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Hamburger Abendblatt · Aug 20, 2026

Immer wieder Schmerzen: Hamburger Top-Ruderer muss seine Karriere beenden

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Peter Wenig · Hamburger Abendblatt

Viele Rudersportfreunde in Hamburg werden seinen Namen auf den Meldelisten für die anstehende Ruder-WM in Amsterdam (ab dem 24. August) vermissen: Tim Ole Naske (30, früher RG Hansa, jetzt Favorite Hammonia) sorgte mit dem fünften Platz im Skull-Vierer bei den Spielen in Paris 2024 für ein gutes Ergebnis für den Deutschen Ruderverband. Nach einem Pausenjahr, das Naske mit Erfolg für das erste juristische Staatsexamen nutzte, wollte er mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles wieder angreifen.

Doch ein im November 2025 diagnostizierter Bandscheibenvorfall durchkreuzt nun alle Pläne. Mehrfach versuchte der gebürtige Hamburger ein Comeback, doch die Schmerzen kehrten unter Belastung immer wieder zurück. Nun hat Naske seine Karriere beendet.

Nach seinem Sieg im Einer bei der Junioren-WM 2014 in Hamburg mit über 20 Sekunden Vorsprung galt er als legitimer Nachfolger der Legenden Peter-Michael Kolbe und Thomas Lange. Doch dann nominierte der Verband für die WM 2018 in Bulgarien den Münchner Oliver Zeidler, obwohl Naske als amtierender Deutscher Meister gesetzt war. „Der Verband hat mich komplett hängen lassen. Die Kommunikation war respektlos“, sagt Naske im Rückblick.

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Aber der Jurist hadert nicht: „Irgendjemand hat mal zu mir gesagt: ‚Du bist ein Jahrhunderttalent, Zeidler ist ein Jahrtausendtalent.‘ Das trifft es gut. Olivers Fahrt zu Gold bei den Spielen in Paris war eine Machtdemonstration.“ Rein privat rudert er nun weiter auf der Alster: „Ganz ohne Druck. Das genieße ich. Ich hatte eine wunderbare Karriere.“

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