nächsten Tag war ich früh wach und betrat den Gastraum, um zu frühstücken. Ich bestellte das Frühstück für die ganze Gruppe, wir hatten uns das nach diesem sehr viel längeren Fußmarsch verdient. Nach und nach kamen die anderen herunter und wir langten kräftig zu.
Die Wirtin muss Tharok, oder vielmehr den alten Tharok, erkannt haben, als sie uns das Frühstück brachte, denn sie meckerte ihn an, er solle keinen Unfug anstellen.
Armer Tharok! Ich kann mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, aber es ist eine echt unangenehme Situation, und ich weiß natürlich noch, wie es mir in Silbermark ging.
Liam ging vor und sprach mit der Wirtin, Mara Eisenhand, so ihr Name. So wie ich das mitbekommen habe, soll sich Tharok vom Hafen fernhalten. Schließlich fasste sich Tharok ein Herz und sprach Mara direkt an. Er war ziemlich verwirrt und konnte uns nicht wirklich sagen, was vor sich ging! Armer Tharok! (Echt wirklich armer Tharok, aber irgendwie fand ich das auch witzig, keine Ahnung wieso.)
Wir hatten Mara auch nach Arbeit gefragt und sie wies uns auf die Abenteurer-Gilde hin. Dort könnten wir Geld verdienen. Ich versuchte auch herauszufinden, ob es eine Diebesgilde gibt, aber das ganze organisierte Verbrechen spielt sich in dieser Stadt wohl am Hafen ab. Na toll!
Wir entschieden uns also, den Markt aufzusuchen, um unsere Vorräte aufzustocken, mieden dabei aber den Hafen. Den Weg in die Stadt ließen wir uns von Mara erklären und ehe wir uns versahen, standen wir vor einer riesigen Kathedrale mit einem Marktplatz davor. Wir kauften Vorräte und ich gab fast mein komplettes Geld aus, um Weihrauch zu finden. Den brauche ich, um Siegmund wieder zu mir zu holen! Die Stadt selbst sieht aus wie eine Planstadt, es wird viel gebaut und ganze Viertel werden neu aufgebaut, so wie es aussieht. Auch die Leute, die hier wohnen, sehen irgendwie… wohlerhabender aus… Was mir auffiel, ist, dass weder Charisma noch Tharok auffallen. Sie tauchen quasi in der Menge unter, niemand nimmt besondere Notiz von ihnen. Was für ein Unterschied zu Fischhain und Silbermark!
Ich fragte auf jeden Fall einen der Händler nach der Abenteurergilde und er wies uns den Weg.
Das Gebäude der Abenteurergilde ist ein Steinhaus und wir standen davor, etwas unschlüssig, was wir tun sollten. Plötzlich wurde Tharok ziemlich unruhig. Er meinte, dass er einen anderen Leonin gesehen hatte und wollte ihm folgen, wir konnten ihn aber überzeugen, es sein zu lassen, damit wir zusammenbleiben konnten. Wir betraten also die Gilde. Drinnen herrschte ein emsiges Treiben, viele Leute rannten hin und her, saßen an Tischen und unterhielten sich, generell war es laut. Wir fanden einen Anschlag, an dem verschiedene Aufträge und Hilfsgesuche hingen. Wir schauten uns diese Aufträge an und… plötzlich tauchte Snarwar auf! Naja, er versuchte uns zu erschrecken, aber mein… Berdurs Körper übernahm wieder die Kontrolle und warf Snarwar mit einem gekonnten Schulterwurf auf den Boden!
Wir hatten Snarwar völlig vergessen. Er musste verschlafen haben und war uns dann hierher gefolgt. Upsi!
Jedenfalls berichtete er uns, dass er in der Stadt ebenfalls erkannt wurde. Nämlich als der „Wunderbare Snarwar“ oder so. Er wurde regelrecht verfolgt und eine kleine Fantraube bildete sich wohl.
Auf jeden Fall war er jetzt hier!
Wir fanden einen Auftrag, der nicht sonderlich gefährlich aussah und trotzdem ein ordentliches Geld versprach. Wir sollten einen gewissen Darius Venn auf einer kurzen Reise begleiten, um ihn zu einem Kloster zu bringen.
_Auftraggeber: Darius Venn, ehemaliger Söldner. **Ort:** Von der Stadt bis zum Sonnenkloster (Route über Nordstraße). „Ich suche **Begleitung und Schutz** auf meinem Weg zum Sonnenkloster. Ich habe Feinde aus vergangenen Tagen, die meinen Frieden nicht dulden. Diskretion wird geschätzt. Kein Blutvergießen, wenn vermeidbar.“ ✦ Abenteurer mit gutem Urteilsvermögen bevorzugt. ✦ _Belohnung: 120 Goldstücke und gesegneter Trank der Tapferkeit.__
Wir schauten uns um und entdeckten eine Art Rezeption, hinter der eine junge Frau stand. Sie wies uns den Weg zu unserem Auftraggeber Darius. Er sollte wohl an oder in der Kathedrale zu finden sein und beschrieb uns, wie er aussieht.
Also wieder zurück zur Kathedrale. Draußen war niemand zu sehen, also schauten wir drinnen nach. Zumindest versuchten wir drinnen nachzusehen. Liam konnte die Kathedrale nicht betreten. Niemand hatte es ihm verboten, aber so sehr er es auch versuchte, er war nicht in der Lage, über die Schwelle zu treten. Hat das mit seinem Mördergott zu tun? Also blieben er und Tharok draußen, die anderen betraten die Kathedrale. Und dort war auch ein Mann zu finden, auf den die Beschreibung zutraf. Er saß vorne in einer Bank und schien einfach nur den Moment und die Stille in dieser Kathedrale zu genießen. Ich setzte mich zu ihm auf die Bank und sprach ihn an. Sobald er hörte, was ich von ihm wollte, drängte er uns, das Gespräch draußen weiterzuführen.
Darius erzählte draußen, er sei in ein anderes Kloster versetzt worden und bräuchte Geleitschutz, weil er sich früher Feinde gemacht hätte und er befürchte, sie würden ihm auflauern, wenn er alleine losginge. He wollte so schnell wie möglich los, also zögerten wir nicht lange, uns auf den Weg zu machen. Tharok trat erst mal in ein Fettnäpfchen und dankte dem Priester für seinen Dienst, was bei Darius einiges an Verwunderung hervorrief. Tharok flüchtete sich in Erklärungen, bevor er dann die Klappe hielt.
Die Reise war etwa einen halben Tagesmarsch lang, währenddessen hatten wir Gelegenheit, uns mit Darius zu unterhalten. Er war früher Kopfgeldjäger gewesen und hat ohne Zögern Aufträge ausgeführt und sich damit viele Feinde gemacht, bevor er zum Glauben fand. Er ist Priester (oder wie auch immer das hier heißt) einer Göttin namens Eldath. Sie verabscheut Gewalt und ist Göttin des Friedens und der Stille. Sie hört sich nett an, und irgendwie ist es auch verständlich, dass sich ein ehemaliger Kopfgeldjäger, der tagtäglich Gewalt sah und ausübte, zu Frieden und Stille hingezogen fühlt. Ich verstehe diesen Mann wirklich! Liam wollte wissen, ob er zwei Göttern dienen könne. Darius antwortete, es könne gehen, wäre aber generell nicht ratsam. Und so flogen die Gesprächsthemen an uns vorbei und die Unterhaltung machte die Reise angenehm und kurzweilig.
Es gab nur einen kleinen Zwischenfall. An einem Stück des Weges, welches durch ein kleines Waldstück führte, lauerten uns fünf Gestalten auf. Darius erkannte sie und meinte, sie „hätten noch eine Rechnung mit ihm offen“. Na toll, so viel zu „nicht gefährlich“.
Liam trat vor und sprach die Truppe an, das heißt, er provozierte eher. Das Wortgefecht wurde immer aggressiver und ich lockerte schon meinen Degen, da trat Elarien hinter Liam und sagte etwas von „abschneiden“ und „heilen“ und „wieder abschneiden“! So kannte ich Elarien gar nicht. Er stand stolz und aufrecht da und ich hätte ihm jedes Wort abgenommen, wenn ich ihn nicht besser kennen würde.
Die Wegelagerer waren sichtlich verunsichert und nach einigen Blicken, die sie sich zuwarfen, nahmen sie die Beine in die Hand und rannten davon.
Alle entspannten sich sichtlich, vor allem Elarien, der eher wie ein Sack Kartoffeln zusammen… nun ja, sackte.
Nur Liam wirkte enttäuscht, dass es nicht zum Kampf gekommen war. Sein Mördergott ist da echt gnadenlos. Er möchte immer Blut sehen. Das kann noch zum Problem werden!
Darius dankte uns, dass wir die Situation entschärft hätten, und das noch ohne Blutvergießen. Auch wenn wir hätten diplomatischer sein können. (Was? Ich weiß von früher, so wie Elarien gesprochen hatte, ist leider die einzige Sprache, die solche Leute verstehen. Er soll froh sein, dass wir nicht kämpfen mussten.) Der restliche Weg lief ohne besondere Vorkommnisse und gegen Abend erreichten wir das Sonnenkloster.
Uns werden Zimmer und Handtücher angeboten, allen außer Liam, der draußen blieb. Er konnte die Schwelle zum Kloster wieder nicht übertreten, also musste er im Stall übernachten. (Das ist definitiv sein Mördergott!!!)
Ich sitze jetzt also hier in dem kleinen Zimmer, Siegmund auf meiner Schulter (ich hatte ihn wieder zu mir geholt. Irgendwie wusste ich genau, was ich mit dem Weihrauch tun muss, um Siegmund zurückzuholen) und schreibe diese Zeilen. Ich bin gespannt, was uns noch so in Rutenheim erwartet. Vielleicht tut sich ein Weg nach Hause auf...???
17. Eintrag
from Xander Wisebridge
Im Laufe der nächsten 3 Wochen ist sehr viel passiert. Zum einen musste ich zu meinem großen Bedauern feststellen, dass meine geliebte Göttin vom Derevothen getötet wurde.
Ich habe die große Ehre gehabt, mit der Göttin Leceia zu sprechen. Von ihr erfuhr ich um den Tod meiner Göttin Seravile. Es gibt zwar eine Möglichkeit meine Göttin wiederzubeleben, doch Leceia meinte, dass dies einem sterblichen nicht vergönnt ist. Dafür müssten entweder sehr sehr viele Priester vorhanden sein, oder es muss ein mächtiges Artefakt geben, welches Seravile wiederbelebt. Doch selbst wenn man ein solches Artefakt hätte, wurde keine Wiederbelebung ohne das richtige Ritual und den “Leichnam” funktionieren.
Doch da war auch das nächste Problem: Ich wusste nicht, wo der Leichnam von Seravile zu finden ist und das einzige Wesen, dass es weiß ist der Derevoth. Da ein einzelner Mensch jedoch nicht stark genug ist, um ihn zu besiegen und ich nicht weiß wo er sich befindet, muss ich wohl schweren Herzens akzeptieren, dass meine Göttin tot ist.
Aufgrund dieser Erkenntnis hatte ich eine schwere Zeit, ich verlor fast den Verstand, bis ich in meiner Trauer vor Wut und Rachegelüsten, schwor den Derevothen zu jagen und zu töten. Ich fand aufgrund dieser Gefühle sogar wieder zur Göttlichkeit. Zia, die Göttin der Gerechtigkeit und Rache lud mich ein, ihr Anhänger zu werden.
Des Weiteren gab es in den Wochen des Wartens ein anderes Problem, welches die Lederrüstung anging die Zarah mir verkauft hatte. Sam meinte kurz nach dem Kauf, ich solle die Rüstung nicht anziehen, da sie wohl mit einer Assassinengilde in Verbindung stand. Da mir mein Leben lieb ist, versuchte in alsdann die Verzierungen durch einen Rüstungsbauer entfernen zu lassen. Dummerweise wollte keiner mir helfen. Am Abend war ich im Gasthaus und wurde von einem Mitglied der Assassinengilde angegriffen, sie mussten wohl irgendwie erfahren haben, dass ich eine Rüstung von ihnen besaß. Meine Vermittlungsversuchen brachten nichts, das Mitglied wollte mich umbringen. Auch dass ich Anbot die Rüstung zurück zu geben brachte nichts.
Nach kurzen Handgemenge, in dem ich versuchte zu fliehen, kamen mir die anderen aus der Gruppe zu Hilfe. Gemeinsam konnten wir den heimtückischen Mörder beseitigen. Die Lederrüstung gab ich an Zarah zurück.
Nach einigen Wochen erfuhren wir von einem Problem in der örtlichen Kristallmine. Wir wurden gebeten dort nachzuschauen, gibt es in dem Ort eigentlich keine Wachen, die für sowas zuständig sind?
Joe und die anderen Willigten ein, vermutlich weil sie glauben, dass so die Kristalle schneller abgebaut werden, die für das Luftschiff benötigt werden.
16. Eintrag
from Xander Wisebridge
Am nächsten Morgen im Freien Haus, aßen wir zunächst Frühstück und gingen dann nach draußen. Wir kamen in einer Region raus, wo Schnee lag. Rings um uns herum Gebirge (ob wir uns wohl im Ghalgrat befinden?). Sam und ich fielen kurz nach unserer Ankunft “Bauten” auf, die wir nicht zuordnen konnten. Ich schlug vor, dem Weg Richtung Norden zu folgen. Wir kamen an und sahen ein großes Tor mit Steinen und Zeichnungen von Zwergen. Auch Innen gab es mehrere Statuen von Zwergen. Wir liefen ein Stück die leeren Gänge entlang und kamen schließlich zu einem Bereich, in dem Runen am Boden eingraviert waren. Wir gingen über die Runen und kamen in einer viel belebten Stadt an. Hier waren allerlei Völker vertreten. Wir fragte in der Nähe stehende Wachen wo wir uns befinden, sie sagten uns diese Zwergenstadf hieße: Tweyg. Kurz hinter dem Eingang gab es einen “Kristallladen” diesen besuchten wir als Erstes. Hier gab es viele Kristalle mit verschiedenen Eigenschaften, auch solche, die wir für den Bau unseres Luftschiffes benötigten. Wir kauften alle wichtigen Teile, jedoch wollte uns der Inhaber eine spezielle Art von Kristall nicht verkaufen. Wir erkundigten uns, wo es Baumeister gibt, welche Luftschiffe bauen. Sie wären im Handwerksviertel zu finden. Also machten wir uns auf, ins Handwerksviertel.Als wir dort ankamen, störte Zarah einige Zwerge die in einer nahen Werkstatt arbeiteten. Dies waren zwar die falschen (die bauten irgendwas anders), doch zum Glück war unser Ziel genau nebenan. Als Zarah die Zwerge störte entflammte ein kurze Diskussion über Rüstungen, welche gebaut werden sollten und “Schwarzpulver”. Zweiteres wird wohl benötigt um sogenannte “Kanonen” zu betreiben. Als wir in der Werkstatt der Luftschiffbauer waren, zeigten wir schnell unsere Luftschiffpläne und trugen unseren Auftrag ein Luftschiff zu bauen weiter. Dann entbrannte eine Diskussion um die Vor- und Nachteile von Luftschiffen. Zudem wurden wir informiert, dass die Zwerge wohl über Teleportation verfügen und dies eine gängige Reisemethode wäre. Als die Formalitäten und die Anzahlung beendet wurde, beschlossen wir zum Hiesigen Tempel zu gehen, um auch die Zwerge vor der Gefahr zu warnen.
Wir redeten nach kurzer Zeit sogar mit dem Hohepriester. Dieser nahm uns sehr ernst uns sprach (wie wir schon wussten), von einer enormen Bedrohung. Er versicherte uns, uns zu unterstützen. Er gab uns ein Schreiben, welches uns unterstütze unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mit diesem machten wir uns auf ins obere Viertel, um magische Gegenstände zu verkaufen und diverse Dinge zu kaufen. Ich erwarb von Zarah eine magische Lederrüstung. Zudem kaufte ich neue “zwergische” Panzerhandschuhe.
Da wir nun längere Zeit in der Stadt verbringen mussten, nahm ich mir vor genaueres über meine Göttin zu erfahren (ich spürte schon länger nichts von ihr). Daher frage ich bei ihrer Mutter Leceia nach.
Mein Glaube wird geprüft, falls meine Göttin nicht mehr sein sollte, wird sicher Leceia mich leiten.
Geheimnisse, neue Freunde, Drachen und Bärensteak
from Berdur Donnerherz
Wow, die letzten Paar Tage waren intensiv. Es ist so viel passiert, dass ich kaum weiß, wie ich anfangen soll. Siegmund würde meinen, am besten von vorne. Siegmund… Ich muss unbedingt Weihrauch finden!
Aber von Anfang an: Wir waren in Berdurs Haus und haben dort übernachtet, ich hatte dabei einen komischen Traum. Ich sah wieder den Kampf vom vorherigen Tag, ich fühlte wieder diese Fast-Freude beim Töten, Liam, der beinahe wahnsinnig wirkte. Gleichzeitig verspürte ich eine Art Sorge oder Angst. Angst, mich selbst zu verlieren. Da ist wieder das Messer, ich bin wieder an dem Ort, wo ES passierte. Damals! Heute! Alles vermischte sich zu einem blutigen Alptraum. Und dann, plötzlich, ist alles ruhig. Ich fühlte mich ruhig, da ist kein Blut, da ist keine Angst. Da war nur ein Tier mit Flügeln. Ich wusste, dass ich das Tier kenne. Und es kannte mich. Von früher. Damals im Wald… Ich sah ein Bild in meinem Kopf, ein Gewitter, Blitz und Donner! Unter einem Überhang im Wald saß ich, ein kleiner Junge damals, und das Tier lag in meinem Schoß und leistete mir Gesellschaft gegen meine Angst. Das Tier, ein Wiesel, tippte mit der Schnauze gegen meine Stirn. Plötzlich durchfuhr mich eine Erkenntnis: ICH BIN NOCH DA!
Ich dachte als Kind, das Tier wäre nur ein Traum gewesen. Bevor ich meinen Gedanken in Worte fassen konnte, antwortete das Wiesel: „Damals – vielleicht. Heute bin ich eher dein Unterbewusstsein. Nicht so ganz real, nicht so wirklich Einbildung… aber erstaunlich zuverlässig, dich einzufangen, wenn du mal wieder Gefahr läufst, dich zu verlieren. Du kannst mich Siegmund nennen, weil Unterbewusstsein und so…”
Als ich aufwachte, war Siegmund einfach da, eng an mich gedrückt. Ich weiß nicht genau, was er ist, aber er ist ein Freund und er hilft mir mit den Alpträumen. Jedenfalls wachte ich auf, die anderen waren entweder schon wach oder waren gerade dabei, aufzuwachen. Siegmund sorgte für einige Verwirrung und Verwunderung, während ich den Fehler machte und versuchte, diesen Kaffee-Ersatz zu kochen. Das Gebräu hatte die komplett gegenteilige Wirkung. Plötzlich waren alle so hektisch! Was ich mitbekommen habe, während mein Hirn durch einen langsam aufgehenden Hefeteig ersetzt war, ist, dass Tharok Liam fragte, was das gestern gewesen war, das verrückte Lachen und Tanzen. Liam konnte sich an nichts erinnern, außer dass er Gideon aufhalf und eine silberne Eule gesehen hatte. Komisch, hatte das Liams Mördergott die Hände im Spiel?
Als die Wirkung des Gebräus nachließ, begannen wir, unsere Beute von letzter Nacht zu durchsuchen. Ich hatte zwei dieser Heiltränke und eine Schriftrolle mit Zeichen darauf, die ich aber nicht lesen konnte. Ich reichte die Rolle an Elarien weiter, der damit aber auch nicht wirklich etwas anfangen konnte. Tharok hatte dasselbe Problem mit seiner Schriftrolle und fragte bei Snarwar um Hilfe.
Snarwar und ich machten uns danach daran, das Haus ein wenig zu durchsuchen. Siegmund war dabei die ganze Zeit bei mir und gab hin und wieder ein paar Kommentare ab, die ich allerdings ignorierte. Snarwar fand einen Durchgang hinter einem alten Regal, der zu einer Treppe in eine Art Keller führte. Dort sahen wir eine Nische, in der ein Bild eines Zwerges stand, der verdächtige Ähnlichkeit mit Berdur hatte, wahrscheinlich sein Vater. Das war aber alles vergessen, als wir den großen Raum am Ende der Treppe betraten, nachdem ich das Schloss mit Dietrichen geknackt hatte. (Ich wusste gar nicht, dass ich das kann!) Drinnen waren, neben Ketten an der Wand und ein paar Eimern und Unrat, ein großer Holztisch mit ziemlich unangenehm aussehenden Werkzeugen darauf. Berdurs Folterkeller! Wir hatten seinen Folterkeller gefunden. Ich ging sofort wieder raus. Tharok fragte mich, ob er sich umschauen könnte und etwas mitnehmen. Ich gab ihm die Erlaubnis. Warum auch nicht? Schließlich gehört der Kram ja nicht mir. (Siegmund schickte mir ein zustimmendes Gefühl.) Wir gingen die Treppe wieder hoch und ich wanderte in Berdurs Schlafzimmer zu der Truhe vor seinem Bett. Wieder ließ mich Berdurs Talent mit Dietrichen nicht im Stich und die Truhe öffnete sich. In der Truhe finde ich neben einem Stapel mit Papieren mit kritzeliger Handschrift, einem Kästchen, das ein Medaillon und ein Bild von Berdurs Vater enthält, auch zwei Beutel, in denen es verdächtig klimperte, und einen abgegriffenen, oft gelesenen Brief von Rurik Donnerherz, Berdurs Vater. Der Brief enthält einige Worte, die wohl motivierend sein sollten, mich ließen sie aber ein wenig traurig zurück. Berdurs Leben muss von Anfang an ziemlich beschissen gewesen sein.
Ich schaute mich weiter im Schlafzimmer um und fand ein paar Steine, die farblich nicht so ganz zu den anderen passten, und drückte drauf. Ich hatte echt nicht erwartet, dass sich eine Geheimtür öffnen würde, aber genau das passierte. Also schauten wir uns natürlich auch dort um. Wir fanden einige Karten, die laut Snarwar Markierungen für Schmugglerpfade, feindliche Territorien und so weiter zeigten. Wir fanden auch Listen mit „beschützten” Leuten und Läden, wer welches Bestechungsgeld bekommen hatte und so weiter. (Mann, bin ich froh, nicht Berdur zu sein, sein ganzes Leben scheint sich ums Verbrechen zu drehen und ziemlich gefährlich zu sein. In seiner Haut möchte ich nicht stecken… und die Ironie ist mir bewusst.) Wir fanden noch ein paar verschlüsselte Briefe, die wir mitnahmen.
Wieder im Wohnzimmer machten wir uns alle daran, die Briefe zu entschlüsseln. Es hat eine Weile gedauert, aber wir konnten die Briefe entschlüsseln! Diese Briefe waren Korrespondenz zwischen Elarien und mir. Naja, eigentlich zwischen dem alten Berdur… und natürlich dem alten Elarien. Darin steht mehr oder weniger, wie Berdur auf Anweisung von Elarien die Kontrolle über den Schwarzmarkt in einem Ort namens Falkenruh übernimmt und daraufhin eine Audienz bei einem König gewährt zu bekommen. Das ist interessant, aber auch ein wenig beängstigend. War… IST Berdur wirklich nur ein Dieb und Chef der Diebesgilde, oder war er auch ein Agent? Oh Mann, Berdur wird mir immer unheimlicher!
Nachdem wir über die Briefe und Elariens und Berdurs Rolle darin gesprochen hatten, kam unser Gespräch auf unsere nächsten Schritte. Elarien benötigt auf jeden Fall Ausrüstung und wir müssen Geld verdienen, um uns zumindest etwas zu essen kaufen zu können. Ich erinnerte mich an die beiden Beutel, schaute hinein und fand 66 Goldmünzen darin – quasi ein Vermögen. Just in diesem Moment klopfte es an der Tür. Tharok ging in seiner Funktion als Bodyguard von Berdur und öffnete. Draußen stand Gideon, der ein bisschen außer Atem und ratlos wirkte. Er fragte uns, ob wir etwas in den südlichen Wäldern untersuchen könnten, etwas, was dort herumstreift und die Gestalt einer großen Ziege hätte. (Mich wundert in dieser Welt gar nichts mehr…) Ich habe es geschafft, Gideon davon zu überzeugen, dass Elarien erst eine Rüstung und weitere Ausrüstung benötigte, um mit uns auf Abenteuer zu gehen. Zähneknirschen rückte Gideon mit einer Lederrüstung und ein wenig Ausrüstung raus. Wir machten uns also auf den Weg, auch um den Anschein von Normalität bei Berdur und Elarien zu wahren. Im Wald angekommen – wir waren noch nicht lange unterwegs – traten wir auf eine Lichtung und fanden ein Lager. Wir fanden auch besagtes Etwas, was herumstreifte. Nur war das keine große Ziege. Dieses Etwas war ein Wesen, halb Mensch, halb Ziege: ein menschlicher Oberkörper, der Unterkörper einer Ziege. Oh und natürlich Hörner auf dem Kopf – was auch sonst…
Dieses Wesen starrte uns an, wir starrten zurück, und plötzlich wirkte dieses Wesen gar nicht mehr gefährlich. Elarien fragte ihn, wo er denn herkäme, und das Wesen sagte: Deutschland. Wir waren wie von Donner gerührt. Noch jemand, den es hierher verschlagen hatte? Theo, so sein Name in unserer Welt, ging im Wald campen, schlief ein und ist hier wieder aufgewacht. Das hörte sich verdächtig wie unsere Geschichte an! Snarwar klärte uns auf, dass es sich bei Theo um einen Satyr handeln würde. Ein Satyr? Sind wir jetzt im alten Griechenland? Nachdem Theo sich ein wenig gefangen hatte (ich habe ihn freundlich angeknatufft, damit er nicht in Panik gerät), durchsuchte Theo seinen Rucksack. Er fand neben Ausrüstung und Krams dann auch auf einem Namensschild den Namen „Charisma”.
Wir entschieden uns mit Theo – oder Charisma – in die Stadt zurückzugehen. Vorher erklärten wir ihm, wie die Welt hier funktioniert, soweit wir das verstünden. Wieder in der Nähe der Stadt schauten uns die Bewohner komisch an. Seltsam, bis wir darauf kamen, dass Charisma der Grund war. Nun, dieses Problem war schnell gelöst. Snarwar hatte noch eine „magische Gesichtsfarbe” (was es nicht alles gibt), die Charisma quasi in einen Menschen verwandelte. So kamen wir wieder ungefährdet zu Berdurs Haus zurück. Ich schickte umgehend Siegmund los (Weihrauch!) um Gideon zu holen. Als er ankam, war er erst einmal schockiert, Theo, nein Charisma, zu sehen. Liam erklärte ihm die Situation, dass Charisma wie wir nicht aus dieser Welt wäre. Gideon erklärte uns, dass Satyrn sehr selten wären und quasi eine Art Fabelwesen sind. Wow, aufschlussreich… Nicht!
Nachdem Gideon, bevor er ging, noch einen Schild für Elarien herausgerückt hatte, verbrachten wir anderen einen mehr oder weniger gemütlichen Abend und brachten Charisma up to speed, was die Welt hier anging. Wir legten uns zum Schlafen hin. Die Nacht war ruhig. Am nächsten Morgen wollten wir uns auf den Weg in den Untergrund machen, um den Druiden und Buck zu suchen. Vorher brauchte Charisma noch eine Verkleidung. Er fand einen Hut, der seine Hörner gut versteckte, und ein paar Hosen, um seine Ziegenbeine zu verbergen. Dann machten wir uns auf den Weg. Wir stiegen, wie letztes Mal, in den Aufzug. Plötzlich, aus einem mir nicht bekannten Grund, beginnt Snarwar PLÖTZLICH FUCKING DUDELSACK ZU SPIELEN! UND WIRD DABEI AUCH NOCH UNSICHTBAR!! Wer überlegt sich sowas? Ein Dudelsack, der unsichtbar macht? Warum? Was ist der Nutzen? Unten angekommen – Snarwar war wieder sichtbar – winkten mich zwei Zwerge an ihren Tisch. Sie luden uns zu einem Würfelspiel ein, versuchten währenddessen aber, uns auszufragen. Berdur – also ich als er – schaffte es, beide irgendwie zu beeinflussen und ihnen klarzumachen, dass sie sich um ihre Angelegenheiten kümmern sollten. Die beiden meinten noch, dass Jasper, der Druide, nirgends gesehen wurde. Dann verließen wir wieder den Untergrund. Ich hasse es, Berdur zu spielen!
Elarien war in der Zwischenzeit im Kloster und hat versucht, etwas über die Legende herauszufinden. Leider war das nicht so erfolgreich. Wir trafen uns wieder bei Berdur und verbrachten ein wenig Zeit im Haus, als Gideon wieder eintraf. Wir fragten ihn nach Jasper. Gideon meinte, er sei meist abends im Untergrund anzutreffen. Also machten wir uns abends wieder auf den Weg dorthin. Vorher machte ich noch den Vorschlag, Berdurs Gold gerecht aufzuteilen, der einstimmig angenommen wurde. Wieder im Untergrund angekommen, trafen wir auch auf Jasper. Buck war bei ihm, hat sich aber bald nach dem Kampf in eine Stadt namens Rutenheim oder Marktfeld abgesetzt, um dort Probleme zu lösen? Ich dachte, er wohnt nur in meinem Bart und möchte in Ruhe gelassen werden. Ich werde nicht schlau aus dieser Maus!
Ich fragte ihn noch, was er über Satyrn wissen würde. Leider auch nicht viel, wie sich herausstellte. Laut Jasper sind Satyrn irgendwie mit den Elfen verwandt. Wenn wir mehr wissen wollen, müssten wir uns in der geheimen Bibliothek von Varndor oder bei den Elfen von Eldrath erkundigen. Na, da war ja nicht sehr ergiebig.
Als wir wieder oben sind, bittet Charisma um eine Art Trainingssession, die wir gerne mit ihm machen. Wir gingen wieder in die Nähe der heißen Quellen und fingen dort an zu trainieren. Zusammen mit Siegmund habe ich wohl auch noch ein bisschen Magie gelernt und kann wie Snarwar Abbilder von Dingen oder Personen erschaffen und ein paar kleinere Dinge mit einer unsichtbaren Hand bewegen… Snarwar war wohl ein bisschen beleidigt deswegen und musste direkt einen Seiltrick vorführen, um die Scharte auszuwetzen. Nach dem kleinen Training gingen wir zum letzten Mal zu Berdurs Haus und schliefen dort ein.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, um Buck zu finden. Bevor wir gingen, schickte ich noch Siegmund mit Anweisungen für Gideon los: Brief und Siegel dafür, dass Berdur ihm die Amtsgeschäfte überlässt. Hoffentlich höre ich nie wieder etwas von Gideon! Der Weg war ganz angenehm. Wälder und Felder wechselten sich neben der gut ausgebauten Straße ab. Das Wetter war gut und wir machten gute Strecke. Fast fühlte ich mich an zu Hause erinnert – einfach nur Wandern, ohne Ziel, nur mit mir selbst. Einzig die Musik hat gefehlt. Aber man kann ja nicht alles haben.
Wir waren einige Tage unterwegs, als Elarien plötzlich etwas bemerkte: Wir wurden verfolgt! Laut Elarien folgte uns ein Busch. Ein Busch? Elarien weiß auf einen Busch ungefähr 100 m hinter uns. Ich nutzte Berdurs Fähigkeiten und schlich mich an den Busch an. Was ich sehen konnte, waren zwei orange Augen, die jeder Bewegung der anderen folgten. Ich schlich zurück, unentdeckt, und erzählte den anderen von den Augen. Elarien sah plötzlich leicht paranoid aus. Tharok ging auf den Busch zu und versuchte so friedlich auszusehen, wie es ihm möglich war. Also fast gar nicht! Als Tharok in die Nähe des Busches kam, sprang plötzlich ein Goblin aus dem Busch, bewarf Tharok mit einer Goldmünze und rannte weg. Was zur Hölle? Elarien hob die Goldmünze auf, aber es war eine normale Münze, nach allem, was wir wussten. Wir gingen also noch ein paar Stunden weiter. Es begann zu regnen und wir machten uns auf die Suche nach einem Unterschlupf. Charisma fand eine Höhle – ein sauberer und trockener Unterschlupf. Wir teilten die Wache auf und verbrachten eine sehr ruhige Nacht. Um ehrlich zu sein: Die Nacht war ein bisschen zu ruhig! Ich schickte Siegmund herum, aber er fand auch nichts Außergewöhnliches. Es fing an zu dämmern und als alle wach waren, gefrühstückt hatten und sich soweit fertig gemacht hatten, zogen wir weiter.
Wir sollten die Stadt schon lange erreicht haben zu diesem Zeitpunkt. Ich schicke Siegmund nach oben. Er sieht aber auch nichts als Wald und Felder um uns herum. Nach einer Weile weiteren Gehens fanden wir einen halb überwucherten Pfad. Ich schickte wiederum Siegmund (Ich vermisse ihn!) vor, um den Pfad zu erkunden, und sah durch seine Augen eine Lichtung und darauf ein halb verfallenes Gebäude. Wir entschlossen uns, dem Pfad zum Gebäude zu folgen. Vielleicht ließ sich etwas Nützliches finden. Wir konnten nicht falscher liegen! Wir standen vor dem Gebäude und wir ALLE hatten das Gefühl, beobachtet zu werden! Elarien fand heraus, dass es sich bei diesem Gebäude um einen Schrein handelte, konnte uns aber nicht sagen, wer hier angebetet wurde. Wir betraten also diesen Schrein. Innen: zerstörte Bänke, vertrocknete Blumen und ein kaputter Altar. Überall Pflanzen, die langsam das Gebäude zurückerobern. Es wirkte alles sehr verlassen – merkwürdig an einer großen Handelsstraße. Elarien zauberte etwas und der Altar wurde repariert. Die Präsenz, die uns seit wir die Lichtung betreten hatten beobachtete, schien fast erfreut. Wir waren alle sehr ergriffen und jemand – ich glaube, es war Charisma – fragte, ob es Sinn mache, hier zu beten. Tharok schlug Elarien als Gebetsleiter vor. Elarien suchte einen Gebetstext heraus, entzündete eine Kerze und opferte seine Marmelade – die aus Eichenhain von der alten Frau. Der Blick der Präsenz wurde wohlwollender und so opferten auch wir anderen etwas. Ich legte meine Flöte, die ich vor der Goblinhöhle geschnitzt hatte, auf den Altar. Charisma einen seiner Pfeile und Tharok die Münze, die der Goblin geworfen hatte. Snarwar opferte diesen komischen Dudelsack und Liam einen Cupcake vom Jahrmarkt.
Anscheinend beruhigte diese Opfergabe die Präsenz, denn wir konnten den Schrein wieder unbehelligt verlassen. Elarien bat mich noch, die Position des Schreins auf der Karte zu markieren, was ich gerne tat. Wir waren inzwischen den sechsten Tag unterwegs. Wieder auf der Straße kamen wir gut voran. Liam schnitzte inzwischen einen Gehstock, den Tharok auf seine Bitte hin aus einem Strauch geschnitten hatte. So wanderten wir dahin, bis Elarien etwas am Himmel bemerkte: Erst waren wir uns nicht sicher, aber es war uns allen nach kurzer Zeit klar: Es ist ein Drache! Ein großer Drache! Ein großer roter Drache! Ein großer roter alter Drache! ES GIBT DRACHEN HIER! Der Drache flog quer zu uns und so zauberte Snarwar eine Art Loch, in das wir uns alle verkrochen, um uns vor dem Drachen zu verstecken. Wir kauerten einige Minuten in diesem Loch, sodass wir sicher sein konnten, dass der Drache uns nicht gesehen hatte. Nach und nach kamen wir wieder hinaus und machten uns wieder auf den Weg. Nach etwa einer Stunde fing es wieder an zu regnen – diese Art von Regen, die sofort unter die Klamotten fährt und alles anfeuchtet. Widerlich, so etwas! Zum Glück fand Tharok einen Unterschlupf, der uns Schutz vor dem Regen bot.
Nachdem der Regen nachgelassen hatte, zogen wir weiter. Noch immer keine Spur von einer Stadt, einem Dorf oder zumindest einem Haus! Irgendetwas stimmt da nicht. Wir betraten einen Hain. Die Straße schlängelte sich hindurch, als wir alle plötzlich das Gefühl hatten, dass etwa auf uns herabfällt. Oh Gott! Wenn ich nur daran denke, wird mir schlecht! Was auf uns herabfiel, war ein Zwerg – genauer: die obere Hälfte eines Zwerges. Die untere Hälfte fehlte und ich könnte schwören, ich sah Spuren von großen Zähnen, bevor ich mich zum Kotzen in einen Busch beugte. Elarien rannte zu dem armen Kerl hin – ganz der Arzt, der er bei uns gewesen ist – aber was hätte er schon tun sollen? Liam drängte sich vor und zauberte irgendetwas, was dazu führte, dass der linke Arm des Zwerges anfing zu verfaulen. WIDERLICH! Wir beschlossen, ein Grab auszuheben und die arme Sau zu begraben. Zum Glück kann Liam auch was Nützliches zaubern und er bewegt Erde um ein Grab zu erschaffen. In das wir den halben Zwerg hineinlegten. Ich suchte noch nach einem großen Stein und legte den auf das Grab – sozusagen als Grabstein.
Nach diesem Schock war niemandem nach Weitergehen und wir entschieden uns, hier zu bleiben. Ich fand einen Zugang zu einer Höhle und schickte wieder einmal Siegmund vor, um auszukundschaften. Hätte ich das mal nicht gemacht! Das Letzte, was ich durch seine Augen sah, war eine riesige Pranke eines Bären. Der natürlich auch sofort angriff! Ich war noch geschockt vom Verlust von Siegmund, sodass mich die Tatze des Bären schwer erwischte. Vor Schmerz fast blind, taumelte ich gegen die Höhlenwand neben dem Eingang und schaffte es noch, meinen Rapier zu ziehen, um mich zur Wehr zu setzen. Die anderen aber machten kurzen Prozess mit den Bären in der Höhle. Snarwar und Liam erlegten jeweils einen. Ich weiß nicht, was mit Liam ist, aber irgendwie sind seine Zauber besonders widerlich. Sein Bär starb an einem Strahl, der seinen Kopf verfaulen ließ… Bäh.
Beide Bären waren tot und wir konnten unsere Vorräte mit Bärensteak auffüllen. Liam versuchte, „seinen” Bären zu retten, indem er ihm den fauligen Kopf abschnitt, aber irgendwie war uns das Fleisch nicht geheuer. Nach dem Essen teilten wir die Nachtwachen ein. Ich durfte die letzte Wache übernehmen, da ich als Einziger während des Kampfes verletzt wurde. Jetzt sitze ich am Feuer, in meinem Rücken die Höhlenwand, vor mir ein Wall, den wir aufgeschüttet haben (Liam wieder mit seinem Erdbewegungszauber), und vermisse Siegmund. Irgendwie weiß ich, was ich tun muss, um ihn wieder zu mir zu holen, aber das schlechte Gewissen nagt trotzdem an mir. Aber all das wird überlagert von dem Gefühl, dass hier etwas gehörig schief läuft gerade, und der Angst, was morgen auf uns zu kommt. Das wird nichts Gutes sein…
15. Eintrag
from Xander Wisebridge
Wir verließen Eulenheim und reisten Richtung Taghal. Wir passierten Phatagor. In Phatagor machten wir einen kurzen Halt.
Ich widmete mich bei den Priestern der Leceias den Lehren und Predigte den Willen von Seraville. Zudem habe ich mich dort untersuch, da es mir nicht so gut ging. Tatsächlich musste ich mich durch Serville Kraft selbst heilen.
Dies dauerte einige Zeit, zum Glück warteten die anderen vor der Kirche auf mich, dort aßen wir dann etwas. Durch Gespräche erfuhren wir, dass Phatagor zu der Fraktion Regenbogen gehört, offenbar die Feinde der Finsternis. Zudem ging ein Gerücht um, dass der Feind (vermutlich die Finsternis) wieder in Bewegung sei. Sam und ich brauten gegen den späten Nachmittag noch einige Manatränke, ich ging für das Brauen vor die Stadt, um niemanden zu verärgern. Als ich zurück kam, kamen mir Joe und Zarah entgegen, die zum Varus Tempel wollten. Ich bot an, sie zu begleiten. Als Joe in der Gebetskammer zu seinem Gott betete, erhielt er eine Vision. In seiner Vison ging es um Luft oder etwas in der Art. Da Zarah aus einem früheren Abenteuer Pläne von Zwergen hatte, die ein sogenannten “Luftschiff” beschreiben, beschlossen wir zunächst zu den Zwergen zu gehen. Diese waren jedoch sehr weit weg. So kauften wir eine Karte und planten die Route. Unser Weg führt über das Meer, anschließend über den Landweg, bis wir zu dem Gebirge kommen, in dem die Zwerge leben. Doch bevor wir auf das Meer kamen, mussten wir von Phatagor erst einmal nach Zorak laufen um von dort ein Schiff über den Fluss zu nehmen. Als wir am Fluss in der Nähe von Phatogor ankamen, sahen wir eine uns bekannte Taverne, das freie Haus. Dieses wird uns sicherlich schnell zu dem richtigen Ort bringen.