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Hamburger Abendblatt · Aug 19, 2026

SEK-Beamte stoppen bewaffneten Mann nach Verfolgungsjagd auf der A1

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Filip Schwen · Hamburger Abendblatt

Polizisten haben auf der A1 im Kreis Ostholstein einen bewaffneten Mann gestoppt. Der 40-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich nach Polizeiangaben zuvor eine wilde Verfolgungsjagd mit den Beamten knapp 100 Kilometer über die Autobahn geliefert. Letztlich mussten sie einen sogenannten Stoppstick, eine mit Nägeln bestückte Barriere, einsetzen, um den Mann aufzuhalten.

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Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonnabend (15. August). Die Ermittler des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz hoffen, dass sich nachträglich Zeugen melden, die Angaben zum Fahrverhalten des Mannes machen können, gefährdet oder geschädigt wurden. Ausdrücklich bittet die Polizei auch um Fotos und Videos. Erreichbar ist das Autobahnrevier Scharbeutz unter der Telefonnummer 04524/70770.

Polizeieinsatz auf A1: SEK-Beamte stoppen bewaffneten Mann nach Verfolgungsjagd

Nach Angaben der Polizei befand sich der 40-Jährige mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand. Am Autobahnkreuz Hamburg Ost war einer Streifenwagenbesatzung der weiße Kia-Kombi gegen 21.55 Uhr erstmals aufgefallen. Anhaltesignale habe dessen Fahrer ignoriert, sei stattdessen mit viel zu hoher Geschwindigkeit und inklusive wiederholter, riskanter Spurwechsel und Überholmanöver vor den Beamten geflüchtet. Auch über den Standstreifen soll der 40-Jährige gefahren sein.

Als mehrere, inzwischen zur Unterstützung angeforderte Streifenwagen sich vor den Kia setzten und versuchten, diesen auszubremsen, überholte der Mann diese kurzerhand und unter hohem Risiko. Kurz darauf soll er außerdem ein anderes Fahrzeug touchiert haben.

Autobahnpolizisten rufen SEK zur Hilfe, um den bewaffneten Mann zu überwältigen

Erst nach fast einer Stunde, gegen 22.40 Uhr, konnten Polizisten den Kia mittels des Stoppsticks zwischen Neustadt-Pelzerhaken und Lensahn stoppen. Sowohl der Kia als auch zwei Streifenwagen wurden dabei nach Polizeiangaben beschädigt. Zwischenzeitlich hatten die Beamten auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) Schleswig-Holstein hinzugezogen. Dieses konnte den 40-Jährigen, der eine Schreckschusswaffe bei sich trug, entwaffnen und überwältigen.

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Der Mann blieb laut Polizei unverletzt. Er wurde in eine Fachklinik gebracht. Während des Polizeieinsatzes war die A1 ab 22.45 Uhr stundenlang zwischen Neustadt-Pelzerhaken und Lensahn gesperrt. Erst gegen 4.30 Uhr in der Nacht zu Sonntag konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.

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