Der Stolperstein für Henri Drukker befindet sich in Amsterdam, Niederlande. Er wurde 1889 in Amsterdam geboren. Während der deutschen Besatzung tauchte er mit seiner Frau unter, wurde aber 1944 verraten und über das Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo er noch im selben Jahr ermordet wurde.
Der Stolperstein ist vor dem Haus an der Adresse Vondelstraat 172, 1054 GV Amsterdam eingelassen.
Karte aller Stolpersteine Postings
Henri Drukker wurde 1889 in Amsterdam geboren und arbeitete als Kaufmann. 1920 heiratete er Sophie Rosa van Adelsberg, das Paar hatte einen Sohn.
Seit 1926 war Henri Drukker Mitglied der Freimaurerloge „La Paix" in Amsterdam und durchlief dort bis 1930 alle drei Grade bis zum Meister. Um der Deportation zu entgehen, versuchte er zusammen mit weiteren Familienangehörigen, über die Calmeyerliste als teilweise „arisch" eingestuft zu werden, der Antrag blieb jedoch ohne Erfolg.
Ab 1943 versteckte sich Henri Drukker mit seiner Frau in einer Wohnung an der Hondecoeterstraat in Amsterdam. Im März 1944 wurde das Versteck verraten, beide wurden verhaftet und über das Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz deportiert. Henri Drukker wurde dort im April 1944 ermordet, seine Frau wenige Monate später ebenfalls in Auschwitz. Der gemeinsame Sohn überlebte versteckt bei einer Familie in Bussum und wanderte nach dem Krieg in die USA aus.
Verlegung des Stolpersteins
Der Stolperstein wurde verlegt. Das Verlegedatum ist nicht bekannt.
Durchgangslager Westerbork
Das Judendurchgangslager Westerbork war eines von zwei KZ-Sammellagern in den besetzten Niederlanden. Es befand sich in der Nähe des Dorfes Westerbork. Von hier aus wurden die Insassen in andere Lager deportiert.
Das Lager wurde vor dem Krieg 1939 als Auffanglager für Geflüchtete errichtet. Die Deutschen nutzten nach dem Einmarsch 1940 das Lager weiter und transportierten von hier aus hauptsächlich Gefangene in Richtung Auschwitz und Sobibór.
Über 100.000 Menschen wurden von hier aus mit dem Zug deportiert, davon überlebten nur ca. 5.000.
In diesem Lager war unter anderem auch Anne Frank interniert und wurde von hier deportiert.
Nach dem Krieg wurde das Lager bis Mitte der 1970er Jahre weiter als Gefängnis und Wohnort für Soldaten verwendet. Erst danach wurde es geschlossen und abgebrochen.
Seit 1983 befindet sich in der Nähe ein Erinnerungszentrum, auf dem ehemaligen Appellplatz wurde das Monument “De 102.000 stenen” (Die 102.000 Steine) errichtet.
Konzentrationslager Auschwitz
Das Konzentrationslager Auschwitz (häufig auch als KZ Auschwitz abgekürzt) war das größe deutsche Gefangenenlager während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Das Lager befindet sich in der Nähe der polnischen Stadt Oświęcim (zu deutsch: Auschwitz). Im Januar 1945 wurde das Lager von der Roten Armee befreit. Es war zugleich Gefangenenlager und Vernichtungslager. Schätzungen gehen von 1,1 bis 1,5 Millionen Opfern aus, die in den Lagern verstorben sind oder ermordet wurden. Genaue Zahlen lassen sich nicht ermitteln.
Das Foto des Torhauses Auschwitz-Birkenau des polnischen Fotografen Stanisław Mucha wurde später weltberühmt und steht als Symbol für den Holocaust.
Das Memorial and Museum Auschwitz-Birkenau ist auf Mastodon präsent: @auschwitzmuseum@mastodon.world.
Was sind die Stolpersteine
Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt. Das Projekt wurde 1992 vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Dabei werden kleine Gedenktafeln als Mahnmal an Stellen verlegt, an denen Menschen durch den Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Stand 2023 wurden über 100.000 Stolpersteine in 30 Ländern in Europa verlegt.
Im Stolpersteine Subreddit werden Fotos von Stolpersteinen gepostet.
Quellen
Wikipedia Artikel: Stolpersteine
Wikipedia Artikel: Liste der Stolpersteine in Amsterdam-West
Wikipedia Artikel: Lijst van Stolpersteine in Amsterdam-West (WPERROR)
Wikipedia Artikel: Durchgangslager Westerbork
Wikipedia Artikel: Konzentrationslager Auschwitz
Henri Drukker (joodsmonument.nl)
Henri Drukker (joodsmonument.nl)
Henri Drukker (joodsmonument.nl)
Henri Drukker als vrijmetselaar (joodsmonument.nl)
Henri Drukker and his family (joodsmonument.nl)
Drukker family (joodsmonument.nl)
Ondergedoken en verraden (joodsmonument.nl)
Calmeyer (joodsmonument.nl)
Henri Drukker (oorlogsgravenstichting.nl)
Henri Drukker (oorlogsbronnen.nl)
Bevolkingsregister 1874-1893 (openarchieven.nl)
Es gibt einen Eintrag in OpenStreetMap:
- Stolperstein: Henri Drukker (OpenStreetMap)
Fotos: Andreas Scherbaum
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