Der Patentablauf bei Medikamenten einer Wirkstoffklasse bringt gelegentlich Übergangsprobleme. So aktuell in Bayern bei DOAK. Hausärzte ärgern sich, wenn sie plötzlich mit Generikaquoten nicht mehr hinkommen. Die KV wiegelt ab.
Krankenkassen sind nicht aus heiterem Himmel durch riskante Investments in Bedrängnis geraten: Das Bundesamt für Soziale Sicherung hat 2023 eindringlich vor unsoliden Immobilien-Anlagen gewarnt.
Mit Blick auf steigende Eigenanteile und die Belastung der Kommunen fordert der Deutsche Städtetag eine Pflegevollversicherung. Ein Sozialverband sieht damit die Versorgungsprobleme nicht gelöst.
Gesetzlich Versicherte können künftig eine zweite ärztliche Meinung einholen, wenn ihnen eine Linksherz-Katheteruntersuchung empfohlen wird. Für welche Facharztgruppen das gilt.
Eigentlich läuft der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Ende Dezember aus. Doch 2027 erhalten die Länder vom Bund 750 Millionen Euro für ihre ureigene Aufgabe. Kommenden Mittwoch will das Bundeskabinett einen Haken an die Sache machen.
Der Innovationsausschuss des G-BA hebt drei beendete Förderprojekte hervor, die für spezielle Patientengruppen Lücken in der Versorgung schließen können.
Ab sofort greifen die überarbeiteten Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses für das Neugeborenen-Hörscreening. Nun muss noch der EBM angepasst werden.
In rund 3.100 Fällen hat ein Behandlungsfehler im vergangenen Jahr zu Gesundheitsschäden bei Patienten geführt. Der Medizinische Dienst verbindet seine Bilanz mit Forderungen nach einer Runderneuerung des Patientenrechtegesetzes.
Einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen hat der G-BA für den neuen Wirkstoff Donidalorsen anerkannt. Dieser ist zugelassen zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken des heriditären Angioödems bei Menschen ab zwölf Jahren.
Mangels Vorlage geeigneter Daten hat der G-BA für das Antidiabetikum Tirzepatid keinen Zusatznutzen für die Anwendung bei jugendlichen Typ-2-Diabetikern feststellen können. Positiv bewertet wurde indes Colchicin für die weitere Indikation KHK.
Wie stark die Nutzenfiktion für Orphan Drugs ausfallen kann, wird am Beispiel des IDH1-Hemmers Ivosidenib deutlich: Bei der eingeschränkten Erstbewertung vergab der G-BA noch seine höchste Zusatznutzenkategorie. Doch zur jetzigen Vollbewertung blieb die Datenlage ungenügend.
Über 12.000 Euro soll ein Hausarzt der Kasse rückerstatten, weil er einem Patienten infolge eines – befristeten – Eilbeschlusses wiederholt und über diese Befristung hinaus Cannabis verschrieben hatte.
Krankenhausübernahmen schaffen Spielräume für Verbesserungen der Versorgung. Das haben Hamburger und Berliner Gesundheitsökonomen untersucht. Vor allem die Herzinfarktversorgung profitiert.
Das Netz der Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter wird dichter. Damit soll die Beobachtungslücke zwischen Vorschule und Pubertät geschlossen werden.
Sieben Krankenkassen erproben den digitalen Weg der elektronischen Verordnung. Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet elektronische Verordnungen auch für Heil- und Hilfsmittel. Besonders hoch ist die Zustimmung bei jüngeren Erwachsenen bis 39 Jahre (91 Prozent).
Der IKK-Verband fordert von der Politik konsequente Strukturreformen. Warkens GKV-Spargesetz bringe nur eine „Atempause“. Den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann warnt der Verband vor einer Scheindebatte und spricht eine Einladung aus.
Eine der großen Baustellen, die auf das Eingreifen des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemannn (CDU) warten, ist die Pflege. Voraussichtlich im September kommt das Thema auf die Tagesordnung: Dann möglicherweise mit einem neuen Ansatz.
In der Cannabistherapie haben Fertigarzneimittel jetzt Vorrang. Zum Monatswechsel wird in Deutschland das erste mit der Indikation chronischer Rückenschmerz eingeführt.